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FX.co ★ Der Druck auf den Dollar nimmt zu

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Analysen:::2026-04-27T22:48:31

Der Druck auf den Dollar nimmt zu

Die kumulierte Long-Position im US-Dollar gegenüber wichtigen globalen Währungen verringerte sich in der Berichtswoche um 3,1 Milliarden US-Dollar auf 11,6 Milliarden US-Dollar und ging damit bereits die zweite Woche in Folge zurück. Es ist offenkundig, dass diese Veränderung in der Positionierung von der Hoffnung auf ein Ende des Krieges im Nahen Osten getrieben wird.

Der Druck auf den Dollar nimmt zu

Am Mittwoch hält die Federal Reserve ihre nächste geldpolitische Sitzung ab, bei der voraussichtlich keine Änderung der Zinssätze vorgenommen wird. Die Risiken, die die Fed bei ihrer Entscheidung berücksichtigen muss, wirken weitgehend ausgewogen. Auf der einen Seite liegt die Inflation weiterhin über dem Ziel, und die Energiekrise infolge des Kriegs im Nahen Osten könnte sie noch weiter ansteigen lassen. Auf der anderen Seite hat sich das Beschäftigungswachstum in den USA in den letzten Jahren deutlich verlangsamt, und die Arbeitslosenquote ist relativ stabil. Das bedeutet faktisch, dass der monatliche Beschäftigungszuwachs nahe bei null liegen könnte, ohne dass die Arbeitslosigkeit steigt. Sollte sich diese Dynamik ändern, könnte dies auf die Notwendigkeit von Zinssenkungen hindeuten – allerdings nicht jetzt; die Futures preisen für mindestens das kommende Jahr keine Änderungen ein.

Der Druck auf den Dollar nimmt zu

Für den Dollar zeichnet sich die Lage zunehmend deutlicher ab. Wenn positive Nachrichten aus dem Nahen Osten kommen, schwächt sich der Dollar ab und die Risikobereitschaft nimmt zu. Umgekehrt steigen Dollar und Ölpreise, während die Nachfrage nach Risiko abnimmt, sobald klar wird, dass die Verhandlungen erneut in eine Sackgasse geraten sind. Der Markt hat diesen Mechanismus klar demonstriert.

Wir müssen davon ausgehen, dass die Hoffnung auf eine erfolgreiche Beendigung des Krieges immer geringer wird. Washington hat auf dem Schlachtfeld nicht das gewünschte Ergebnis erzielt und versucht seine Ziele nun über Verhandlungen zu erreichen. Iran hat diesen Krieg nicht verloren und agiert nicht aus einer Position der Schwäche. Diese Situation kann lange andauern, und je länger die Unsicherheit anhält, desto stärker werden die Folgen spürbar. Die Energiekrise kann gleichzeitig zwei Effekte auslösen: steigende Inflation und kurz darauf eine globale Nahrungsmittelkrise, da die Düngemittelproduktion aufgrund des Mangels an Erdgas stark zurückgefahren wurde. Langfristig sprechen diese Faktoren für den Dollar, kurzfristig jedoch nicht.

Wir gehen davon aus, dass die Wiederaufnahme aktiver Kampfhandlungen unter den aktuellen Bedingungen unwahrscheinlich ist, sodass sich der Dollar nicht auf diesen Faktor stützen kann. Anhaltende Spannungen werden einen stärkeren Rückgang des Dollars verhindern, weshalb er sich in einer engen Handelsspanne mit einer Tendenz zur Abschwächung gegenüber den wichtigsten Währungen bewegen wird. Lassen die Spannungen nach, wird sich der Prozess der Dollar-Schwäche beschleunigen.

Analyst InstaForex
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