Handelsrückblick und Trading-Tipps für den Euro
Der Test der Marke von 1,1643 erfolgte zu einem Zeitpunkt, als der MACD-Indikator gerade begonnen hatte, unter die Nulllinie zu fallen und damit einen gültigen Einstiegspunkt für Short-Positionen im Euro bestätigte. Allerdings gelang es dem Währungspaar nicht, eine nennenswerte Abwärtsbewegung zu entwickeln.
Den jüngsten Daten zufolge ist der Verbraucherpreisindex (CPI) in der Eurozone im Mai auf 3,2 % gestiegen und entsprach damit exakt den Prognosen der Ökonomen. Dass die tatsächlichen Daten die Erwartungen erfüllt haben, zeigt, dass das aktuelle wirtschaftliche Umfeld weitgehend berechenbar bleibt. Dies verschafft der Europäischen Zentralbank jedoch keine größere Sicherheit in Bezug auf ihren derzeitigen geldpolitischen Kurs, da immer deutlicher wird, dass Anpassungen der Geldpolitik nötig sind – möglicherweise schon auf der nächsten Sitzung.
Vor Beginn der US-Sitzung richten Marktteilnehmer ihre Aufmerksamkeit auf wichtige US-Makrodaten, die die Entwicklung des Dollars beeinflussen könnten. Im Mittelpunkt steht der JOLTS-Bericht (Job Openings and Labor Turnover Survey) des US Bureau of Labor Statistics. Dieser Indikator, der die Lage am Arbeitsmarkt widerspiegelt, dient als Barometer der wirtschaftlichen Aktivität und kann Hinweise auf künftige Konjunkturtrends liefern. Außerdem wird der RCM/TIPP Economic Optimism Index veröffentlicht. Auf Basis von Verbraucherumfragen bietet dieser Indikator Einblicke in die Wahrnehmung der aktuellen und zukünftigen Wirtschaftslage. Eine Verbesserung des Index könnte auf einen Anstieg des Verbrauchervertrauens hindeuten – etwas, das der US-Wirtschaft zuletzt angesichts des starken Inflationsanstiegs gefehlt hat.
Für den Intraday-Handel werde ich mich in erster Linie auf die Umsetzung der Szenarien Nr. 1 und Nr. 2 stützen.

Kaufsignal
Szenario Nr. 1: Heute können Kaufgelegenheiten für den Euro im Bereich von 1,1653 (grüne Linie im Chart) in Betracht gezogen werden, mit einem Kursziel bei 1,1705. Bei 1,1705 plane ich, Long-Positionen zu schließen und erwäge, Short-Positionen in Gegenrichtung zu eröffnen, mit einem Ziel von 30–35 Punkten Bewegung vom Einstiegspunkt. Weitere Zugewinne des Euro sind heute nur zu erwarten, wenn positive Nachrichten den Markt unterstützen.
Wichtig: Vor einem Kauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und gerade beginnt, weiter zu steigen.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, den Euro zu kaufen, wenn der Kurs das Niveau von 1,1636 zweimal hintereinander testet, während sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Dies würde das Abwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und eine bullische Umkehr auslösen. In diesem Fall ist eine Bewegung in Richtung 1,1653 und 1,1705 zu erwarten.
Verkaufssignal
Szenario Nr. 1: Ich plane, den Euro zu verkaufen, nachdem das Paar das Niveau von 1,1636 (rote Linie im Chart) erreicht hat. Das Kursziel liegt bei 1,1594, wo ich Short-Positionen schließen und umgehend in Erwägung ziehen möchte, Long-Positionen zu eröffnen, mit dem Ziel einer Gegenbewegung von 20–25 Punkten. Der Druck auf das Paar dürfte heute zurückkehren, falls starke US-Konjunkturdaten veröffentlicht werden.
Wichtig: Vor einem Verkauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator unter der Nulllinie liegt und gerade beginnt, weiter zu fallen.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, den Euro zu verkaufen, wenn der Kurs das Niveau von 1,1653 zweimal hintereinander testet, während sich der MACD-Indikator im überkauften Bereich befindet. Dies würde das Aufwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und eine bärische Umkehr auslösen. In diesem Fall ist ein Rückgang in Richtung 1,1636 und 1,1594 zu erwarten.

Erklärung der Chartmarkierungen
- Dünne grüne Linie – empfohlener Einstiegskurs für Long-Positionen;
- Breite grüne Linie – geschätztes Take-Profit-Niveau bzw. eine Zone, in der Gewinne manuell gesichert werden können, da ein weiterer Anstieg über dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;
- Dünne rote Linie – empfohlener Einstiegskurs für Short-Positionen;
- Breite rote Linie – geschätztes Take-Profit-Niveau bzw. eine Zone, in der Gewinne manuell gesichert werden können, da ein weiterer Rückgang unter dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;
- MACD-Indikator – beim Markteintritt ist es wichtig, überkaufte und überverkaufte Marktsituationen zu berücksichtigen.
Wichtig: Unerfahrene Forex-Trader sollten bei Entscheidungen zum Markteintritt besonders vorsichtig sein. Im Allgemeinen ist es ratsam, sich vor wichtigen fundamentalen Veröffentlichungen aus dem Markt herauszuhalten, um starke Kursschwankungen zu vermeiden. Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, setzen Sie immer Stop-Loss-Orders, um potenzielle Verluste zu begrenzen. Ohne Stop-Loss-Schutz können Sie Ihr gesamtes Handelskapital sehr schnell verlieren, insbesondere wenn Sie mit großen Positionsgrößen ohne angemessenes Risikomanagement handeln.
Denken Sie daran, dass erfolgreiches Trading einen klaren Handelsplan erfordert, wie den oben beschriebenen. Spontane Handelsentscheidungen, die ausschließlich auf der aktuellen Marktsituation basieren, führen im Intraday-Handel in der Regel zu Verlusten.