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FX.co ★ Europa inmitten ungewöhnlicher Hitze: Energienachfrage steigt, Gas wird teurer

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Analyse Nachrichten:::2026-07-02T12:48:07

Europa inmitten ungewöhnlicher Hitze: Energienachfrage steigt, Gas wird teurer

Europa inmitten ungewöhnlicher Hitze: Energienachfrage steigt, Gas wird teurer

Die europäischen Erdgas-Futures sind in der zweiten Sitzung in Folge gestiegen, da die zunehmende Sommerhitze und erneut aufflammende diplomatische Spannungen im Nahen Osten eine kurzzeitige Entspannung globaler Angebotsunterbrechungen überlagerten und die Sorge um die Versorgungslage vor der Kauf­saison im Herbst verstärkten.

Der Frontmonat-Kontrakt für niederländisches Gas (die europäische Benchmark) legte im frühen Handel um 2,2 % zu und notierte bei 43,43 € pro Megawattstunde (MWh) und damit nahe einem Dreiwochenhoch. Das britische Pendant stieg um 1,8 % auf 103,54 Pence je Therm.

Ein wesentlicher Auslöser war der überraschende Abbruch der geplanten Gespräche zwischen US- und iranischen Vertretern in Doha, Katar. Die festgefahrene Lage belebte die Sorgen um die Stabilität in der Straße von Hormus – einer entscheidenden maritimen Engstelle, über die rund 20 % des weltweiten Handels mit verflüssigtem Erdgas (LNG) abgewickelt werden, ein großer Teil davon aus Katar.

Die extreme saisonale Hitze in Kontinentaleuropa erhöht den Druck zusätzlich. Rekordtemperaturen treiben den Strombedarf für Klimaanlagen in die Höhe und zwingen Kraftwerke dazu, mehr Gas zu verstromen.

Europa inmitten ungewöhnlicher Hitze: Energienachfrage steigt, Gas wird teurer

Die aktuelle Gasrally folgt auf die Volatilität im zweiten Quartal, als die Referenzpreise nach einem Märzhöchststand von über 73 €/MWh um mehr als 20 % fielen. Diese frühere Korrektur wurde durch eine vorübergehende Deeskalation der Spannungen im Nahen Osten und saisonal geringere Heiznachfrage nach dem Winter ausgelöst.

Dennoch bleibt die fundamentale Lage angespannt: Die regionalen Gasspeicher sind zu etwa 48 % gefüllt, deutlich unter den 56 % vor einem Jahr und spürbar unter dem Fünfjahresdurchschnitt von 61 %.

Da die Wiederbefüllung der Speicher langsamer als üblich voranschreitet, könnten anhaltende Störungen der globalen LNG-Lieferungen oder anhaltende Sommerhitze vor Beginn der Beschaffungssaison im Herbst einen weiteren kräftigen Preissprung auslösen.

Analyst InstaForex
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