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FX.co ★ EUR/USD Analyse – 26. Mai: Marktaktivität bleibt äußerst schwach

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Analysen:::2026-05-26T17:59:35

EUR/USD Analyse – 26. Mai: Marktaktivität bleibt äußerst schwach

Das Wellenmuster im 4-Stunden-Chart für EUR/USD hat sich etwas verändert. Es gibt weiterhin keine Anzeichen dafür, dass das Aufwärtstrendsegment (im unteren Chart dargestellt), das im Januar vergangenen Jahres begonnen hat, aufgehoben wurde. Die Trendstruktur hat jedoch inzwischen einen korrektiven Charakter angenommen.

Aus langfristiger Sicht können wir mit der Ausbildung der Welle C rechnen, deren Tief unter dem Tief von Welle A liegen sollte. Momentan fällt es schwer, an einen derart starken Rückgang des Euro zu glauben, doch das erste Quartal 2026 hat gezeigt, dass Geopolitik wahre Wunder vollbringen und Trends vollständig umkehren kann.

Auf dem kleineren Zeitrahmen kann ich eine klassische dreiwellige Aufwärtskorrektur erkennen. Nach Abschluss dieser Struktur begann sich ein neues Abwärtstrendsegment auszubilden, das logischerweise impulsiv sein sollte. Trifft diese Annahme zu, ist mit der Entwicklung einer fünfwelligen Struktur im Rahmen der Welle C höheren Grades zu rechnen, mit Zielen unterhalb der Marke von 1,1400.

Gibt es fundamentale Gründe, eine derart starke Dollarstärke zu erwarten? Meiner Ansicht nach nein – zumindest derzeit nicht. Die vergangene Woche hat gezeigt, dass Teheran und Washington ihre Verhandlungen fortsetzen, die theoretisch positiv enden könnten. Solange diese Chance besteht, wird es dem Dollar schwerfallen, seine Aufwertung fortzusetzen.

Das Währungspaar EUR/USD bewegte sich während der Handelssitzung am Dienstag kaum; die Volatilität lag bis zum Beginn der US-Sitzung unter 10 Punkten. Natürlich kann sich das Instrument bis zum Tagesende noch nach oben oder unten bewegen, aber bereits den zweiten Tag in Folge beobachten wir extrem schwache Marktbewegungen, obwohl es nicht an Nachrichten mangelt.

So wurde heute beispielsweise bekannt, dass die U.S. Navy iranische Raketenabschussrampen und Boote angegriffen hat und damit erneut den vor über einem Monat vereinbarten Waffenstillstand verletzt hat. Zur Erinnerung: Dies ist bei Weitem nicht die erste Verletzung des Waffenstillstands – weder durch Iran noch durch die Vereinigten Staaten. Wie in früheren Fällen könnte die Reaktion zurückhaltend bleiben, um eine Wiederaufnahme des Krieges zu vermeiden.

Die amerikanische Seite erklärte, iranische Boote hätten im Golf von Hormus Minen verlegt und dadurch die U.S. Navy zu Luftschlägen gezwungen. Wie bereits erwähnt, reagierte der Markt auf diese Nachricht überhaupt nicht.

Ebenfalls ohne Reaktion blieb die heutige Rede von Isabel Schnabel, die offen erklärte, dass im Juni eine restriktivere Geldpolitik notwendig sein werde (auf beide Ereignisse gehen wir in gesonderten Analysen näher ein). Obwohl die EZB im nächsten Monat möglicherweise die einzige große Zentralbank sein wird, die die Zinsen anhebt, erhielt der Euro daraus keinerlei Unterstützung.

In der vergangenen Woche stieg sogar das Britische Pfund deutlich stärker, obwohl die Bank of England ihre Zinsen im Juni angesichts der in Großbritannien auf 2,8 % gesunkenen Inflation wohl kaum anheben wird.

Das Fazit? Der Markt ist völlig leblos und reagiert kaum noch auf irgendetwas.

Allgemeine Schlussfolgerungen

Auf Basis meiner EUR/USD-Analyse komme ich zu dem Schluss, dass sich das Instrument weiterhin in einem Aufwärtstrendsegment (unterer Chart) befindet, während es kurzfristig innerhalb einer korrektiven Struktur verläuft. Die korrektive a-b-c-Wellenstruktur scheint abgeschlossen zu sein.

Daher entwickelt sich derzeit Welle 3 oder Welle c weiter, möglicherweise als Teil der Welle C. Die gesamte Welle C (sofern die aktuelle Zählung korrekt ist) könnte weit unterhalb des Niveaus von 1,1400 enden. Ein solches Szenario würde jedoch starke geopolitische Unterstützung erfordern. Andernfalls könnte die Abwärtsstruktur lediglich die Form einer einfachen a-b-c-Korrektur annehmen und in der Nähe von 1,1578 auslaufen.

Auf dem höheren Zeitrahmen bleibt ein Aufwärtstrendsegment erkennbar, an das sich eine korrektive Wellenstruktur anschließt. In naher Zukunft ist mit der Ausbildung der Welle C zu rechnen, mit Zielen im Bereich von 1,1352, was dem 38,2%-Fibonacci-Retracement entspricht. Nach Abschluss der A-B-C-Struktur könnte ein neuer langfristiger Aufwärtstrend beginnen.

Grundprinzipien meiner Analyse

  1. Wellenstrukturen sollten einfach und gut nachvollziehbar sein. Komplexe Strukturen sind schwer handelbar und verändern sich häufig unerwartet.
  2. Wenn keine Klarheit über das Marktgeschehen besteht, ist es besser, dem Markt fernzubleiben.
  3. Es kann niemals vollständige Sicherheit über die Marktrichtung geben. Verwenden Sie daher stets schützende Stop-Loss-Orders.
  4. Wellenanalyse lässt sich mit anderen Analyseformen und Handelsstrategien kombinieren.

Analyst InstaForex
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