
GBP/USD kehrt auf das Niveau von 1,3235 zurück, obwohl der US-Dollar moderat in Richtung seines Juni-Hochs zulegt.

Allerdings scheint das Aufwärtspotenzial begrenzt zu sein.
Vermittler aus Qatar und Pakistan haben offiziell eine 60-tägige Roadmap angekündigt, die auf ein endgültiges Friedensabkommen zwischen den Vereinigten Staaten und Iran abzielt. Diese Entwicklung begrenzt die Zugewinne des US-Dollars und löst intraday Short-Covering in GBP/USD aus. Dennoch stützen die geopolitischen Spannungen und die restriktive Geldpolitik der Federal Reserve den Dollar weiterhin.
Am Samstag hat Iran erneut die Straße von Hormus geschlossen, als Reaktion auf die wieder aufgeflammten Auseinandersetzungen zwischen Israel und Libanon. Zudem zogen iranische Delegierte sich nach Warnungen des US-Präsidenten Donald Trump vor möglichen neuen Militärschlägen gegen Iran aus den Friedensgesprächen in der Schweiz zurück. Dies hat die geopolitischen Risiken erhöht, unterstützt die optimistische Stimmung gegenüber dem US-Dollar und setzt GBP/USD unter Druck.
Zugleich deuten Berichte darauf hin, dass der britische Premierminister Keir Starmer noch heute seinen Rücktritt verkünden könnte, womit der Weg für den ehemaligen Bürgermeister von Manchester, Andy Burnham, frei würde, der als wahrscheinlicher Nachfolger gilt. Die politische Unsicherheit im Vereinigten Königreich dürfte das britische Pfund weiter belasten und das Aufwärtspotenzial von GBP/USD begrenzen, weshalb vor dem Eingehen aggressiver Long-Positionen Vorsicht geboten ist.
Zudem legen die Erwartungen an weniger zukünftige Zinserhöhungen durch die Bank of England nahe, dass weitere Aufwärtsbewegungen des Währungspaares als Gelegenheit zum Verkauf betrachtet werden könnten. Daher ist ausgeprägtes Kaufinteresse erforderlich, um zu bestätigen, dass GBP/USD ein kurzfristiges Tief ausgebildet hat, bevor mit einer nennenswerten Erholung vom Freitagstief gerechnet werden kann, das den niedrigsten Stand seit Ende März markierte.
Aus technischer Sicht bleiben die Oszillatoren im negativen Bereich, was bestätigt, dass die Bären weiterhin im Vorteil sind. Allerdings nähert sich der Relative Strength Index dem überverkauften Bereich, was auf das Potenzial für eine technische Gegenbewegung hinweist. Der Widerstand befindet sich bei 1,3235, während das Tief vom Freitag weiterhin als Unterstützung fungiert. Ein Bruch unter dieses Niveau könnte einen stärkeren Rückgang auslösen. Gelingt es dem Paar, den nächstgelegenen Widerstand zu überwinden, dürfte das nächste Hindernis im psychologisch wichtigen Bereich von 1,3300 liegen.