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FX.co ★ EUR/USD: Smart-Money-Analyse – Warten auf die wichtigen Ereignisse am Donnerstag

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Analysen:::2026-04-29T17:56:17

EUR/USD: Smart-Money-Analyse – Warten auf die wichtigen Ereignisse am Donnerstag

Das Währungspaar EUR/USD bewegt sich weiterhin in einer schwachen korrektiven Gegenbewegung. Bis zur „bullischen“ Imbalance 13 ist nur noch eine kleine Strecke zurückzulegen, doch dieses Muster wurde bisher noch nicht aktiviert. Somit hat sich bislang kein Kaufsignal gebildet, auch wenn in den kommenden Tagen eines entstehen könnte. Diese Woche ist schwer vorherzusagen, da heute die letzte Sitzung der Federal Reserve unter Jerome Powell stattfindet, während der morgige Kalender mit verschiedenen Veröffentlichungen und Sitzungen anderer Zentralbanken vollgepackt ist. Von heute Abend bis Donnerstagabend könnte der Markt volle 24 Stunden lang von Chaos und hoher Volatilität geprägt sein. Ich werde nicht versuchen, die Kursbewegungen der nächsten 24 Stunden zu prognostizieren, da jedes der genannten Ereignisse Marktreaktionen auslösen könnte. Selbst wenn die meisten Veröffentlichungen vom Markt ignoriert werden, können die Kursbewegungen dennoch sehr volatil ausfallen. Daher ziehe ich es vor, kurzfristige Schwankungen auszublenden und mich auf das große Bild zu konzentrieren: Es gibt einen bullischen Trend, ein bullisches Muster, und wir warten auf ein bullisches Signal.

EUR/USD: Smart-Money-Analyse – Warten auf die wichtigen Ereignisse am Donnerstag

In der aktuellen Situation können Trader nur abwarten, bis sich Imbalance 13 ausspielt. Es gibt im Moment keine anderen klaren Kaufzonen, und ich betrachte den übergeordneten Trend weiterhin als bullisch. Entsprechend interessieren mich ausschließlich Kaufsignale. Derzeit sind keine bärischen Muster erkennbar. Das letzte Kaufsignal aus Imbalance 12 hat perfekt funktioniert, der Euro legte etwa 270 Punkte zu. Diese Trades konnten mit soliden Gewinnen geschlossen werden. Es gab bislang keine Grundlage für Verkäufe.

Es ist außerdem erwähnenswert, dass der gesamte Anstieg des US‑Dollars von Januar bis März ausschließlich durch Geopolitik getrieben war. Sobald sich die Vereinigten Staaten und Iran auf einen Waffenstillstand geeinigt hatten, zogen sich die Bären unmittelbar zurück und die Bullen starteten einen Angriff. Der Waffenstillstand ist derzeit zwar fragil, besteht aber weiterhin. Ich habe wiederholt betont, dass ich trotz des Bruchs wichtiger trendbildender Tiefs nicht an ein Ende des Aufwärtstrends glaube. Die Kursbewegung der vergangenen zwei Monate könnte in einen Abwärtstrend übergehen, falls sich die geopolitische Lage weiter verschlechtert. Häufig preisen die Märkte jedoch im Vorfeld bereits das pessimistischste Szenario ein, da sie versuchen, die extremsten Entwicklungen vorwegzunehmen. Daher ist es möglich, dass die Marktteilnehmer den geopolitischen Konflikt im Nahen Osten bereits vollständig eingepreist haben. In diesem Fall haben die Bären keinen Vorteil mehr.

Das übergeordnete technische Bild ist derzeit klar. Erstens zeigte der Kurs auf Imbalance 11 keinerlei Reaktion. Zweitens reagierte der Kurs auf Imbalance 12 und bildete ein bullisches Signal innerhalb eines bullischen Trends. Drittens hat sich eine neue bullische Imbalance 13 herausgebildet, die künftig sowohl als Interessenszone für neue Käufe als auch als Unterstützungsbereich für den Euro dient.

Der Nachrichtenhintergrund am Mittwoch beginnt, die Aufmerksamkeit der Trader auf sich zu ziehen, doch etwa der erste Inflationsbericht aus Deutschland hat keine Marktbewegung ausgelöst. Der Verbraucherpreisindex stieg im April im Jahresvergleich auf 2,9 %, was angesichts der globalen Energiekrise als moderates Wachstum gewertet werden kann. Viele hatten mit deutlich stärkeren Inflationsdynamiken gerechnet. Vorerst wartet der Markt weiter auf die Fed-Sitzung.

Für Angriffe der Bullen im Jahr 2026 gibt es nach wie vor viele Gründe, und selbst der Ausbruch des Kriegs im Nahen Osten hat diese nicht geschmälert. Strukturell und global haben sich die politischen Rahmenbedingungen unter Donald Trump, die im vergangenen Jahr zu einer deutlichen Schwächung des Dollars geführt haben, nicht verändert. In den kommenden Monaten könnte die US‑Währung zeitweise aufgrund von Risikoaversion zulegen, doch dieser Faktor setzt eine anhaltende Eskalation im Nahen Osten voraus. Ich glaube weiterhin nicht an einen übergeordneten Abwärtstrend. Der Dollar hat vorübergehend Unterstützung erhalten, aber was soll die Bären langfristig antreiben?

Wirtschaftskalender für die USA und die Eurozone:

  • Deutschland – Einzelhandelsumsätze (06:00 UTC)
  • Deutschland – Arbeitslosenquote (07:55 UTC)
  • Deutschland – BIP (Q1) (08:00 UTC)
  • Eurozone – BIP (Q1) (09:00 UTC)
  • Eurozone – Verbraucherpreisindex (09:00 UTC)
  • Eurozone – Arbeitslosenquote (09:00 UTC)
  • Eurozone – Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (12:15 UTC)
  • USA – Kern-PCE-Index (12:30 UTC)
  • USA – BIP (Q1) (12:30 UTC)
  • USA – Persönliche Einkommen und Ausgaben (12:30 UTC)
  • Eurozone – EZB-Pressekonferenz (12:45 UTC)
  • Eurozone – Rede von Christine Lagarde (15:15 UTC)

Am 30. April umfasst der Wirtschaftskalender „nur“ zwölf wichtige Veröffentlichungen. Der Einfluss dieses Nachrichtenstroms auf die Marktstimmung könnte den gesamten Donnerstag über sehr stark sein.

EUR/USD-Prognose und Trading-Empfehlungen:

Meiner Ansicht bleibt das Währungspaar weiterhin in der Ausbildung eines Aufwärtstrends. Der Nachrichtenhintergrund hat sich vor zwei Monaten zwar deutlich verändert, doch der Trend an sich kann nicht als aufgehoben oder abgeschlossen gelten. Folglich können die Bullen ihre Offensive in der näheren Zukunft gut fortsetzen, sofern sich die geopolitische Lage nicht abrupt wieder in Richtung Eskalation dreht.

Bullen hatten die Möglichkeit, auf Basis des Signals aus Imbalance 12 Long-Positionen zu eröffnen, und die Aufwärtsbewegung kann sich in Richtung der Jahreshochs fortsetzen. Es hat sich zudem eine neue Imbalance 13 gebildet, die in naher Zukunft ein weiteres bullisches Signal generieren könnte. Für einen ununterbrochenen Anstieg des Euro wäre allerdings eine Entwicklung des Konflikts im Nahen Osten hin zu einem dauerhaften Frieden notwendig, was derzeit nicht der Fall ist. Gleichzeitig erhalten die Bären jedoch ebenfalls keine zusätzlichen Gründe für Angriffe. Kurzfristig würde ich mich in erster Linie auf die technische Analyse stützen, die aktuell auf eine Dominanz der Bullen hindeutet.

Analyst InstaForex
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