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FX.co ★ EUR/USD Smart-Money-Analyse: Schwacher Start in die Woche

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Analysen:::2026-04-20T16:24:48

EUR/USD Smart-Money-Analyse: Schwacher Start in die Woche

Das Währungspaar EUR/USD setzt am Montag seine Bewegung innerhalb einer korrektiven Gegenbewegung fort. Man kann heute kaum von einem vorhersehbaren Markt sprechen, nachdem am frühen Morgen bekannt wurde, dass die zweite Verhandlungsrunde zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten abgesagt wurde. Teheran erklärte, dass die Blockade der Straße von Hormus und der iranischen Häfen durch die USA weiterhin bestehe und dass die USA ein iranisches Handelsschiff beschlagnahmt hätten, das versucht habe, die Meerenge zu passieren. Nach Angaben der iranischen Behörden machen diese Entwicklungen eine Fortsetzung der Gespräche mit Washington unmöglich. Es sei daran erinnert, dass der zweiwöchige Waffenstillstand am Mittwoch, dem 22. April, ausläuft, sodass es derzeit so aussieht, als könnten die Feindseligkeiten nach der Pause wieder aufflammen. Donald Trump hat bereits angekündigt, alle Kraftwerke und Brücken im Iran zu zerstören, und die Verhandlungen könnten sich nun auf unbestimmte Zeit verzögern. Die Bären haben noch keine neue Offensive gestartet, da der Waffenstillstand formell weiterhin gilt und sich die Lage bis Mittwoch noch mehrfach ändern kann. Schlussfolgerungen zu ziehen, wäre verfrüht.

EUR/USD Smart-Money-Analyse: Schwacher Start in die Woche

In der vergangenen Woche wurde bei der bullischen Imbalance 12 eine Reaktion beobachtet, die den Vorstoß der Käufer ausgelöst hat. Damit hatten Trader die Möglichkeit, Long-Positionen zu eröffnen, die sich nun deutlich im Gewinn befinden. An diesem Punkt können sie entscheiden, ob sie die Gewinne sichern oder auf weitere Aufwärtsbewegungen warten. Auch eine teilweise Gewinnmitnahme ist eine Option. Das geopolitische Umfeld ist derzeit günstiger als noch vor zwei Wochen, was die deutliche Verbesserung der bullischen Stimmung wohl erklärt. Allerdings könnte sich die Stimmung schon bald zugunsten der Bären drehen. Aus technischer Sicht sind bisher weder bärische Signale noch Muster entstanden, weshalb ich aktuell nicht mit einem Rückgang des Euro rechne.

Es ist bemerkenswert, dass die gesamte Stärke des US-Dollar in den vergangenen eineinhalb bis zwei Monaten ausschließlich durch geopolitische Faktoren getrieben wurde. Kaum hatten die USA und Iran eine zweiwöchige Waffenruhe vereinbart, zogen sich die Bären sofort zurück und die Bullen drängten in den Markt. Der Waffenstillstand ist derzeit zwar fragil, bleibt aber trotz des Scheiterns der Verhandlungen am vergangenen Samstag und deren Absage am Montag vorerst bestehen. Ich habe wiederholt betont, dass ich nicht davon ausgehe, dass der bullische Trend beendet ist, auch wenn wichtige strukturelle Tiefs unterschritten wurden. Die Kursentwicklung der vergangenen zwei Monate könnte in einen bärischen Trend übergehen, falls sich die geopolitische Lage weiter verschlechtert – aber wie viel schlimmer kann es noch werden? Ein Großteil des Negativszenarios hat sich bereits materialisiert. Die Märkte preisen häufig die pessimistischsten Erwartungen im Vorfeld ein. Daher ist es möglich, dass die Marktteilnehmer den Konflikt im Nahen Osten bereits vollständig eingepreist haben.

Das technische Bild ist derzeit klar. Erstens zeigte der Kurs auf die Imbalance 11 keinerlei Reaktion, was bedeutet, dass kein Verkaufssignal entstanden ist. Zweitens reagierte der Kurs auf die Imbalance 12 und generierte damit ein bullisches Signal innerhalb eines bullischen Trends. Drittens hat sich eine neue bullische Imbalance 13 gebildet, die sowohl als Interessenzone für künftige Long-Positionen als auch als Unterstützung für den Euro dient.

Am Montag gab es keine nennenswerten Nachrichten – nicht einmal Daten von zweitrangiger Bedeutung. Da die Verhandlungen zwischen Iran und den Vereinigten Staaten nicht stattgefunden haben, wartet der Markt nun auf neue Stellungnahmen führender Vertreter beider Länder zu ihren weiteren Schritten.

Es gibt nach wie vor viele Gründe, warum die Bullen auch im Jahr 2026 aktiv bleiben dürften, und selbst der Ausbruch des Krieges im Nahen Osten hat diese nicht beseitigt. Strukturell und auf globaler Ebene haben sich die von Trump verfolgten politischen Leitlinien – die im vergangenen Jahr zu einer deutlichen Schwächung des Dollar geführt haben – nicht geändert. Kurzfristig kann der US-Dollar zwar weiterhin von einem Rückgang der Risikobereitschaft profitieren, doch dafür wäre eine fortlaufende Eskalation im Nahen Osten nötig, die auf Dauer nicht tragfähig ist. Nach nur einer Woche relativer Ruhe konnte sich der Euro um beinahe 300 Punkte erholen. Weitere starke Treiber zugunsten des Dollar sind aktuell nicht erkennbar. Ich gehe weiterhin nicht von einem anhaltenden bärischen Trend aus. Der Dollar hat vorübergehende Unterstützung erhalten, doch was könnte einen längerfristigen bärischen Impuls liefern?

Wirtschaftskalender für die USA und die Eurozone:

  • Eurozone – ZEW Konjunkturerwartungen (09:00 UTC)
  • Deutschland – ZEW Konjunkturerwartungen (09:00 UTC)
  • USA – ADP Beschäftigungsänderung (12:15 UTC)
  • USA – Einzelhandelsumsätze (12:30 UTC)

Am 21. April umfasst der Wirtschaftskalender vier Veröffentlichungen, von denen jedoch keine von herausragender Bedeutung ist. Der Einfluss des Nachrichtenumfelds auf die Marktstimmung dürfte am Dienstag daher begrenzt bleiben.

EUR/USD-Prognose und Trading-Empfehlungen:

Meiner Einschätzung nach befindet sich das Währungspaar weiterhin im Prozess der Ausbildung eines bullischen Trends. Das Nachrichtenumfeld hat sich vor zwei Monaten zwar abrupt verändert, doch der Trend selbst kann weder als aufgehoben noch als abgeschlossen gelten. Daher könnten die Bullen ihren Vorstoß kurzfristig fortsetzen, sofern sich die geopolitische Lage nicht plötzlich wieder in Richtung Eskalation verschiebt.

Die Bullen hatten die Gelegenheit, auf Basis des Signals aus der Imbalance 12 Long-Positionen mit einem Kursziel um 1,1670 zu eröffnen. Dieses Ziel wurde bereits vor einiger Zeit erreicht, und die Aufwärtsbewegung könnte sich in Richtung der Jahreshöchststände fortsetzen. Zudem hat sich eine neue Imbalance 13 herausgebildet, die künftig ein weiteres bullisches Signal liefern könnte. Für einen ungehinderten Anstieg des Euro wäre jedoch eine nachhaltige Entspannung im Nahostkonflikt erforderlich, was derzeit nicht gegeben ist. Andererseits fehlen den Bären momentan ebenfalls neue Argumente, um Angriffe zu starten. Kurzfristig würde ich mich daher in erster Linie auf die technische Analyse stützen.

Analyst InstaForex
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