Handelsanalyse und Tipps für den Handel mit dem Euro
Der Test des Kursniveaus von 1,1769 erfolgte zu einem Zeitpunkt, als der MACD-Indikator gerade begann, sich von der Nulllinie nach unten zu bewegen, was einen gültigen Einstiegspunkt für den Verkauf des Euro bestätigte. In der Folge fiel das Währungspaar jedoch nur um 10 Punkte.
Die Daten zum Geschäftsklima in der Eurozone fielen deutlich schlechter aus als erwartet und führten zu einem Rückgang des Euro, wenn auch nicht so stark, wie es hätte sein können. Der starke Rückgang der Stimmungsindizes sowohl für die Eurozone als auch für Deutschland, der die Prognosen der Ökonomen übertraf, signalisierte Gewinnmitnahmen bei zuvor eröffneten Long-Positionen im Euro. Gleichzeitig trug die gleichzeitige Stärke des US-Dollars ebenfalls zum Rückgang des Euro gegenüber dem Dollar bei.
In der zweiten Tageshälfte wird sich die Aufmerksamkeit der Finanzmärkte auf die US-Daten richten. Die Einzelhandelsumsätze stehen im Mittelpunkt, da sie die Konsumausgaben widerspiegeln, die einen großen Anteil am US-BIP ausmachen. Positive Daten würden auf ein starkes Verbrauchervertrauen hinweisen, das das Wirtschaftswachstum stützt, und dürften den US-Dollar stärken. Zur selben Zeit wird der Bericht über schwebende Hausverkäufe veröffentlicht. Dieser Indikator spiegelt die Aktivität am Sekundärmarkt für Wohnimmobilien wider und dient als Frühindikator für den gesamten Sektor. In der Regel signalisiert ein Anstieg dieses Indikators eine steigende Wohnraumnachfrage.
Was die Intraday-Strategie betrifft, werde ich mich hauptsächlich auf die Umsetzung der Szenarien Nr. 1 und Nr. 2 stützen.

Kaufsignal
Szenario Nr. 1: Heute ist ein Kauf des Euro möglich, wenn der Kurs den Bereich um 1,1768 erreicht (grüne Linie im Chart), mit einem Ziel bei 1,1790. Bei 1,1790 plane ich, den Markt zu verlassen und gleichzeitig Verkäufe in Gegenrichtung in Betracht zu ziehen, mit einem Ziel von 30–35 Punkten ab dem Einstieg. Mit einem Anstieg des Euro ist heute nur bei schwachen US-Daten zu rechnen. Wichtig: Vor einem Kauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und gerade beginnt zu steigen.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, den Euro zu kaufen, falls das Niveau von 1,1756 zweimal in Folge getestet wird und sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Dies würde das Abwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Aufwärtsumkehr führen. Ein Anstieg in Richtung 1,1768 und 1,1790 ist dann zu erwarten.
Verkaufssignal
Szenario Nr. 1: Ich plane, den Euro zu verkaufen, nachdem er das Niveau von 1,1756 erreicht hat (rote Linie im Chart). Das Ziel liegt bei 1,1734, wo ich den Markt verlassen und unmittelbar Käufe in Gegenrichtung in Betracht ziehen möchte (Ziel von 20–25 Punkten). Der Druck auf das Paar könnte heute vor dem Hintergrund einer harten Haltung der USA und des Iran zurückkehren. Wichtig: Vor einem Verkauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator unter der Nulllinie liegt und gerade beginnt zu fallen.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, den Euro zu verkaufen, falls das Niveau von 1,1768 zweimal in Folge getestet wird und sich der MACD-Indikator im überkauften Bereich befindet. Dies würde das Aufwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Abwärtsumkehr führen. Ein Rückgang in Richtung 1,1756 und 1,1734 ist dann zu erwarten.

Chart Notes
- Dünne grüne Linie – Einstiegskurs für Käufe
- Breite grüne Linie – geschätztes Take-Profit-Niveau bzw. -Bereich, um Gewinne zu sichern, da ein weiteres Wachstum über dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist
- Dünne rote Linie – Einstiegskurs für Verkäufe
- Breite rote Linie – geschätztes Take-Profit-Niveau bzw. -Bereich, um Gewinne zu sichern, da ein weiterer Rückgang unter dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist
- MACD-Indikator – beim Einstieg in den Markt ist es wichtig, überkaufte und überverkaufte Zonen zu berücksichtigen
Wichtig: Anfänger im Forex-Handel sollten Entscheidungen zum Markteintritt mit äußerster Vorsicht treffen. Am besten bleibt man vor der Veröffentlichung wichtiger fundamentaler Berichte aus dem Markt heraus, um starke Kursschwankungen zu vermeiden. Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, verwenden Sie immer Stop-Loss-Orders, um Verluste zu begrenzen. Ohne Stop-Loss können Sie sehr schnell Ihre gesamte Einlage verlieren, besonders wenn Sie kein korrektes Money Management anwenden und mit großen Volumina handeln.
Und denken Sie daran: Erfolgreiches Trading erfordert einen klaren Handelsplan wie den oben beschriebenen. Spontane Entscheidungen, die nur auf den aktuellen Marktbedingungen beruhen, sind für Intraday-Händler eine verlustreiche Strategie.