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FX.co ★ EUR/USD – Smart-Money-Analyse: Inflation im Euroraum entspricht den Erwartungen

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Analysen:::2026-06-02T18:15:35

EUR/USD – Smart-Money-Analyse: Inflation im Euroraum entspricht den Erwartungen

EUR/USD – Smart-Money-Analyse: Inflation im Euroraum entspricht den Erwartungen

Zum zweiten Mal in Folge versucht EUR/USD, zugunsten des Euro zu drehen und seine Aufwärtsbewegung im Einklang mit dem aus Imbalance 13 stammenden Aufwärtstrend wieder aufzunehmen. Inzwischen lässt sich jedoch sagen, dass den Bullen die nötige Kraft für einen neuen Vorstoß fehlt. Das technische Bild zeigt klar, dass die Reaktion auf die bullische Imbalance schwach und wenig überzeugend ausfiel, während die Reaktion auf Bearish Imbalance 15 präzise und klar definiert war.

Daher halte ich die Wahrscheinlichkeit eines neuen bärischen Angriffs in dieser Woche für deutlich höher als die eines erneuten bullischen Aufbäumens. Die Bullen hatten die Gelegenheit, die Kontrolle zu übernehmen, haben sie jedoch nicht genutzt.

Heute wurde in der Eurozone ein wichtiger Inflationsbericht für Mai veröffentlicht, der die Erwartungen der Trader vollständig bestätigt hat. Ob die Werte mit den Prognosen übereinstimmen, ist jedoch nicht der entscheidende Punkt. Die erneute Beschleunigung der Verbraucherpreise verschafft der Europäischen Zentralbank die Möglichkeit, auf ihrer nächsten Sitzung die Geldpolitik zu straffen. Logischerweise hätten die Bullen heute einen neuen Aufwärtsschub starten müssen, da die Federal Reserve im Juni mit hoher Wahrscheinlichkeit andere Themen im Fokus hat als Zinserhöhungen.

Dennoch werden Kursverlauf und Marktstimmung vor allem von den geopolitischen Entwicklungen abhängen. Sollten Teheran und Washington letztlich ein Memorandum of Understanding unterzeichnen, die Waffenruhe verlängern und bei den Nuklearverhandlungen Fortschritte erzielen, dürfte es den Bullen deutlich leichter fallen, die Kontrolle zurückzugewinnen, und sowohl der Euro als auch das Pfund könnten ihre Aufwärtstrends wieder aufnehmen.

Das Problem ist, dass die Wahrscheinlichkeit eines derart optimistischen Szenarios mit jedem Tag zu sinken scheint.

Unter den aktuellen Rahmenbedingungen können Trader nur auf eine Reaktion aus Imbalance 13 – dem letzten bullischen Muster innerhalb des laufenden bullischen Impulses – oder auf dessen Ungültigwerden warten. Wird der jüngste Rückgang als korrektiver Rücksetzer interpretiert, könnte er plausibel innerhalb von Imbalance 13 enden. Ohne geopolitische Unterstützung werden die Bullen jedoch kaum in der Lage sein, einen nennenswerten Aufwärtsimpuls zu starten – genau das hat der Markt in den vergangenen zwei Wochen gezeigt.

Wird die aktuelle Bewegung hingegen als Beginn eines neuen Bärenmarktes gewertet, sollten Trader mit einem Scheitern der Verhandlungen und einer erneuten Eskalation des Konflikts rechnen. In diesem Fall liegt innerhalb von Bearish Imbalance 15 bereits ein Verkaufssignal vor.

Es sei noch einmal betont, dass nahezu die gesamte Stärke des US-Dollar zwischen Januar und März durch geopolitische Entwicklungen getrieben wurde. Sobald sich die USA und Iran auf eine Waffenruhe geeinigt hatten, zogen sich die Bären umgehend zurück, und die Bullen dominierten mehr als einen Monat lang das Handelsgeschehen.

Derzeit nimmt die Wahrscheinlichkeit einer Einigung erneut ab. Der Markt steht Berichten über eine unmittelbar bevorstehende Konfliktlösung oder ein Abkommen zwischen Iran und den Vereinigten Staaten weiterhin ausgesprochen skeptisch gegenüber. Genauer gesagt wird ein Abkommen vermutlich irgendwann unterzeichnet werden. Doch „irgendwann“ ist kein ausreichender Zeithorizont, um eine kräftige Aufwärtsbewegung in EUR/USD zu tragen.

Das übergeordnete technische Bild bleibt relativ klar. Der Aufwärtstrend ist weiterhin intakt, doch ihm fehlt dringend Unterstützung. Idealerweise sollte diese Unterstützung aus der Geopolitik kommen – in Form eines Rahmenabkommens zwischen Iran und den Vereinigten Staaten, gefolgt von fortgesetzten Verhandlungen über das iranische Atomprogramm.

Ohne einen positiven Nachrichtenhintergrund erscheint eine erneute, nachhaltige Rallye des Euro eher unwahrscheinlich.

Das wirtschaftliche Umfeld am Dienstag spielte den Bullen in die Karten. Wie bereits erwähnt, hat der Inflationsbericht für Mai die Erwartungen zwar nicht übertroffen – was den Euro zusätzlich gestützt hätte –, aber dennoch eine Beschleunigung des Preisanstiegs bestätigt. Infolgedessen dürfte die EZB nun weniger Zweifel an einer weiteren Straffung der Geldpolitik haben.

Es scheint allerdings, dass die heutige Kaufaktivität eher durch Trumps jüngste Aussagen als durch die Inflationsdaten selbst ausgelöst wurde.

Für 2026 gibt es nach wie vor zahlreiche Argumente für eine anhaltende Aktivität der Bullen, und der Ausbruch des Konflikts im Nahen Osten hat diese nicht wesentlich geschmälert. Strukturell und fundamental haben sich Trumps Politikansätze – die im vergangenen Jahr zu einem deutlichen Rückgang des Dollar beigetragen haben – nicht verändert.

In den kommenden Monaten könnte der US-Dollar phasenweise an Stärke gewinnen, wenn Anleger vermehrt sichere Häfen suchen. Dieser Faktor setzt jedoch eine kontinuierliche Eskalation im Nahen Osten voraus, um wirksam zu bleiben. Ich gehe weiterhin nicht von einem nachhaltigen Bärenmarkt bei EUR/USD aus. Der Dollar erhält derzeit nur temporäre Unterstützung durch die Marktstimmung – doch was könnte den Bären erlauben, den Druck langfristig aufrechtzuerhalten?

Wirtschaftskalender für die Vereinigten Staaten und die Eurozone

  • Deutschland – Services PMI (07:55 UTC).
  • Eurozone – Services PMI (08:00 UTC).
  • Vereinigte Staaten – ADP Employment Change (12:15 UTC).
  • Vereinigte Staaten – ISM Services PMI (14:00 UTC).

Der Wirtschaftskalender vom 3. Juni umfasst vier Veröffentlichungen, wobei die US-Daten im Vordergrund stehen. Die Konjunkturdaten könnten die Marktstimmung in der zweiten Hälfte der Handelssitzung am Mittwoch beeinflussen.

EUR/USD Prognose und Trading-Tipps

Meiner Einschätzung nach befindet sich das Währungspaar weiterhin in der Ausbildung eines Aufwärtstrends. Das fundamentale Umfeld hat sich vor drei Monaten zwar deutlich verändert, doch der Trend selbst kann bislang weder als ungültig noch als abgeschlossen gelten.

Daher ist es durchaus möglich, dass die Bullen ihre Aufwärtsbewegung kurzfristig wieder aufnehmen, sofern die geopolitischen Entwicklungen auch nur eine moderate Unterstützung liefern.

Zuvor hatten Trader bereits Gelegenheit, Long-Positionen auf Basis von Signalen aus Imbalance 12 und dem Order Block zu eröffnen. Der Aufwärtstrend könnte sich von Imbalance 13 aus in Richtung der Jahreshöchststände fortsetzen. Entscheidend ist nun jedoch, dass die Bullen die Kontrolle über den Markt behaupten.

Damit der Euro seinen Anstieg ohne größere Hindernisse fortsetzen kann, müssen sich die Entwicklungen im Nahen Osten in Richtung eines dauerhaften Friedens bewegen. Ein Scheitern der Verhandlungen, die Ablehnung eines Rahmenabkommens durch eine der beiden Seiten oder ein erneuter Bruch der Waffenruhe könnten den Abwärtsdruck verstärken.

Innerhalb von Bearish Imbalance 15 liegt bereits ein Verkaufssignal vor. Sollten sich die geopolitischen Rahmenbedingungen in dieser Woche nicht verbessern, wird ein Rückgang in Richtung 1,1500 zunehmend wahrscheinlich. Dennoch fungiert Bullish Imbalance 13 weiterhin als starke Unterstützungszone.

Analyst InstaForex
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