Analyse von GBP/USD 5M:

Das Währungspaar GBP/USD setzte am Montag seine verhaltene Aufwärtsbewegung fort und durchbrach dabei die wichtige Senkou-Span-B-Linie. Damit ist das britische Pfund einem Aufwärtstrend einen Schritt näher gekommen. Es lässt sich nicht sagen, dass am Montag irgendwelche konkreten Nachrichten das Pfund gestützt hätten; vielmehr setzte sich die Erholung nach dem Einbruch vor zwei Wochen fort. Der Markt reagierte zwar auf Trumps optimistische Äußerungen in der vergangenen Woche, gleichzeitig zeigte der Euro jedoch praktisch kein Wachstum. Daher neigen wir dazu, die Entwicklung des Pfunds als eine korrigierende Erholung nach einem ungerechtfertigten Rückgang zu betrachten.
Aus technischer Sicht hat sich im Stundenchart ein neuer Aufwärtstrend zu formen begonnen. Der Kurs hat die Senkou-Span-B-Linie überwunden, und eine neue, überzeugende Aufwärtstrendlinie hat sich herausgebildet. Ohne geopolitische Unterstützung wird es für die britische Währung schwierig sein, ihr Wachstum langfristig aufrechtzuerhalten, und der Markt ignoriert weiterhin makroökonomische und fundamentale Faktoren. Daher wird der Markt erneut auf eine Klärung warten: Entweder wird eine vorläufige Vereinbarung unterzeichnet, oder die Verhandlungen scheitern. Im ersten Fall ist mit einem weiteren Anstieg des Währungspaars zu rechnen, im zweiten Fall mit einem Rückgang.
Im 5-Minuten-Chart wurde am Montag ein Kaufsignal generiert. Das Paar durchbrach den Bereich von 1,3465–1,3480, wodurch Trader Long-Positionen eröffnen konnten. Bis zum Tagesende war das britische Pfund um 15 Pips gestiegen, doch die Aufwärtsbewegung könnte sich fortsetzen. Daher kann der Stop-Loss auf den Break-even nachgezogen werden, während auf höhere Gewinne gewartet wird. Die Volatilität war in den letzten Tagen relativ gering.
Analyse von GBP/USD im 4-Stunden-Chart:

Auf dem 4‑Stunden‑Chart innerhalb des ICT-Trading-Systems hat das Pfund vermutlich begonnen, einen Aufwärtstrend auszubilden, jedoch wurde die Struktur noch nicht gebrochen, da die CHOCH-Linie weiterhin ganz am Anfang der vorherigen Bewegung liegt. Am vergangenen Freitag reagierte der Kurs auf ein „bullishes“ FVG im Bereich von 1,3407–1,3430 und bildete heute ein weiteres bullishes FVG im Bereich von 1,3453–1,3472, was eine Reaktion auslöste und den Kurs erneut nach oben trieb. Damit hatten Trader zwei Gelegenheiten, Long-Positionen zu eröffnen. Wie wir sehen, sind beide Trades derzeit profitabel.
Analyse von GBP/USD im 1‑Stunden‑Chart:

Im Stunden-Chart hat das Währungspaar GBP/USD einen neuen Aufwärtstrend begonnen. Das makroökonomische und fundamentale Umfeld hat weiterhin nur geringen Einfluss auf die Kursbewegungen, während die Geopolitik regelmäßig Kursausschläge in beide Richtungen provoziert. Wir gehen nicht davon aus, dass der Dollar ohne eine tatsächliche Eskalation des Konflikts im Nahen Osten eine starke Aufwertung zeigen kann. Die US-Währung kann lediglich auf ein Scheitern der Verhandlungen zwischen Iran und den USA und eine leichte Aufwertung in diesem Zusammenhang spekulieren.
Für den 26. Mai heben wir die folgenden wichtigen Handelsniveaus hervor: 1,3096–1,3115, 1,3179–1,3187, 1,3369–1,3377, 1,3465–1,3480, 1,3588, 1,3671–1,3681, 1,3751–1,3763. Die Linien von Senkou Span B (1,3477) und Kijun-sen (1,3439) können ebenfalls als Signalquellen dienen. Es wird empfohlen, den Stop Loss auf Break-even nachzuziehen, sobald sich der Kurs 20 Pips in die richtige Richtung bewegt hat. Die Linien des Ichimoku-Indikators können sich im Tagesverlauf verschieben, was bei der Bestimmung von Handelssignalen berücksichtigt werden sollte.
Am Dienstag stehen in Großbritannien und den USA erneut keine wichtigen Ereignisse auf dem Kalender, sodass sich die Aufmerksamkeit weiterhin auf die Geopolitik richtet. Trumps Aussagen über die Abstimmung eines Memorandums mit Iran wurden von Teheran nicht bestätigt, weshalb sich der Markt mit Dollarverkäufen zurückhält. Außerdem liegen keine Informationen zu den Zeitrahmen für die Unterzeichnung des Abkommens vor.
Handelsempfehlungen:
Heute können Händler Short-Positionen mit Ziel 1,3369–1,3377 eröffnen, falls sich das Paar unterhalb der neuen Trendlinie festigt. Long-Positionen bleiben nach einem Durchbruch des Bereichs 1,3465–1,3480 mit Ziel 1,3588 relevant. Long-Positionen im 4-Stunden-Chart bleiben nach den Kaufsignalen im Bereich 1,3407–1,3430 am Freitag und dem Kaufsignal im Bereich 1,3453–1,3472 am Montag weiterhin gültig.
Erläuterungen zu den Abbildungen:
Kursunterstützungs- und -widerstandsniveaus – dicke rote Linien, an denen die Bewegung enden kann. Sie sind keine Quellen für Handelssignale.
Kijun-sen- und Senkou-Span-B-Linien – Linien des Ichimoku-Indikators, die aus dem 4-Stunden-Chart in den Stunden-Chart übertragen wurden. Es handelt sich um starke Linien.
Extremniveaus – dünne rote Linien, von denen der Kurs zuvor abgeprallt ist. Sie sind Quellen für Handelssignale.
Gelbe Linien – Trendlinien, Trendkanäle und andere technische Formationen.
CHOCH – Bruch der Trendstruktur.
Liquidity – Liquidität, Stop-Loss- und Pending-Orders, die Market Maker zur Etablierung ihrer Positionen nutzen.
FVG – Bereich der Preisineffizienz. Der Kurs durchläuft solche Bereiche sehr schnell, was auf die vollständige Abwesenheit einer Marktseite hindeutet. Anschließend neigt der Kurs dazu, in diese Bereiche zurückzukehren und von dort aus zu reagieren, wobei der Haupttrend fortgesetzt wird.
IFVG – invertierter Bereich der Preisineffizienz. Nach einer Rückkehr in einen solchen Bereich reagiert der Kurs nicht darauf, sondern durchbricht ihn impulsiv und testet ihn anschließend von der anderen Seite.
OB – Order Block. Eine Kerze, in der der Market Maker eine Position eröffnet hat, um Liquidität abzuschöpfen und eine eigene Position in die entgegengesetzte Richtung aufzubauen.