Trade-Review und Trading-Tipps für das Britische Pfund
Der Test des Kursniveaus von 1,3601 erfolgte in dem Moment, als der MACD-Indikator gerade begonnen hatte, sich von der Nulllinie nach oben zu bewegen, was einen gültigen Einstiegspunkt für Käufe im Pfund bestätigte. In der Folge stieg das Paar in Richtung des Zielniveaus von 1,3632.
Heute Morgen wurden die Daten zum UK Construction PMI (Purchasing Managers' Index) veröffentlicht. Der Indikator brach auf 39,7 Punkte ein und lag damit deutlich unter den Analystenerwartungen von rund 48–49 Punkten. Ein Wert von 39,7 signalisiert eine tiefe Rezession im Bausektor. Wirklich überraschend ist die vollständige Ausbleibung einer Reaktion des Britischen Pfunds auf derart enttäuschende Zahlen. Unter normalen Umständen hätte ein PMI-Rückgang auf dieses Niveau einen sofortigen Ausverkauf des Pfunds von mindestens 50–70 Punkten oder mehr ausgelöst. Heute jedoch reagierte GBP/USD kaum auf die Nachricht und setzte den Handel innerhalb einer engen Spanne fort, die sich bereits am Morgen herausgebildet hatte.
Die Erklärung für diese Anomalie liegt in der Geopolitik. Der Fokus der Trader liegt derzeit fast vollständig auf den Entwicklungen rund um die Verhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten und Iran. Jede neue Äußerung von Donald Trump löst eine stärkere Marktreaktion aus als irgendwelche Konjunkturdaten, selbst so bedeutende Indikatoren wie der PMI.
In der zweiten Tageshälfte wird sich die Aufmerksamkeit des Marktes auf die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe richten. Dieser wöchentliche Indikator bleibt trotz seiner Volatilität einer der aktuellsten Gradmesser für die Verfassung des US-Arbeitsmarktes. Jede Abweichung von den Konsensprognosen dürfte eine spürbare Reaktion auf den US-Dollar nach sich ziehen. Zugleich richtet sich das Augenmerk auf eine Rede von Beth M. Hammack, Mitglied des Federal Open Market Committee.
Was die Intraday-Strategie betrifft, werde ich mich hauptsächlich auf Szenario Nr. 1 und Nr. 2 stützen.

Kaufsignal
Szenario Nr. 1:
Heute plane ich, das Pfund auf dem Niveau von 1,3634 (grüne Linie im Chart) zu kaufen, mit dem Ziel eines Anstiegs in Richtung 1,3665 (fette grüne Linie im Chart). Bei 1,3665 plane ich, Long-Positionen zu schließen und im Gegenzug Short-Positionen zu eröffnen, mit dem Ziel einer Abwärtsbewegung von 30–35 Punkten von diesem Niveau aus. Ein weiterer Anstieg des Pfunds ist heute nur bei schwachen US-Daten möglich.
Wichtig: Vor einem Kauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und gerade beginnt, von dort aus zu steigen.
Szenario Nr. 2:
Außerdem plane ich, das Pfund zu kaufen, wenn es zwei aufeinanderfolgende Tests des Niveaus von 1,3615 gibt, während sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Dies würde das Abwärtspotenzial begrenzen und eine Umkehr nach oben auslösen. In diesem Fall ist eine Bewegung in Richtung 1,3634 und 1,3665 zu erwarten.
Verkaufssignal
Szenario Nr. 1:
Ich plane, das Pfund nach einem Durchbruch unter 1,3615 (rote Linie im Chart) zu verkaufen, was zu einem schnellen Rückgang des Währungspaares führen dürfte. Das Hauptziel der Verkäufer liegt bei 1,3585, wo ich Short-Positionen schließen und sofort Kaufpositionen in die Gegenrichtung eröffnen werde, mit dem Ziel einer Erholung um 20–25 Punkte.
Der Abwärtsdruck auf das Pfund könnte heute zurückkehren, falls starke US-Daten veröffentlicht werden.
Wichtig: Vor einem Verkauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator unter der Nulllinie liegt und gerade beginnt, von dort aus zu fallen.
Szenario Nr. 2:
Außerdem plane ich, das Pfund zu verkaufen, wenn es zwei aufeinanderfolgende Tests des Niveaus von 1,3634 gibt, während sich der MACD-Indikator im überkauften Bereich befindet. Dies würde das Aufwärtspotenzial begrenzen und eine Umkehr nach unten auslösen. Anschließend ist ein Rückgang in Richtung 1,3615 und 1,3585 zu erwarten.

Was im Chart zu sehen ist:
- Dünne grüne Linie – Einstiegskurs für den Kauf des Handelsinstruments;
- Dicke grüne Linie – geschätztes Take-Profit-Niveau bzw. Bereich für manuelle Gewinnmitnahmen, da ein weiteres Wachstum über dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;
- Dünne rote Linie – Einstiegskurs für den Verkauf des Handelsinstruments;
- Dicke rote Linie – geschätztes Take-Profit-Niveau bzw. Bereich für manuelle Gewinnmitnahmen, da ein weiterer Rückgang unter dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;
- MACD-Indikator – beim Markteintritt ist es wichtig, die überkauften und überverkauften Zonen zu berücksichtigen.
Wichtig
Einsteiger im Forex-Handel sollten ihre Einstiegsentscheidungen sehr sorgfältig treffen. Vor wichtigen fundamentalen Veröffentlichungen ist es am besten, dem Markt fernzubleiben, um starke Kursschwankungen zu vermeiden. Wenn Sie sich für den Handel während Nachrichtenveröffentlichungen entscheiden, verwenden Sie immer Stop-Loss-Orders, um Verluste zu begrenzen. Ohne Stop-Loss-Orders können Sie sehr schnell Ihre gesamte Einlage verlieren, insbesondere wenn Sie kein angemessenes Money Management anwenden und mit großen Volumina handeln.
Und denken Sie daran: Erfolgreiches Trading erfordert einen klaren Handelsplan, wie den oben beschriebenen. Spontane Handelsentscheidungen, die ausschließlich auf der aktuellen Marktsituation basieren, sind für Intraday-Händler eine verlustreiche Strategie.