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FX.co ★ EUR/USD Analyse – 21. April: Der Dollar wartet erneut auf Verhandlungen

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Analysen:::2026-04-21T18:34:23

EUR/USD Analyse – 21. April: Der Dollar wartet erneut auf Verhandlungen

EUR/USD Analyse – 21. April: Der Dollar wartet erneut auf Verhandlungen

Das Wellenmuster im 4-Stunden-Chart für EUR/USD hat sich weiterentwickelt. Vom Abbruch des seit Januar letzten Jahres laufenden Aufwärtstrendsegments (unterer Chart) kann nach wie vor keine Rede sein, doch die Wellenstruktur wirkt inzwischen ziemlich uneindeutig. In solchen Situationen empfehle ich stets, auf einen kleineren Zeitrahmen (oberer Chart) zu wechseln und sich auf die einfachsten, kleineren Wellenstrukturen zu konzentrieren, um kurzfristige Prognosen zu erstellen – was für das Eröffnen von Trades völlig ausreicht. Wellenstrukturen können sehr komplex sein und mehrere Szenarien zulassen. Am einfachsten ist es, nach den klassischen „Fünf-Drei“-Mustern zu handeln.

Im obigen Chart lässt sich eine klassische fünfwellige Impulsstruktur mit verlängerter dritter Welle erkennen. Wenn das tatsächlich zutrifft, ist die Bildung dieser Struktur abgeschlossen, und es läuft nun eine korrektive Sequenz von mindestens drei Wellen. Daher ist kurzfristig zwar ein Anstieg der Notierungen zu erwarten, jedoch nur im Rahmen einer Korrektur relativ zum letzten Trendsegment. Bisher fügen sich die jüngsten Wellenformationen nicht besonders gut in die übergeordnete Struktur ein, aber mit der Zeit sollte sich das Bild klären. Die Erholung des Euro könnte im Bereich von 1,1824 zum Stillstand kommen.

Das Währungspaar EUR/USD zeigte am Dienstag kaum Veränderung bei sehr geringer Volatilität. Insgesamt war der Tag nachrichtenarm, und der Markt ignoriert zunehmend viele Meldungen und Veröffentlichungen. Seit mehr als zwei Monaten werden Konjunkturdaten weitgehend ausgeblendet, da die Marktteilnehmer Geopolitik als dominierenden Faktor betrachten. Gleichzeitig werden aber auch geopolitische Nachrichten häufig ignoriert, da sie oft nur aus Gerüchten oder sogar aus Fehlinformationen bestehen.

Man denke nur an den jüngsten Nachrichtenstrom: Am Freitag verkündete Donald Trump die Wiedereröffnung der Straße von Hormus; am Samstag erklärte Iran, die Blockade bleibe bestehen; am Sonntag kündigte Trump eine zweite Verhandlungsrunde in Islamabad an; am Montag lehnte Iran die Gespräche offiziell ab; und am Dienstag tauchten Berichte auf, dass Verhandlungen doch stattfinden sollen. Theoretisch hätte der Markt bei dieser Abfolge heftig schwanken müssen. Offenbar hat der Markt jedoch aus früheren Erfahrungen gelernt und reagiert nicht mehr auf jedes einzelne Gerücht.

Die Informationen, wonach in dieser Woche Verhandlungen stattfinden sollen, sind weiterhin unbestätigt und inoffiziell. Einige Medien berichten, der Oberste Führer Irans, Mojtaba Khamenei, habe den Gesprächen zugestimmt, während die Islamischen Revolutionsgarden dagegen seien. Daher könnte der Markt bis morgen weitere Meldungen über die Absage oder Wiederaufnahme der Verhandlungen auf Basis „insider“-basierter Informationen erhalten. Ich würde solche Berichte nicht allzu ernst nehmen – und der Markt tut es ebenfalls nicht. Zu Wochenbeginn zeigen die Trader wenig Eile, neue Positionen einzugehen, und ziehen es vor, die weitere Entwicklung in Ruhe abzuwarten.

EUR/USD Analyse – 21. April: Der Dollar wartet erneut auf Verhandlungen

Allgemeine Schlussfolgerungen

Auf Grundlage der Analyse von EUR/USD komme ich zu dem Schluss, dass sich das Instrument weiterhin in einem Aufwärtstrendsegment (unterer Chart) befindet, während es kurzfristig in einer Korrekturstruktur steckt. Das korrektive Wellenmuster wirkt zum größten Teil abgeschlossen und könnte sich nur unter einer Bedingung weiter verkomplizieren und ausdehnen – nämlich dann, wenn ein stabiler und langfristiger Waffenstillstand zwischen Iran, den USA, Israel und allen übrigen Ländern des Nahen Ostens zustande kommt. Andernfalls halte ich es für wahrscheinlich, dass sich von den aktuellen Niveaus aus eine neue abwärtsgerichtete Wellenstruktur bildet oder zumindest eine Korrekturwelle einsetzt.

Im kleineren Zeitrahmen ist das gesamte Aufwärtstrendsegment sichtbar. Die Wellenstruktur ist nicht ganz standardkonform, da die Korrekturwellen unterschiedlich groß ausfallen. So ist beispielsweise die Korrekturwelle 2 höheren Grades kleiner als die interne Welle 2 innerhalb von Welle 3. Solche Fälle kommen jedoch vor. Ich möchte betonen, dass es sinnvoller ist, sich auf klare und gut erkennbare Strukturen zu konzentrieren, anstatt zwanghaft jede einzelne Welle zu markieren. Der Trend könnte sich in naher Zukunft umkehren.

Grundprinzipien meiner Analyse

  1. Wellenstrukturen sollten einfach und klar sein. Komplexe Strukturen sind schwer zu handeln und ändern sich häufig.
  2. Wenn keine ausreichende Sicherheit über die Marktlage besteht, ist es besser, an der Seitenlinie zu bleiben.
  3. Es gibt niemals 100 % Sicherheit über die Kursrichtung – verwenden Sie immer schützende Stop-Loss-Orders.
  4. Wellenanalyse lässt sich mit anderen Analyseformen und Handelsstrategien kombinieren.

Analyst InstaForex
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