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FX.co ★ Teheran und Washington werden sich nicht einig – wir zahlen dafür mit Öl

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Analyse Nachrichten:::2026-05-12T23:00:27

Teheran und Washington werden sich nicht einig – wir zahlen dafür mit Öl

Teheran und Washington werden sich nicht einig – wir zahlen dafür mit Öl

Die Ölpreise sind sprunghaft angestiegen, nachdem die Verhandlungen zwischen den USA und Iran gescheitert sind, die Straße von Hormus faktisch blockiert ist und das Angebot im Chaos versinkt. Brent ist bereits um etwa 2 % gestiegen und könnte die Marke von 106 US‑Dollar pro Barrel überschreiten.

Öl legt erneut zu, vor allem wegen der prekären Lage im Zusammenhang mit Iran. Niemand weiß, ob rasch ein Waffenstillstand erreicht werden kann, was die Märkte nervös macht und die Preise weiter nach oben treibt.

Der Montag begann mit neuen Rekordständen der US‑Indizes, angetrieben von steigenden Energiepreisen und Aktien aus dem KI‑Sektor. Gleichzeitig sind die Renditen von US‑Staatsanleihen leicht gestiegen.

Trump erklärte im Oval Office gegenüber Reportern, dass der Waffenstillstand mit Iran zusammenbrechen könnte und dass er nicht beabsichtige, den Druck zu verringern, bevor Teheran sein Atomprogramm aufgebe. Der US‑Präsident bezeichnete Irans jüngste Antwort als „ein Stück Müll“. In der Folge wurde die Schifffahrt in der Straße von Hormus praktisch lahmgelegt, und die Ölpreise sind weiter in die Höhe geschossen.

Als Reaktion auf den US‑Vorschlag forderte Iran die Aufhebung der Seeblockade und eine Lockerung der Sanktionen, während es zugleich die Kontrolle über die Durchfahrt durch die Meerenge behalten wollte. Infolgedessen ist Brent um rund 2 % gestiegen, und es ist bereits die Rede davon, dass der Preis die Marke von 106 US‑Dollar pro Barrel überschreiten könnte.

Dies hat auch die Inflationssorgen erneut angefacht: Die Renditen 10‑jähriger US‑Staatsanleihen sind um etwa 2 Basispunkte auf rund 4,43 % gestiegen. Trump erklärte, dass eine neue Militäroperation noch nicht beschlossen sei und die Diplomatie weiterhin eine Option bleibe, doch Teheran scheint nicht zu Zugeständnissen bereit zu sein – die Iraner halten die Kontrolle über die Meerenge aufrecht und greifen weiterhin in unregelmäßigen Abständen amerikanische Ziele an.

All dies bestätigt das völlige Scheitern sämtlicher Versuche, diesen langwierigen Konflikt zu beenden. Dieser Krieg, der die globale Energiekrise geprägt hat, schafft politische Risiken für Trump und die gesamte Republikanische Partei.

Teheran und Washington werden sich nicht einig – wir zahlen dafür mit Öl

Um den Druck auf amerikanische Autofahrer zu verringern, hat Trump beschlossen, die Benzinsteuer auszusetzen. Auch wenn dies vernünftig erscheint, wird eine so weitreichende Maßnahme den US-Haushalt jeden Monat Milliarden von Dollar kosten. In der Zwischenzeit hat das Energieministerium 53,3 Millionen Barrel aus den strategischen Reserven freigegeben, unter anderem über Trader und unter Einbeziehung des Raffinerieunternehmens Marathon Petroleum.

Das Wall Street Journal berichtete unter Berufung auf ungenannte Quellen, dass die VAE angeblich im vergangenen Monat Angriffe auf den Iran durchgeführt haben. Das US-Finanzministerium hat zudem Sanktionen gegen ein Dutzend Unternehmen und Einzelpersonen verhängt, die mit dem Verkauf von iranischem Öl nach China in Verbindung stehen. Unternehmen aus Hongkong, den VAE und Oman wurden in diese Sanktionslisten aufgenommen.

Es ist absehbar, dass einer der Tagesordnungspunkte der anstehenden Verhandlungen zwischen Trump und Xi Jinping am Ende dieser Woche der Iran sein wird. Berichten zufolge wollen die Staats- und Regierungschefs beider Länder über die Gelder sprechen, die China aus Teheran erhält, sowie über mögliche Waffenexporte. Dies ist ein äußerst sensibles Thema, weshalb das Treffen sehr aufmerksam verfolgt werden wird.

Der CEO von Saudi Aramco, Amin Nasser, erklärte, dass die globalen Märkte aufgrund der Schließung der Straße von Hormus wöchentlich rund 100 Millionen Barrel verlieren. Analysten von Saxo Bank weisen darauf hin, dass sich der Ölmarkt weiter verknappt: Die Chancen auf eine schnelle Wiederherstellung der Passage durch die Meerenge schwinden.

Der Markt richtet seinen Blick zudem auf die Berichte von EIA, IEA und OPEC, die in den kommenden Tagen veröffentlicht werden und das Bild von Angebot und Nachfrage endgültig klären sollen.

Analyst InstaForex
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