Die Lage im Nahen Osten und die Inflation in den USA stützen weiterhin die Nachfrage nach dem Dollar gegenüber Risikoanlagen.
Wie der Bericht zeigt, ist die Beschleunigung der Gesamtinflation auf 4,2 % im Mai ein Signal, das nicht ignoriert werden kann. Historisch gesehen deutet ein solches Inflationsniveau in der Regel auf eine mögliche Zinserhöhung durch die Federal Reserve hin und damit auf eine Aufwertung der Landeswährung. Angesichts der aktuellen Situation, in der der zugrunde liegende Inflationsdruck deutlich gedämpfter bleibt, scheint der Markt diese Beschleunigung jedoch als vorübergehendes Phänomen zu betrachten, das von den Entwicklungen im Nahen Osten getrieben wird.
Die niedrigere Kerninflation, die volatile Preise für Nahrungsmittel und Energie ausklammert, deutet darauf hin, dass die Inflationserwartungen von Verbrauchern und Unternehmen stabiler sein könnten. Dies verschafft der Fed einen gewissen Handlungsspielraum.
Heute befinden sich die Trader in gespannter Erwartung, da die Veröffentlichung der Entscheidung der Europäischen Zentralbank über den Leitzins sowie die anschließende Pressekonferenz von EZB-Präsidentin Christine Lagarde das Schlüsselereignis des Tages versprechen. Alle Blicke richten sich auf Frankfurt, wo ein weiterer Schritt zur Normalisierung des Inflationsdrucks erwartet wird – eine Zinserhöhung um 0,25 Prozentpunkte. Obwohl dieser Schritt erwartet wird, wird er traditionell als positives Signal für den Euro interpretiert und könnte zu einer Aufwertung gegenüber den wichtigsten Weltwährungen beitragen.
Die erwartete Straffung der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank spiegelt das Bestreben der Notenbank wider, den Inflationsdruck einzudämmen, der trotz einiger Anzeichen der Stabilisierung weiterhin im Mittelpunkt steht. Die Zinserhöhung soll die Kreditaufnahme verteuern und damit die Konsumnachfrage und die Investitionstätigkeit dämpfen, was wiederum dazu beitragen dürfte, das Preiswachstum zu verlangsamen. Für den Euro, dessen Wert in hohem Maße von Zinsdifferenzen gegenüber anderen Währungen bestimmt wird, stellen steigende Zinsen einen klaren Auslöser dar.
Der entscheidende Moment neben dem eigentlichen Zinsentscheid wird die Pressekonferenz von Christine Lagarde sein. Hier werden Marktteilnehmer nach Bestätigungen für die künftigen Absichten der EZB sowie nach Tonfall und Rhetorik suchen, die die Richtung der Euro-Entwicklung in den kommenden Wochen vorgeben könnten.
Das Fehlen wichtiger makroökonomischer Daten aus dem Vereinigten Königreich nimmt dem Währungspaar GBP/USD heute erneut interne Katalysatoren für eine deutliche Erholung. Die geopolitische Situation im Nahen Osten bleibt der Hauptfaktor, der die Stimmung im Währungspaar GBP/USD beeinflusst.
Entsprechen die Daten den Erwartungen der Ökonomen, wäre es besser, sich an der Mean-Reversion-Strategie zu orientieren. Weichen die Daten deutlich nach oben oder unten von den Erwartungen der Ökonomen ab, empfiehlt es sich, die Momentum-Strategie zu nutzen.
Momentum-Strategie (Breakout):
Für das Währungspaar EUR/USD:
- Long-Positionen beim Ausbruch des Niveaus 1,1556 könnten den Euro in Richtung 1,1579 und 1,1601 steigen lassen.
- Short-Positionen beim Ausbruch des Niveaus 1,1529 könnten den Euro in Richtung 1,1506 und 1,1480 fallen lassen.
Für das Währungspaar GBP/USD:
- Longs beim Ausbruch des Niveaus 1,3400 könnten das Pfund in Richtung 1,3435 und 1,3471 steigen lassen.
- Shorts beim Ausbruch des Niveaus 1,3370 könnten das Pfund in Richtung 1,3336 und 1,3307 fallen lassen.
Für das Währungspaar USD/JPY:
- Longs beim Ausbruch des Niveaus 160,60 könnten den Dollar in Richtung 160,90 und 161,15 steigen lassen.
- Shorts beim Ausbruch des Niveaus 160,45 könnten den Dollar in Richtung 160,24 und 160,00 fallen lassen.
Mean-Reversion-Strategie (Rückkehr zum Mittelwert):

Für das Währungspaar EUR/USD:
- Short-Positionen werden nach einem erfolglosen Ausbruch über 1,1565 bei einer Rückkehr unter dieses Niveau in Betracht gezogen.
- Long-Positionen werden nach einem erfolglosen Ausbruch über 1,1530 bei einer Rückkehr auf dieses Niveau in Betracht gezogen.

Für das Währungspaar GBP/USD:
- Short-Positionen werden nach einem erfolglosen Ausbruch über 1,3399 bei einer Rückkehr unter dieses Niveau in Betracht gezogen.
- Long-Positionen werden nach einem erfolglosen Ausbruch über 1,3360 bei einer Rückkehr auf dieses Niveau in Betracht gezogen.

Für das Währungspaar AUD/USD:
- Short-Positionen werden nach einem erfolglosen Ausbruch über 0,7019 bei einer Rückkehr unter dieses Niveau gesucht.
- Long-Positionen werden nach einem erfolglosen Ausbruch über 0,6994 bei einer Rückkehr zu diesem Niveau gesucht.

Für das Währungspaar USD/CAD:
- Short-Positionen werden nach einem gescheiterten Ausbruch über 1,3957 bei einer Rückkehr unter dieses Niveau gesucht.
- Long-Positionen werden nach einem gescheiterten Ausbruch über 1,3924 bei einer Rückkehr zu diesem Niveau gesucht.