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FX.co ★ Britische Unternehmen planen die höchsten Preiserhöhungen seit zwei Jahren

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Analysen:::2026-04-27T13:46:24

Britische Unternehmen planen die höchsten Preiserhöhungen seit zwei Jahren

Während das Pfund Sterling gegenüber dem US-Dollar weiter zulegt, zeigen Umfragen der Bank of England, dass britische Unternehmen die größten Preiserhöhungen seit zwei Jahren planen. Zwar hat der durch den Krieg mit dem Iran ausgelöste Energieschock bislang noch nicht zu stärkeren Lohnforderungen geführt, doch viele Unternehmen signalisieren ein hohes Maß an Besorgnis.

Britische Unternehmen planen die höchsten Preiserhöhungen seit zwei Jahren

Nach Angaben der Bank of England äußerten britische Unternehmen im April Sorgen über die künftige Preisentwicklung und rechnen damit, dass die Preise im kommenden Jahr um 4,4 % steigen werden. Dieser Wert liegt deutlich über der Prognose vom März, als Firmen noch von einem Preisanstieg von 3,7 % ausgingen. Ein derart spürbarer Sprung bei den Inflationserwartungen steht in direktem Zusammenhang mit der aktuellen geopolitischen Lage.

Steigende Energiepreise, die durch die Eskalation im Nahen Osten angetrieben werden, setzen die Weltwirtschaft erheblich unter Druck. Unterbrechungen bei der Versorgung mit Öl und anderen Energieträgern beeinträchtigen die normalen Marktmechanismen und zwingen Unternehmen dazu, mögliche Preisschwankungen in ihre Planungen einzubeziehen. Höhere Energiekosten schlagen wiederum zwangsläufig auf die Endpreise für Waren und Dienstleistungen durch.

Darüber hinaus rechnen Unternehmen damit, dass die Gesamtinflation bis zum Jahresende 4 % erreichen wird. Diese Rate liegt doppelt so hoch wie das 2‑%-Ziel der Bank of England und stellt die Zentralbank vor große Herausforderungen bei der Stabilisierung der Wirtschaft. Die Steuerung der Inflationserwartungen und die Eindämmung des allgemeinen Preisauftriebs werden für die Notenbank angesichts des zunehmenden äußeren Drucks zu vorrangigen Zielen.

Es ist durchaus möglich, dass wir nach der nächsten Sitzung der Bank of England von geplanten Anpassungen der Geldpolitik erfahren. Die Ergebnisse der aktuellen Umfrage werden von den Entscheidungsträgern voraussichtlich berücksichtigt, wenn sie auf der Sitzung am 30. April über die Festsetzung der Zinssätze beraten.

Beim Thema Löhne stellt der DMP-Bericht fest, dass der Krieg bislang nur geringe Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt hatte. Unternehmen haben ihre Erwartungen für das Lohnwachstum für das kommende Jahr nur leicht von 3,4 % auf 3,5 % angehoben. Nach Angaben von Vertretern der Bank of England sind die meisten Lohnvereinbarungen für 2026 bereits abgeschlossen, mit durchschnittlichen Erhöhungen von rund 3,5 %. Daher dürfte der Konflikt im Nahen Osten kurzfristig die Haushaltseinkommen nicht maßgeblich beeinträchtigen. Es besteht jedoch das Risiko, dass ein deutlicher Anstieg der Energiepreise später in diesem Jahr und bis ins Jahr 2027 hinein eine wichtigere Rolle in Lohnverhandlungen spielen wird.

Die Bank of England ist bereits zu dem Schluss gekommen, dass Unternehmen voraussichtlich zumindest einen Teil der realisierten oder erwarteten Kostensteigerungen an die Verbraucher weitergeben werden, da die Gewinnspannen erheblich unter Druck geraten sind. Gleichzeitig befürchten Firmen, dass höhere Preise die Nachfrage dämpfen werden, insbesondere wenn es sich bei ihren Waren und Dienstleistungen nicht um Güter des täglichen Bedarfs handelt.

Wie oben bereits erwähnt, bleibt das Pfund Sterling vorerst die dominante Währung am Devisenmarkt.

Technischer Ausblick für GBP/USD

Mit Blick auf das aktuelle technische Bild für GBP/USD müssen Käufer des Pfund Sterling zunächst den nächstgelegenen Widerstand bei 1,3555 überwinden. Erst dies würde den Weg in Richtung 1,3585 eröffnen, wobei ein Ausbruch darüber hinaus recht schwierig werden dürfte. Das am weitesten entfernte Ziel läge im Bereich um 1,3915. Im Falle eines Rückgangs werden die Bären versuchen, bei 1,3515 die Kontrolle zu übernehmen. Gelingt ihnen dies, würde ein Ausbruch aus der Handelsspanne die Positionen der Bullen erheblich schwächen und GBP/USD in Richtung des Tiefs bei 1,3480 drücken, mit der Aussicht auf einen Rückgang bis 1,3445.

Analyst InstaForex
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