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FX.co ★ Gold befindet sich in einer Konsolidierungsphase, doch die Geldpolitik der Zentralbanken birgt Risiken eines Preisrückgangs

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Analysen:::2026-04-26T22:41:49

Gold befindet sich in einer Konsolidierungsphase, doch die Geldpolitik der Zentralbanken birgt Risiken eines Preisrückgangs

Gold befindet sich in einer Konsolidierungsphase, doch die Geldpolitik der Zentralbanken birgt Risiken eines Preisrückgangs

Obwohl Gold nach wie vor eine grundlegende Unterstützung in der Nähe der runden Marke von 4.700 US‑Dollar je Unze erhält, bleibt der Markt neutral und ist nicht in der Lage, sich über der runden Marke von 4.800 US‑Dollar je Unze zu behaupten. Dies ist weitgehend auf die anhaltenden geopolitischen Spannungen zurückzuführen, die die Position des US‑Dollars als sicherer Hafen stärken.

Gold befindet sich in einer Konsolidierungsphase, doch die Geldpolitik der Zentralbanken birgt Risiken eines Preisrückgangs

Vor dem Hintergrund der Unsicherheit über den Waffenstillstand und den Verhandlungsprozess im Nahen Osten könnte Gold in dieser Woche die Untergrenze einer breiteren Handelsspanne um 4.600 US-Dollar testen. Zudem verschärfen die hohen Ölpreise die Inflationserwartungen und könnten die Federal Reserve dazu veranlassen, ihren derzeitigen geldpolitischen Kurs in absehbarer Zeit beizubehalten. Angesichts des steigenden Risikos inflationsbedingter Schocks dürften die Zentralbanken die Zinsen auf dem aktuellen Niveau halten oder weitere Erhöhungen in Betracht ziehen. Eine derart restriktive Politik belastet Gold, obwohl die Gesamtnachfrage nach sicheren Anlagen zunimmt.

Gold befindet sich in einer Konsolidierungsphase, doch die Geldpolitik der Zentralbanken birgt Risiken eines Preisrückgangs

Die Zuspitzung der Spannungen und die zunehmende Unsicherheit im Zusammenhang mit dem Konflikt mit Iran haben die Erwartungen an Zinssenkungen der Fed im Jahr 2026 faktisch zunichtegemacht. In der Folge preist der Markt nun ein Szenario ein, in dem die Zinsen auf der Sitzung im April unverändert bleiben.

Aus technischer Sicht sind die Kurse erneut unter den 100-Tage-Durchschnitt gefallen. Ein Wochenschlusskurs unter diesem Niveau könnte den Weg zu Zielen bei 4.600 und 4.450 Punkten freimachen. Bleiben die Kurse hingegen über 4.700 Punkten, könnten Käufer den 50-Tage-Durchschnitt im Bereich von 4.870–4.900 Punkten ins Visier nehmen. In Bezug auf die Sitzung der Federal Reserve bleiben die Markterwartungen für den zukünftigen Kurs der Geldpolitik angesichts der wirtschaftlichen und geopolitischen Turbulenzen weiterhin äußerst instabil. Noch vor einem Monat räumten Marktteilnehmer der Möglichkeit von Zinserhöhungen bis zum Jahresende nur eine geringe Wahrscheinlichkeit ein.

Gold befindet sich in einer Konsolidierungsphase, doch die Geldpolitik der Zentralbanken birgt Risiken eines Preisrückgangs

Derzeit spiegelt sich dieses Szenario in den Kursen wider, und der Markt schwankt zwischen Erwartungen von Zinssenkungen und dem Beibehalten des aktuellen Niveaus. Lag die Wahrscheinlichkeit einer geldpolitischen Lockerung in der vergangenen Woche noch bei etwa 50/50, ist sie inzwischen auf unter 40 % gesunken.

Zusätzliche Unsicherheit im geldpolitischen Bereich ergibt sich aus dem Bestätigungsverfahren im Bankenausschuss des Senats für Kevin Warsh als neuen Vorsitzenden der Federal Reserve. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass seine Kandidatur bis Mitte Mai, wenn die Amtszeit von Jerome Powell ausläuft, genehmigt wird.

Powell dürfte seine Position kaum wesentlich anpassen, solange die US-Wirtschaft sich relativ widerstandsfähig zeigt, auch wenn das Wachstum moderat ausfällt. Zunehmende Besorgnis ruft der Zustand der öffentlichen Finanzen hervor: Die sich verschärfende fiskalische Belastung durch Zollpolitik und steigende Militärausgaben erhöht den Druck auf eine ohnehin schon beträchtliche Staatsverschuldung. Langfristig bleiben die fundamentalen Faktoren, die Gold stützen, weiterhin relevant. Mit der Entspannung der geopolitischen Spannungen rund um den Iran dürfte sich die Aufmerksamkeit der Anleger wieder den strukturellen Treibern des Preisanstiegs beim Edelmetall zuwenden.

Neben der Fed-Sitzung werden in dieser Woche geldpolitische Entscheidungen von der Bank of Japan, der Bank of Canada, der Bank of England und der Europäischen Zentralbank getroffen. Angesichts der anhaltenden Instabilität im Nahen Osten ist eher mit einer abwartenden Haltung zu rechnen.

Ein Schlüsselfaktor für die Märkte werden die Inflationsdaten sein, da die US-Regierung die erste Schätzung des BIP für das erste Quartal sowie die Zahlen zu den persönlichen Konsumausgaben veröffentlicht. Die Inflationsdaten für März dürften die Auswirkungen des Konflikts mit dem Iran auf die Dynamik der Verbraucherpreise widerspiegeln.

Vor dem Hintergrund steigender Inflationsrisiken verschlechtert sich das technische Bild für Gold, da sich die Preise schwertun, sich über 4.800 US-Dollar je Unze zu behaupten. Trotz der Verteidigung der Unterstützung bei 4.700 US-Dollar wird eine vierwöchige Aufwärtsserie unterbrochen. Im Tageschart bildet sich eine Konsolidierungsformation heraus.

Analyst InstaForex
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