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FX.co ★ EUR/USD – Smart-Money-Analyse: Waffenstillstand bleibt gefährdet

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Analysen:::2026-06-08T17:35:05

EUR/USD – Smart-Money-Analyse: Waffenstillstand bleibt gefährdet

EUR/USD – Smart-Money-Analyse: Waffenstillstand bleibt gefährdet

Das Währungspaar EUR/USD verbrachte zwei Wochen innerhalb der Imbalance 13 und versuchte, in dieser Zone ein Kaufsignal auszubilden. Allerdings fanden die Bullen keine ausreichende Grundlage für einen neuen Aufwärtsimpuls, und der Nonfarm-Payrolls-Bericht vom Freitag machte ihre Bemühungen faktisch zunichte. In der Folge fiel das Paar deutlich unter die Imbalance 13, womit dieses Muster als ungültig anzusehen ist. Das einzige aktive Signal bleibt jenes, das innerhalb der Imbalance 15 entstanden ist, allerdings handelt es sich dabei um ein bärisches Signal innerhalb eines nach wie vor als bullisch geltenden Trends.

Damit ist keineswegs gemeint, dass Anleger vom Kauf des US-Dollar Abstand nehmen sollten. Die US-Währung war im gesamten Jahr 2026 gefragt, was bedeutet, dass ihre Aufwertung weitergehen kann. Meiner Ansicht nach wird der Dollar jedoch einen erheblichen Teil seiner Attraktivität für Trader verlieren, sobald der Konflikt im Nahen Osten gelöst ist.

Leider gibt es weiterhin keine Anzeichen dafür, dass der Konflikt im Nahen Osten seinem Ende entgegengeht, und Teheran und Washington finden nach wie vor keinen gemeinsamen Nenner. Am Montag führte der Iran erstmals seit zwei Monaten wieder Angriffe auf Israel durch – als Reaktion auf Tel Avivs Attacke auf Beirut – und brachte damit die Verhandlungen und ein mögliches Friedensabkommen erneut in Gefahr. Solche Entwicklungen überraschen jedoch kaum noch, da beide Seiten regelmäßig Angriffe ausführen und offenbar mehr darauf bedacht sind, kein Zeichen von Schwäche zu zeigen, als den Verhandlungsprozess zu bewahren. Infolgedessen bleibt der Dollar aus geopolitischen Gründen unter Tradern die bevorzugte Währung.

In naher Zukunft werden die Marktstimmung und die Richtung des Währungspaares weiterhin in erster Linie von den geopolitischen Entwicklungen abhängen. Sollten Teheran und Washington letztlich ein Memorandum of Understanding unterzeichnen, die Waffenruhe verlängern und beim Nuklearthema Fortschritte erzielen, könnten die Bären zum Rückzug gezwungen werden, sodass Euro und Pfund ihre Aufwärtsbewegung wieder aufnehmen könnten. Die Wahrscheinlichkeit für ein derart optimistisches Szenario scheint jedoch mit jedem Tag zu sinken.

Unter den aktuellen Umständen könnten sich Trader auf bärische Muster konzentrieren. Bis zum Ende der heutigen Sitzung könnte sich eine neue bärische Imbalance herausbilden. Sollte jedoch letztlich doch eine Einigung zwischen Iran und den Vereinigten Staaten erzielt werden, könnte der Euro seinen Anstieg im Einklang mit dem übergeordneten bullischen Trend wieder aufnehmen – und das trotz vorhandener bärischer Muster. Derzeit ist allerdings unklar, wie weit der Euro bis dahin noch fallen könnte. Das aktuelle technische Bild liefert nun deutlich stärkere Unterstützung für den US-Dollar.

Erneut muss betont werden, dass die gesamte Rallye des US-Dollar zwischen Januar und März in erster Linie von geopolitischen Entwicklungen getrieben war. Sobald sich die Vereinigten Staaten und der Iran auf eine Waffenruhe geeinigt hatten, zogen sich die Bären umgehend zurück, und die Bullen dominierten mehr als einen Monat lang das Marktgeschehen. Derzeit scheint die Wahrscheinlichkeit einer Einigung erneut zu sinken, während der Markt Meldungen über eine schnelle Lösung des Konflikts oder ein umfassendes Abkommen zwischen Iran und den Vereinigten Staaten mit großer Skepsis begegnet. Folglich lastet die Geopolitik weiterhin als Grundbelastung auf EUR/USD.

Am Montag gab es keine nennenswerten Konjunkturdaten. Das erste wichtige Ereignis der Woche steht am Mittwoch mit der Veröffentlichung der US-Inflationsdaten an. In der Eurozone wird die Europäische Zentralbank am Donnerstag ihre geldpolitische Sitzung abhalten, was die Bullen unterstützen könnte, da die EZB mit hoher Wahrscheinlichkeit weitere geldpolitische Straffungsmaßnahmen beschließen wird.

Die Bullen haben auch 2026 noch zahlreiche Argumente, am Markt aktiv zu bleiben, und der Ausbruch des Konflikts im Nahen Osten hat diese nur begrenzt geschmälert. Aus struktureller und langfristiger Sicht haben sich Trumps Politikansätze, die im vergangenen Jahr maßgeblich zum starken Rückgang des Dollar beigetragen haben, nicht grundlegend verändert. In den kommenden Monaten könnte der US-Dollar phasenweise aufgrund von Risk-off-Strömen zulegen, doch dieser Faktor setzt eine anhaltende Eskalation des Konflikts im Nahen Osten voraus. Ich rechne weiterhin nicht mit der Ausbildung eines nachhaltigen bärischen Trends für EUR/USD. Der Dollar erhält derzeit lediglich temporäre Unterstützung vom Markt, doch welche Faktoren könnten den Bären langfristig Auftrieb geben?

News-Kalender für die Vereinigten Staaten und die Eurozone:

  • Deutschland – Industrieproduktion (06:00 UTC).
  • Vereinigte Staaten – Verkäufe bestehender Häuser (14:00 UTC).

Der Wirtschaftskalender für den 8. Juni enthält nur zwei zweitrangige Ereignisse. Daher dürfte der Einfluss des konjunkturellen Umfelds auf die Marktstimmung am Dienstag gering bleiben.

EUR/USD-Prognose und Trading-Empfehlungen:

Aus meiner Sicht befindet sich das Währungspaar nach wie vor in der Ausbildung eines bullischen Trends. Das fundamentale Umfeld hat sich vor drei Monaten abrupt verändert, doch der übergeordnete Trend kann bislang weder als ungültig noch als abgeschlossen gelten. Daher könnten die Bullen ihre Aufwärtsbewegung in naher Zukunft durchaus wieder aufnehmen, sofern sie auch nur eine moderate Unterstützung seitens der geopolitischen Entwicklung erhalten.

Aktuell können Trader lediglich die aus der Imbalance 15 eröffneten Short-Positionen weiter halten und auf neue Muster warten. Der Rückgang des Paares wird durch objektive Faktoren verlängert, wenngleich ohne den starken US-Arbeitsmarkt und die Arbeitslosendaten die Unterstützungszone der Imbalance 13 höchstwahrscheinlich gehalten hätte. Sie hielt jedoch nicht stand, wodurch die Bären die Chance erhielten, eine deutlich umfassendere Offensive zu starten. Die Geopolitik bleibt der entscheidende Treiber.

Analyst InstaForex
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