Handelsrückblick und Trading-Empfehlungen für den Euro
Der Test des Kursniveaus von 1,1403 erfolgte zu einem Zeitpunkt, als der MACD-Indikator bereits deutlich über die Nulllinie gestiegen war, was das Aufwärtspotenzial des Währungspaars begrenzte. Aus diesem Grund habe ich den Euro nicht gekauft.
Der Euro legte nach der Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten für die Eurozone zu, die zeigten, dass die Arbeitslosenquote im Mai auf 6,2 % zurückging. Dies ist ein klar positives Signal und deutet darauf hin, dass sich die wirtschaftliche Erholung in der Region weiterhin im Plan befindet. Eine niedrigere Arbeitslosigkeit spiegelt eine stärkere Geschäftstätigkeit, eine höhere Produktion und damit eine steigende Konsumentennachfrage wider. Der Rückgang auf 6,2 % markiert die niedrigste Arbeitslosenquote seit mehreren Jahren.
Nach dem insgesamt beruhigenden Bericht vom Arbeitsmarkt richtet sich die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer nun auf die anstehenden US-Daten, die ein detaillierteres Bild vom Zustand der US-Wirtschaft liefern dürften. In Kürze wird der US-Bericht zu den Nonfarm Payrolls (NFP) für Juni veröffentlicht. Als einer der wichtigsten Indikatoren für die wirtschaftliche Aktivität wird er Aufschluss darüber geben, ob die Beschäftigungsentwicklung im ersten Sommermonat robust geblieben ist und ob sich der aktuelle positive Trend fortsetzen lässt.
Auch die US-Arbeitslosenquote verdient besondere Beachtung. Jegliche Veränderungen bei diesem Indikator spiegeln direkt die Verfassung des Arbeitsmarktes und die Fähigkeit der Wirtschaft wider, das verfügbare Arbeitskräftepotenzial aufzunehmen. Zusammengenommen ermöglichen diese Daten eine umfassendere Einschätzung des aktuellen Zustands der US-Wirtschaft. Besser als erwartete Werte dürften die Nachfrage nach dem US-Dollar erneut stützen.
Für meine Intraday-Strategie stütze ich mich in erster Linie auf die Umsetzung von Szenario Nr. 1 und Szenario Nr. 2.

Kaufsignal
Szenario Nr. 1: Ziehen Sie einen Kauf des Euro in Betracht, wenn der Kurs 1,1419 erreicht (die grüne Linie im Chart), mit einem Ziel bei 1,1465. Ich plane, Long-Positionen bei 1,1465 zu schließen und von diesem Niveau aus Short-Positionen in Betracht zu ziehen, mit einem Ziel von 30–35 Punkten in die Gegenrichtung. Der Euro dürfte heute zulegen, falls die US-Daten enttäuschen. Wichtig: Stellen Sie vor dem Kauf sicher, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und gerade begonnen hat, nach oben zu drehen.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, den Euro zu kaufen, wenn der Kurs die Marke von 1,1399 zweimal hintereinander testet, während sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Dies würde das Abwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und eine bullische Trendwende auslösen. In diesem Fall liegen die erwarteten Aufwärtsziele bei 1,1419 und 1,1465.
Verkaufssignal
Szenario Nr. 1: Ich plane, den Euro zu verkaufen, sobald der Kurs 1,1399 erreicht (die rote Linie im Chart). Das Ziel liegt bei 1,1348. Dort beabsichtige ich, Short-Positionen zu schließen und unmittelbar Long-Positionen in Betracht zu ziehen, mit einem Ziel einer Gegenbewegung von 20–25 Punkten. Der Verkaufsdruck auf das Paar dürfte zurückkehren, wenn die US-Konjunkturdaten besser als erwartet ausfallen. Wichtig: Stellen Sie vor dem Verkauf sicher, dass der MACD-Indikator unter der Nulllinie liegt und gerade begonnen hat, nach unten zu drehen.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, den Euro zu verkaufen, wenn der Kurs die Marke von 1,1419 zweimal hintereinander testet, während sich der MACD-Indikator im überkauften Bereich befindet. Dies würde das Aufwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und eine bärische Trendwende auslösen. In diesem Szenario liegen die erwarteten Abwärtsziele bei 1,1399 und 1,1348.

Chart Guide
- Dünne grüne Linie – Einstiegskurs für Long-Positionen.
- Breite grüne Linie – Empfohlenes Take-Profit-Niveau bzw. Bereich, in dem Gewinne manuell gesichert werden können, da weitere Kurssteigerungen über dieses Niveau hinaus als unwahrscheinlich gelten.
- Dünne rote Linie – Einstiegskurs für Short-Positionen.
- Breite rote Linie – Empfohlenes Take-Profit-Niveau bzw. Bereich, in dem Gewinne manuell gesichert werden können, da weitere Kursrückgänge unter dieses Niveau hinaus als unwahrscheinlich gelten.
- MACD-Indikator – Achten Sie beim Einstieg in den Markt genau auf überkaufte und überverkaufte Marktsituationen.
Wichtig: Unerfahrene Forex-Trader sollten bei ihren Handelsentscheidungen besonders vorsichtig sein. In der Regel ist es ratsam, sich vor der Veröffentlichung wichtiger Konjunkturdaten aus dem Markt herauszuhalten, um starke Kursschwankungen zu meiden. Wenn Sie sich dafür entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, verwenden Sie unbedingt Stop-Loss-Orders, um potenzielle Verluste zu begrenzen. Das Trading ohne Stop-Loss-Orders kann sehr schnell zu erheblichen Verlusten führen, insbesondere wenn Sie mit großen Positionsgrößen handeln, ohne ein angemessenes Risikomanagement zu betreiben.
Bedenken Sie, dass erfolgreicher Handel einen klar definierten Trading-Plan erfordert, wie den oben beschriebenen. Spontane Handelsentscheidungen, die ausschließlich auf kurzfristigen Marktschwankungen basieren, sind in der Regel kein effektiver Ansatz für den Intraday-Handel.