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FX.co ★ Die Stärke des Dollars hält den Druck auf Gold aufrecht, während XAU/USD unter 4.500 $ bleibt

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Analysen:::2026-05-20T07:39:34

Die Stärke des Dollars hält den Druck auf Gold aufrecht, während XAU/USD unter 4.500 $ bleibt

Die Stärke des Dollars hält den Druck auf Gold aufrecht, während XAU/USD unter 4.500 $ bleibt

Im frühen europäischen Handel am Mittwoch blieb XAU/USD im Tagesverlauf schwächer und notierte unter der psychologisch wichtigen Marke von 4.500 $ – dem niedrigsten Stand seit dem 30. März.

Die Stärke des Dollars hält den Druck auf Gold aufrecht, während XAU/USD unter 4.500 $ bleibt

Marktteilnehmer bleiben skeptisch in Bezug auf die Aussichten für ein Friedensabkommen zwischen den Vereinigten Staaten und Iran. Diese Skepsis, zusammen mit Inflationsrisiken und der Erwartung weiterer geldpolitischer Straffungsmaßnahmen durch die Federal Reserve, stützt die Nachfrage nach dem Dollar, der nahe einem Sechs-Wochen-Hoch notiert und den Preis des Edelmetalls belastet.

Am Dienstag warnte Präsident Donald Trump, Washington müsse möglicherweise wieder zu militärischen Maßnahmen gegen Iran greifen, falls die Gespräche scheiterten. Er bemerkte, er habe kurz davor gestanden, einen Angriff zu autorisieren, die Entscheidung jedoch nach Appellen von Führern dreier Golfstaaten verschoben. Vizepräsident J.D. Vance meldete unterdessen erhebliche Fortschritte in den Verhandlungen und betonte, dass keine der beiden Seiten einen erneuten Konflikt wolle. Angesichts tiefgreifender Meinungsverschiedenheiten über Irans Atomprogramm, die Kontrolle der Straße von Hormus und Sicherheitsgarantien bestehen jedoch weiterhin erhebliche Zweifel an den Aussichten auf eine diplomatische Einigung. Diese Spannungen stützen den Status des Dollars als Reserveanlage und üben einen gegenläufigen Druck auf Gold aus.

Die Stärke des Dollars hält den Druck auf Gold aufrecht, während XAU/USD unter 4.500 $ bleibt

Anhaltende Unsicherheit über die Beziehungen zwischen den USA und dem Iran hat die Ölpreise ebenfalls erhöht, die sich in der Nähe von Einmonatshochs halten. Dies verstärkt wiederum die Inflationserwartungen und erhöht die Wahrscheinlichkeit weiterer Straffungsschritte durch die Fed.

Dem FedWatch-Tool der CME Group zufolge räumen Marktteilnehmer einer Anhebung des Fed Funds Rate um mindestens 25 Basispunkte im Jahr 2026 eine Wahrscheinlichkeit von mehr als 55 % ein. Diese Wahrscheinlichkeiten wurden durch Äußerungen der Präsidentin der Philadelphia Fed, Anna Polson, untermauert, die sagte, eine Zinserhöhung sei möglich, falls das Wirtschaftswachstum über sein Potenzial anziehe oder sich der Inflationsdruck verstärke.

Steigende Renditen von US-Staatsanleihen stützen den Dollar zusätzlich und schaffen ein negatives Umfeld für Gold, einen Vermögenswert, der keine Zinsen abwirft. Dollar-Käufer agieren dennoch vorsichtig im Vorfeld der Veröffentlichung des FOMC-Protokolls spät in der nordamerikanischen Sitzung, das von Marktteilnehmern aufmerksam auf klarere Signale zum weiteren geldpolitischen Kurs hin geprüft werden dürfte. Dieser Faktor wird zusammen mit den Entwicklungen im Nahen Osten voraussichtlich die kurzfristige Richtung an den Edelmetallmärkten vorgeben.

Insgesamt bleibt das fundamentale Umfeld für den Dollar unterstützend und deutet auf ein überwiegend negatives Szenario für Gold hin. Etwaige technische Erholungsbewegungen im XAU/USD dürften auf aktives Verkaufsinteresse stoßen und könnten im Umfang begrenzt bleiben.

Aus technischer Sicht würde ein nachhaltiger Schlusskurs unter 4.500 US-Dollar das bärische Szenario untermauern und weiteres Abwärtspotenzial signalisieren. Auch die Momentum-Indikatoren deuten auf Schwäche hin: Der Relative-Stärke-Index (RSI) befindet sich im negativen Bereich, und der MACD liegt weiterhin unter null, was nachlassende Aufwärtsdynamik anzeigt. Der Kurs findet nach wie vor eine wesentliche Unterstützung in der Nähe der langfristigen Trendlinie, die durch den 200-Tage-Simple-Moving-Average (SMA) bei rund 4.365 US-Dollar repräsentiert wird. Ein klarer Durchbruch unter dieses Niveau würde den Weg für eine tiefere Korrektur ebnen, während ein Halten darüber das Potenzial für eine Wiederaufnahme des langfristigen Aufwärtstrends trotz der aktuellen Schwäche bewahren würde.

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Analyst InstaForex
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