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FX.co ★ GBP/USD – Smart-Money-Analyse: Das Pfund bleibt unter Druck

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Analysen:::2026-07-01T16:13:06

GBP/USD – Smart-Money-Analyse: Das Pfund bleibt unter Druck

GBP/USD – Smart-Money-Analyse: Das Pfund bleibt unter Druck

Insgesamt setzt sich der Abwärtstrend bei GBP/USD fort. Warum sehe ich das so? Erstens ist die jüngste Aufwertung des US‑Dollars meiner Ansicht nach durch die fundamentale Lage der vergangenen Wochen nicht vollständig gerechtfertigt. Zweitens ist der geopolitische Konflikt im Nahen Osten zu Ende gegangen, obwohl er der Haupttreiber für die Dollarstärke im gesamten Jahr 2026 war. Es ist daher schwer zu erklären, warum der Dollar zunächst wegen des Konflikts aufwertete und sich danach weiter befestigte, obwohl sich die Lage beruhigte. Drittens hätte die FOMC‑Sitzung mit ihrem falkenhaften Ton den Dollar zwar durchaus stützen können, aber die Rallye dauert länger an als erwartet. Viertens hat das FOMC den geldpolitischen Straffungszyklus noch nicht begonnen, und falls die Inflation nachzulassen beginnt, könnte ein weiterer Straffungsbedarf wegfallen. Fünftens haben die Zentralbanken erneut damit begonnen, ihre US‑Dollar‑Reserven abzubauen, was die weltweite Dollarnachfrage reduziert. In der Folge mangelt es dem Markt derzeit an überzeugenden Gründen für eine weitere starke Verkaufswelle bei GBP/USD, dennoch könnten die Bären weiter dominieren, einfach weil sie weiterhin die Marktinitiative innehaben.

Aus technischer Sicht hat das Pfund nach wie vor Spielraum für eine Erholung in Richtung 1,3322, doch dafür müssten die Marktteilnehmer von Verkäufen auf Käufe umschwenken. Der Markt hat zwar auf Bearish Imbalance 22 reagiert, diese Reaktion fiel jedoch schwach aus. Der Kurs vollzog zunächst einen Liquiditätsabgriff unterhalb des Tiefs vom 6. April und anschließend unterhalb des Tiefs vom 31. März. Damit liegen sowohl eine schwache Reaktion auf die bearishe Imbalance als auch zwei bullishe Liquiditätssweeps vor. Das spricht zumindest für eine technische Gegenbewegung nach oben. Angesichts der Tatsache, dass dem US‑Dollar weiterhin eine solide langfristige fundamentale Unterstützung fehlt und er im Jahr 2026 bereits beachtliche Gewinne verzeichnet hat, halte ich es für unwahrscheinlich, dass die Bären ihren Schwung unbegrenzt aufrechterhalten können. Dennoch sollte die technische Analyse die wichtigste Orientierung bleiben. Solange keine bullischen Muster oder Signale erkennbar sind, wäre das Eingehen von Long‑Positionen verfrüht. In diesem Fall sollten Trader zunächst die Marktreaktion auf Imbalance 21 abwarten.

Der Markt bleibt derzeit hinsichtlich der Vereinbarung zwischen Iran und den Vereinigten Staaten vorsichtig. Dennoch lässt sich inzwischen sagen, dass die aktive Phase des Konflikts offiziell beendet ist – zumindest vorläufig. Die Federal Reserve hat eine kräftige Dollar‑Rallye ausgelöst, doch ich sehe weiterhin keine Faktoren, die anhaltenden Abwärtsdruck auf GBP/USD rechtfertigen würden. Reichen die Erwartungen an eine zukünftige Straffung durch das FOMC allein dafür aus?

Das aktuelle technische Bild stellt sich wie folgt dar: In der vergangenen Woche reagierte der Markt auf Bearish Imbalance 22, aber die Reaktion blieb schwach, was die Hoffnung nährt, dass sich der laufende Abwärtsimpuls seinem Ende nähert. Liquiditätssweeps unterhalb der beiden jüngsten Tiefs (durch rote Linien markiert) deuten zudem auf die Möglichkeit eines erneuten bullischen Momentums hin.

Der Konjunkturkalender am Mittwoch war vergleichsweise dünn besetzt, und die Marktteilnehmer ignorierten einen Großteil der hereinkommenden Daten. Entsprechend lag der Fokus fast ausschließlich auf den Reden von Andrew Bailey und Kevin Warsh. Der Gouverneur der Bank of England erklärte, dass die Inflation voraussichtlich bis April–Mai 2027 wieder auf das Zielniveau zurückkehren werde, was auf eine geringe Bereitschaft zu einer strafferen Geldpolitik schließen lässt. Der Markt hatte nach den jüngsten Inflationsdaten im Vereinigten Königreich allerdings ohnehin keinen Zinsschritt nach oben erwartet. Bemerkenswert ist, dass die Verbraucherpreisinflation in Großbritannien weiter nachlässt.

Das übergeordnete fundamentale Umfeld lässt mich weiterhin von einer langfristigen Schwäche des US‑Dollars ausgehen. Der Konflikt mit Iran hat diesen Ausblick ebenso wenig grundlegend verändert wie die Möglichkeit eines Zinsschritts der Federal Reserve im Jahr 2026. Die geopolitischen Spannungen haben den Markt vorübergehend an die Rolle des Dollars als sicherer Hafen erinnert, doch der Konflikt ist entweder beendet oder befindet sich in seiner Endphase. Zwar plant die Federal Reserve für 2026 eine Zinserhöhung, was den Dollar stützt, eine straffere Geldpolitik würde jedoch gleichzeitig das Wachstum der US‑Wirtschaft bremsen. Kevin Warsh wurde von Donald Trump zum Vorsitzenden des FOMC ernannt, um eine lockerere Geldpolitik zu verfolgen und das Wirtschaftswachstum zu beschleunigen – etwas, das Trump Jerome Powell nicht zugetraut hatte. Meiner Meinung zufolge ist es unwahrscheinlich, dass ein Straffungszyklus der Federal Reserve sehr lang ausfällt oder sich zu einem nachhaltigen, längerfristigen Zyklus entwickelt. Daher betrachte ich jede Aufwertung des US‑Dollars weiterhin als temporär und nicht als strukturell.

Nachrichtenkalender für die Vereinigten Staaten und das Vereinigte Königreich

  • Vereinigte Staaten – Nonfarm Payrolls (12:30 UTC)
  • Vereinigte Staaten – Arbeitslosenquote (12:30 UTC)
  • Vereinigte Staaten – Durchschnittliche Stundenlöhne (12:30 UTC)

Der Konjunkturkalender für den 2. Juli umfasst drei anstehende Veröffentlichungen, die allesamt als wichtig einzustufen sind. Entsprechend dürfte der fundamentale Hintergrund die Marktstimmung in der zweiten Hälfte der Handelssitzung am Donnerstag spürbar beeinflussen.

GBP/USD‑Prognose und Trading‑Tipps

Aus langfristiger Sicht bleibt der Ausblick für GBP/USD bullisch, während die Reaktion auf Bearish Imbalance 22 nur zu einer begrenzten Abwärtsbewegung geführt hat. Dies eröffnet den Bullen die Chance, die Initiative zurückzugewinnen. Das Pfund könnte seinen Rückgang in Richtung 1,3007 dennoch fortsetzen – ein Niveau, dessen Unterschreiten den übergeordneten Aufwärtstrend negieren würde. Dafür wären jedoch neue bearishe Muster und Bestätigungssignale nötig. Derzeit stellt Imbalance 21 das einzige nennenswerte bearishe Setup dar. Auf der anderen Seite stützen die beiden jüngsten Liquiditätssweeps das bullische Szenario. Sollte sich ein bullisches Muster herausbilden, würde dies die Aussichten auf eine Erholung nach oben deutlich verbessern. Bislang sind jedoch weder neue bullische noch neue bearishe Signale erkennbar.

Analyst InstaForex
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