Rückblick auf die Trades und Trading-Tipps für die europäische Währung
Aufgrund der geringen Marktvolatilität hat der Kurs in der ersten Tageshälfte die von mir markierten Niveaus nicht erreicht.
Überraschenderweise reagierte der Euro nicht auf den heutigen ECB Financial Stability Review für Mai 2026, obwohl der Bericht eindeutig negative Schlussfolgerungen enthielt: Risiken für die Finanzstabilität der Eurozone und einen wirtschaftlichen Schock infolge des Konflikts im Nahen Osten. Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten sowie die daraus resultierenden Störungen in der Energieversorgung und der zunehmende Inflationsdruck prägen schon seit Langem das wirtschaftliche Umfeld in Europa. In den vergangenen Wochen haben sich die Trader jedoch an das hohe Maß an Unsicherheit gewöhnt und sich bereits an die neuen Rahmenbedingungen angepasst.
Vor uns liegen die Veröffentlichung des Richmond Fed Manufacturing Index sowie die Reden der FOMC-Mitglieder Lorie K. Logan und Lisa D. Cook. Die Daten des Richmond Fed Manufacturing Index, der die Aktivität im verarbeitenden Gewerbe einer der wichtigsten Regionen der Vereinigten Staaten widerspiegelt, dienen als wichtiger Indikator für den Zustand der US‑Wirtschaft. Fällt der Index besser aus als erwartet, könnte dies auf eine weitere Stärkung des US‑Dollars hindeuten, da eine höhere Industrieaktivität häufig mit verbesserten Wachstumsaussichten einhergeht und damit die Wahrscheinlichkeit einer strafferen Geldpolitik erhöht.
Die Reden der FOMC-Mitglieder Lorie K. Logan und Lisa D. Cook werden dem Markt wertvolle Hinweise zur aktuellen und zukünftigen Ausrichtung der Geldpolitik der Federal Reserve liefern. Investoren werden jede Andeutung von Zinserhöhungen oder einer Fortsetzung des restriktiven Kurses genau verfolgen.
Für die Intraday-Strategie werde ich mich in erster Linie auf die Umsetzung der Szenarien Nr. 1 und Nr. 2 stützen.

Kaufsignal
Szenario Nr. 1
Heute ist ein Kauf des Euro möglich, sobald das Kursniveau von 1,1650 (grüne Linie im Chart) erreicht wird, mit einem Ziel bei 1,1678. Bei 1,1678 plane ich, den Markt zu verlassen und außerdem Euro in die Gegenrichtung zu verkaufen, in Erwartung einer Bewegung von 30–35 Punkten vom Einstiegsniveau. Mit einem Anstieg des Euro ist heute nur nach starken Konjunkturdaten zu rechnen.
Wichtig! Vergewissern Sie sich vor einem Kauf, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und gerade erst beginnt, sich von dieser nach oben zu bewegen.
Szenario Nr. 2
Ich plane außerdem, den Euro heute zu kaufen, falls es zu zwei aufeinanderfolgenden Tests des Kursniveaus von 1,1633 kommt, während sich der MACD-Indikator in der überverkauften Zone befindet. Dies begrenzt das Abwärtspotenzial des Währungspaares und führt zu einer Aufwärtskorrektur am Markt. Danach kann mit einem Anstieg in Richtung der gegenüberliegenden Marken von 1,1650 und 1,1678 gerechnet werden.
Verkaufssignal
Szenario Nr. 1
Ich plane, den Euro zu verkaufen, nachdem der Kurs das Niveau von 1,1633 (rote Linie im Chart) erreicht hat. Das Ziel liegt bei 1,1601, wo ich plane, den Markt zu verlassen und sofort in die Gegenrichtung zu kaufen (in Erwartung einer Bewegung von 20–25 Punkten in die entgegengesetzte Richtung vom Niveau aus). Der Druck auf das Paar kehrt heute im Falle gescheiterter Verhandlungen zurück.
Wichtig! Vergewissern Sie sich vor einem Verkauf, dass der MACD-Indikator unter der Nulllinie liegt und gerade erst beginnt, sich von dieser nach unten zu bewegen.
Szenario Nr. 2
Ich plane außerdem, den Euro heute zu verkaufen, falls es zu zwei aufeinanderfolgenden Tests des Kursniveaus von 1,1650 kommt, während sich der MACD-Indikator in der überkauften Zone befindet. Dies begrenzt das Aufwärtspotenzial des Währungspaares und führt zu einer Abwärtskorrektur am Markt. Danach kann mit einem Rückgang in Richtung der gegenüberliegenden Marken von 1,1633 und 1,1601 gerechnet werden.
Was im Chart dargestellt ist
- Dünne grüne Linie – der Einstiegskurs, zu dem das Handelsinstrument gekauft werden kann;
- Dicke grüne Linie – der Zielkurs, an dem Take-Profit-Orders platziert oder Gewinne manuell realisiert werden können, da ein weiterer Anstieg über dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;
- Dünne rote Linie – der Einstiegskurs, zu dem das Handelsinstrument verkauft werden kann;
- Dicke rote Linie – der Zielkurs, an dem Take-Profit-Orders platziert oder Gewinne manuell realisiert werden können, da ein weiterer Rückgang unter dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;
- MACD-Indikator. Beim Markteintritt ist es wichtig, auf überkaufte und überverkaufte Zonen zu achten.
Wichtig
Anfänger im Forex-Handel sollten Entscheidungen zum Markteintritt mit größter Vorsicht treffen. Vor der Veröffentlichung wichtiger fundamentaler Daten ist es am besten, dem Markt fernzubleiben, um starke Kursschwankungen zu vermeiden. Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, platzieren Sie immer Stop-Loss-Orders, um Verluste zu begrenzen. Ohne Stop-Loss-Orders können Sie Ihr gesamtes Guthaben sehr schnell verlieren, insbesondere wenn Sie kein vernünftiges Money-Management anwenden und mit großen Volumina handeln.
Und denken Sie daran: Erfolgreicher Handel erfordert einen klaren Trading-Plan wie den oben dargestellten. Spontane Handelsentscheidungen, die allein auf der aktuellen Marktsituation beruhen, sind für einen Intraday-Händler von vornherein eine verlustreiche Strategie.