Analyse makroökonomischer Berichte:

Für Mittwoch sind nur wenige makroökonomische Berichte geplant, doch allmählich beginnt wieder wichtigere Konjunkturstatistik auf den Markt zu kommen. Heute empfehlen wir, auf die Auftragseingänge für langlebige Güter in den USA sowie auf die Inflation in Deutschland zu achten. Der Markt könnte jedoch beide Veröffentlichungen weitgehend ignorieren, da sie keinen „überragend wichtigen“ Status haben und Händler in den letzten zwei Monaten selbst auf bedeutende Daten nur verhalten reagiert haben.
Analyse der fundamentalen Ereignisse:

Unter den grundlegenden Ereignissen ragt die FOMC-Sitzung hervor, da es die letzte unter der Amtszeit von Jerome Powell als Vorsitzendem sein wird. Es werden keine bedeutenden Entscheidungen erwartet, da der Markt fest davon ausgeht, dass der Leitzins unverändert bleibt. Auf der Pressekonferenz wird Powell voraussichtlich eine abwartende Haltung einnehmen, und seine Rhetorik dürfte sich nicht wesentlich von seinen bisherigen Reden unterscheiden. Somit könnte selbst bei der FOMC-Sitzung die Marktreaktion recht verhalten ausfallen und das technische Bild für keines der beiden Währungspaare deutlich beeinflussen.
Der geopolitische Hintergrund überrascht weiterhin mit seinem hohen Maß an Unsicherheit und hindert die Zentralbanken daran, übereilte Entscheidungen in der Geldpolitik zu treffen. Der Krieg im Nahen Osten könnte wieder aufflammen, falls kein Abkommen zwischen Iran und den USA unterzeichnet wird. Ein Abkommen kann jedoch nicht geschlossen werden, wenn Iran nicht einmal einer zweiten Verhandlungsrunde zustimmt. Unterdessen hält die Waffenruhe an, und die Straße von Hormus bleibt gesperrt.
Allgemeine Schlussfolgerungen:
Am dritten Handelstag der Woche könnten beide Währungspaare am Abend eine hohe Volatilität aufweisen, während sich im Tagesverlauf erneut die technischen Faktoren durchsetzen dürften. Der Euro kann heute in den Spannen von 1,1655–1,1666 und 1,1745–1,1754 gehandelt werden, während das Pfund Sterling im Bereich von 1,3476–1,3489 gehandelt werden kann. Die Korrektur beider Währungspaare kann sich fortsetzen, allerdings könnte der Markt dem heutigen FOMC-Treffen erhöhte Aufmerksamkeit schenken, was weitere Bewegungen auslösen könnte.
Wichtige Grundsätze des Handelssystems:
- Die Stärke des Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Bildung (Abprall oder Durchbruch eines Niveaus) benötigt wurde. Je kürzer diese Zeit, desto stärker das Signal.
- Wenn rund um ein bestimmtes Niveau zwei oder mehr Trades aufgrund von Fehlsignalen eröffnet wurden, sollten alle nachfolgenden Signale von diesem Niveau ignoriert werden.
- In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale generieren oder auch gar keine. Technische Niveaus können in solchen Phasen ignoriert werden.
- Im Stunden-Chart ist es ratsam, MACD-Signale nur dann zu handeln, wenn die Volatilität ausreichend hoch ist und der Trend durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt wird.
- Wenn zwei Niveaus zu dicht beieinander liegen (5–20 Pips Abstand), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone betrachtet werden.
- Nach einer Bewegung von 15 Pips in die richtige Richtung sollte der Stop-Loss auf Break-even nachgezogen werden.
Worauf man in den Charts achten sollte:
Kursniveaus von Unterstützung und Widerstand sind Niveaus, die als Ziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufspositionen dienen. Take-Profit-Marken können in deren Nähe platziert werden.
Rote Linien stellen Kanäle oder Trendlinien dar, die den aktuellen Trend anzeigen und die Richtung markieren, in die es derzeit vorzugsweise zu handeln gilt.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Berichte (stets im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit größter Vorsicht gehandelt werden, oder Trader sollten den Markt vorübergehend verlassen, um abrupte Kursumkehrungen gegen die vorherige Bewegung zu vermeiden.
Einsteiger am Forex-Markt sollten sich bewusst sein, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines wirksamen Money-Managements ist der Schlüssel für langfristigen Erfolg im Handel.