Analyse makroökonomischer Berichte:

Für Freitag sind nur sehr wenige makroökonomische Veröffentlichungen geplant. Lediglich in den USA wird heute der Verbraucherstimmungsindex der University of Michigan veröffentlicht, und es ist unwahrscheinlich, dass er eine spürbare Marktreaktion auslöst. Und vor allem – eine logisch nachvollziehbare. Erinnern wir uns daran, dass der starke US-BIP-Bericht von gestern zu einem Rückgang des Dollars geführt hat. Man könnte sagen, dass eine Korrektur bei EUR/USD und GBP/USD längst überfällig war, diese aber ausgeblieben ist. Stattdessen endete – erstmals seit fast der gesamten Woche, in der die US‑Währung einen logischen Anstieg hätte zeigen können – der Handel mit einem Rückgang.
Analyse der fundamentalen Ereignisse:

Von den fundamentalen Ereignissen am Freitag sind die Reden des Vertreters der Europäischen Zentralbank, Boris Vujcic, sowie der Federal-Reserve-Vertreter John Williams und Neel Kashkari hervorzuheben. Allerdings sollten wir im Hinterkopf behalten, dass die EZB vor zwei Wochen zum ersten Mal seit drei Jahren die Zinsen angehoben hat, während die Bank of England und die Fed sich in der vergangenen Woche getroffen haben, ohne wichtige Entscheidungen zu treffen. So kurz danach ist es eher unwahrscheinlich, dass sich die Stimmung der Zentralbankvertreter bereits so stark verändert hat, dass wir in ihren Reden etwas wirklich Neues hören.
Der geopolitische Hintergrund bleibt stabil „bedingt positiv“. Iran und die USA haben aus der Ferne ein Abkommen unterzeichnet, doch zu viele wichtige Fragen bleiben ungelöst. Insbesondere die „Nuklearfrage“, die im aktuellen Vertragstext nicht einmal erwähnt wird. Genau dieses Problem hatte den Krieg ausgelöst und könnte in Zukunft zu einer Wiederaufnahme der Kampfhandlungen führen. Die Verhandlungen über das Nuklearabkommen haben am Wochenende begonnen, und erste Fortschritte wurden erzielt. Die USA haben Sanktionen gegen Iran aufgehoben, den Zugang zu seinen Vermögenswerten freigegeben und einem Wiederaufbauplan zugestimmt. Iran hat die Straße von Hormus geöffnet, und die Ölpreise sind auf das Niveau von Januar–Februar gefallen. All dies hatte jedoch keinen Einfluss auf den Kurs des Dollars.
Gesamtfazit:
Am letzten Handelstag der Woche könnten beide Währungspaare nach einem starken Rückgang mit einer Korrektur beginnen, aber auch eine Fortsetzung des Rückgangs würde nicht überraschen. Der Euro kann aus dem Bereich von 1,1354–1,1363 gehandelt werden, das britische Pfund aus dem Bereich von 1,3175–1,3180. Der Markt hat den US‑Dollar in der vergangenen Woche in völlig unlogischer Weise gekauft, was eine von Market Makern gestellte Falle für Bären sein könnte.
Grundregeln des Handelssystems:
- Die Stärke eines Signals wird anhand der Zeit bewertet, die zu seiner Bildung (Abprall oder Ausbruch) benötigt wird. Je weniger Zeit erforderlich ist, desto stärker ist das Signal.
- Wenn auf einem bestimmten Niveau zwei oder mehr Trades auf Basis von Fehlsignalen eröffnet wurden, sollten alle nachfolgenden Signale von diesem Niveau ignoriert werden.
- In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale oder gar keine Signale erzeugen. Technische Niveaus können dabei übersehen werden.
- Im Stundenchart sollten Handelssignale des MACD‑Indikators nur umgesetzt werden, wenn die Volatilität ausreichend hoch ist und ein Trend durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt wird.
- Wenn zwei Niveaus zu dicht beieinander liegen (5 bis 20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone betrachtet werden.
- Nachdem sich der Kurs 15 Pips in die richtige Richtung bewegt hat, sollte der Stop Loss auf Break-even nachgezogen werden.
Was auf den Charts zu sehen ist:
Kursniveaus (Zonen) von Unterstützung und Widerstand sind Ziele bei der Eröffnung von Long- oder Short-Positionen oder Quellen von Signalen.
Rote Linien kennzeichnen Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend anzeigen und die bevorzugte Handelsrichtung markieren.
Der MACD‑Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein zusätzlicher Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Veröffentlichungen (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit größter Vorsicht gehandelt oder der Markt vorübergehend verlassen werden, um abrupte Umkehrbewegungen gegen den vorangegangenen Trend zu vermeiden.
Einsteiger im Forex‑Markt sollten sich bewusst sein, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und konsequentes Money Management sind die Schlüssel zu langfristigem Erfolg im Handel.