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FX.co ★ Öl könnte auf 85–90 US-Dollar pro Barrel fallen

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Analysen:::2026-05-11T23:08:24

Öl könnte auf 85–90 US-Dollar pro Barrel fallen

Öl könnte auf 85–90 US-Dollar pro Barrel fallen

Trotz der erheblichen Differenzen im Verhältnis zwischen Iran und den USA setzen die Märkte weiterhin auf das Beste. Meiner Meinung nach ist die positivste Tatsache, dass es im Nahen Osten keinen umfassenden Krieg gibt. Solange kein Krieg ausbricht, besteht eine Chance auf eine friedliche Einigung. Auch große Geschäftsbanken räumen ein, dass in den kommenden Monaten ein Friedensabkommen geschlossen werden könnte. So hat beispielsweise die Deutsche Bank erklärt, dass sie damit rechnet, dass das Basisszenario eintritt, das die Aufrechterhaltung eines Waffenstillstandsregimes vorsieht. Das bedeutet, dass die Analysten der Deutschen Bank weder mit der Unterzeichnung eines Waffenstillstandsabkommens zwischen Iran und den USA, noch mit einem Nuklearabkommen oder auch nur mit einem Memorandum of Understanding rechnen. Sie neigen zu der Auffassung, dass der Krieg nicht wieder aufflammen wird; in diesem Fall könnten die Ölpreise auf 85–90 US-Dollar pro Barrel fallen.

Ich halte dieses Szenario für realistisch, da die Welt seit mehreren Monaten lernt, ohne Öl aus dem Nahen Osten auszukommen. Es ist klar, dass ein Ausfall von 20 % nicht innerhalb weniger Wochen ausgeglichen werden kann. Allerdings wird Öl nicht nur in Ländern des Nahen Ostens gefördert. So haben die USA in den vergangenen zwei Monaten ihre Exportmengen für Öl und Gas erhöht, und auch Russland verkauft derzeit deutlich mehr Energierohstoffe als vor dem Krieg. Früher oder später wird das Angebot daher auch ohne eine vollständige Lösung des Konflikts im Nahen Osten wieder vollständig hergestellt sein.

Die Deutsche Bank erklärte außerdem, dass sie die Wahrscheinlichkeit für das Eintreffen dieser Prognose auf 60 % schätzt. Die Analysten der Bank merkten an, dass weder Iran noch die USA die jüngsten Angriffe im Persischen Golf als Signal zum Ende des Waffenstillstands gewertet haben. Donald Trump bezeichnete die jüngsten US-Angriffe auf den Iran sogar als einen „freundlichen Klaps auf den Rücken“.

Öl könnte auf 85–90 US-Dollar pro Barrel fallen

Es gibt jedoch ein anderes, deutlich pessimistisches Szenario. Die Straße von Hormus könnte bis zum Jahresende blockiert bleiben, und die Weltwirtschaft wäre nicht in der Lage, das „Defizit aus dem Nahen Osten“ vollständig auszugleichen. In diesem Fall wäre mit einem Anstieg der Ölpreise auf 150 US‑Dollar pro Barrel zu rechnen, wobei sie über einen längeren Zeitraum auf diesem Niveau verharren könnten. Zweifellos würde die Weltwirtschaft darauf mit einem kräftigen Anstieg der Inflation und einer eigenen Abschwächung reagieren. Einige Länder könnten in eine ausgeprägte Rezession geraten. Die Zentralbanken müssten ihre geldpolitischen Pläne entsprechend anpassen.

Wellenbild für EUR/USD:

Auf Grundlage der durchgeführten Analyse von EUR/USD komme ich zu dem Schluss, dass sich das Instrument weiterhin in einem bullischen Abschnitt des Trends befindet (siehe die untere Grafik) und sich kurzfristig innerhalb einer korrektiven Struktur bewegt. Die Korrekturwellenkonstellation wirkt weitgehend abgeschlossen, kann jedoch eine komplexere, verlängerte Form annehmen. Die geopolitische Lage im Nahen Osten verbessert sich weiterhin, was den Optimismus der Käufer stützt. Ich rechne mit einer Fortsetzung des Anstiegs des Instruments mit Zielen in der Nähe der 19er‑Marke.

Öl könnte auf 85–90 US-Dollar pro Barrel fallen

Wellenbild für GBP/USD:

Die Wellenstruktur des Instruments GBP/USD ist im Laufe der Zeit – wie von mir erwartet – klarer geworden. Auf den Charts ist nun eine deutlich erkennbare fünfteilige Aufwärtsstruktur zu sehen, die in Kürze abgeschlossen sein könnte. Trifft dies zu, ist nach dem Abschluss der Welle 5 mit der Ausbildung eines korrektiven Wellenmusters zu rechnen. Welle 5 könnte im Bereich von 1,3699 enden, was dem 76,4‑%‑Niveau auf der Fibonacci‑Skala entspricht. Sollte sich die geopolitische Entwicklung weiter in Richtung eines langfristigen Friedens bewegen, könnte sich der bullische Abschnitt des Trends weiter ausdehnen. Somit wird die Kombination aus Wellenstruktur und geopolitischen Entwicklungen das Schicksal des Pfunds in den kommenden Wochen bestimmen.

Wesentliche Grundsätze meiner Analyse:

  1. Wellenstrukturen sollten einfach und nachvollziehbar sein. Komplexe Strukturen sind schwer zu handeln und ändern sich häufig.
  2. Besteht keine Klarheit darüber, was am Markt geschieht, ist es besser, nicht einzusteigen.
  3. Es kann niemals 100%ige Sicherheit über die Bewegungsrichtung geben. Vergessen Sie nicht, schützende Stop‑Loss‑Orders zu setzen.
  4. Wellenanalyse lässt sich mit anderen Analyseformen und Handelsstrategien kombinieren.

Analyst InstaForex
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