Trade Review und Handelsempfehlungen für den Euro
Der Test der Marke von 1,1624 erfolgte zu einem Zeitpunkt, als der MACD-Indikator gerade begonnen hatte, sich von der Nulllinie nach oben zu bewegen. Damit wurde ein gültiger Einstiegspunkt für eine Long-Position im Euro bestätigt. In der Folge stieg das Währungspaar um 20 Punkte.
In der zweiten Tageshälfte dürfte der US-Wirtschaftskalender deutlich aktiver werden, da drei wichtige makroökonomische Indikatoren veröffentlicht werden, die in direktem Zusammenhang mit dem zukünftigen Kurs der Geldpolitik der Federal Reserve stehen. Die Reihe der Veröffentlichungen beginnt mit den US Nonfarm Payrolls für Mai. Dieser Indikator gehört zu den meistbeachteten Messgrößen für die Verfassung der US-Wirtschaft, da er die Dynamik der Beschäftigungsentwicklung außerhalb der Landwirtschaft widerspiegelt. Unmittelbar nach dem Arbeitsmarktbericht wird die Arbeitslosenquote bekanntgegeben. Die Kombination dieser beiden Kennzahlen – Beschäftigungsaufbau und Arbeitslosigkeit – vermittelt ein umfassendes Bild des Arbeitsmarktes, der wiederum direkten Einfluss auf die Konsumausgaben und die Inflationserwartungen hat.
Der Höhepunkt der heutigen Konjunkturagenda wird die Veröffentlichung der Daten zu den durchschnittlichen Stundenlöhnen sein. Dieser Indikator hat für die Federal Reserve eine besondere Bedeutung, da das Lohnwachstum einer der wichtigsten Treiber der Inflation ist. All diese Daten werden zweifellos genau im Hinblick auf künftige Zinsentscheidungen der Fed analysiert werden, die die weitere Richtung des US-Dollar bestimmen werden.
Für die Intraday-Strategie werde ich mich in erster Linie auf die Szenarien Nr. 1 und Nr. 2 stützen.

Kaufsignal
Szenario Nr. 1:
Heute können Euro-Käufe in Betracht gezogen werden, wenn der Kurs das Niveau von 1,1652 (grüne Linie im Chart) erreicht, mit dem Ziel eines Anstiegs in Richtung 1,1689. Bei 1,1689 plane ich, den Markt zu verlassen und außerdem Verkäufe in die Gegenrichtung in Erwägung zu ziehen, in Erwartung einer Korrektur von 30–35 Punkten vom Einstiegskurs. Ein Anstieg des Euro ist heute nur bei schwachen US-Konjunkturdaten möglich. Wichtig! Vor einem Kauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und gerade begonnen hat, von dort aus zu steigen.
Szenario Nr. 2:
Ich werde den Euro außerdem zum Kauf in Betracht ziehen, wenn es zwei aufeinanderfolgende Tests des Niveaus von 1,1631 gibt, während sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Dies würde das Abwärtspotenzial begrenzen und eine Umkehr nach oben auslösen. In diesem Fall ist eine Bewegung in Richtung 1,1652 und 1,1689 zu erwarten.
Verkaufssignal
Szenario Nr. 1:
Ich plane, den Euro zu verkaufen, nachdem er das Niveau von 1,1631 (rote Linie im Chart) erreicht hat. Das Ziel liegt bei 1,1585, wo ich beabsichtige, den Markt zu verlassen und sofort eine Long-Position in die Gegenrichtung zu eröffnen, in Erwartung einer Gegenbewegung von 20–25 Punkten. Mit wieder zunehmendem Verkaufsdruck ist bei starken US-Konjunkturdaten zu rechnen. Wichtig! Vor einem Verkauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator unter der Nulllinie liegt und gerade begonnen hat, von dort aus zu fallen.
Szenario Nr. 2:
Ich werde den Euro außerdem zum Verkauf in Betracht ziehen, wenn es zwei aufeinanderfolgende Tests des Niveaus von 1,1652 gibt, während sich der MACD-Indikator im überkauften Bereich befindet. Dies würde das Aufwärtspotenzial begrenzen und eine Umkehr nach unten auslösen. In diesem Fall ist ein Rückgang in Richtung 1,1631 und 1,1585 zu erwarten.

Was im Chart angezeigt wird:
- Dünne grüne Linie – Einstiegskurs für Kaufpositionen
- Breite grüne Linie – geschätztes Take-Profit-Niveau bzw. -Bereich für manuelle Gewinnmitnahmen, da ein weiterer Anstieg darüber hinaus unwahrscheinlich ist
- Dünne rote Linie – Einstiegskurs für Verkaufspositionen
- Breite rote Linie – geschätztes Take-Profit-Niveau bzw. -Bereich für manuelle Gewinnmitnahmen, da ein weiterer Rückgang darunter unwahrscheinlich ist
- MACD-Indikator – Handelsentscheidungen sollten überkaufte und überverkaufte Zonen berücksichtigen
Wichtiger Hinweis
Anfänger im Forex-Handel sollten beim Markteintritt sehr vorsichtig sein. Vor der Veröffentlichung wichtiger Fundamentaldaten ist es am besten, außerhalb des Marktes zu bleiben, um starke Kursschwankungen zu vermeiden. Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, verwenden Sie unbedingt Stop-Loss-Orders, um Verluste zu begrenzen. Ohne Stop-Loss-Schutz können Sie Ihr gesamtes Guthaben sehr schnell verlieren, insbesondere wenn kein angemessenes Money-Management angewendet wird und mit großen Positionsgrößen gehandelt wird.
Denken Sie daran, dass erfolgreicher Handel einen klaren Trading-Plan erfordert, ähnlich dem oben dargestellten. Spontane Handelsentscheidungen, die nur auf der aktuellen Marktsituation basieren, sind für Intraday-Trader grundsätzlich eine verlustreiche Strategie.