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FX.co ★ GBP/USD – Smart-Money-Analyse: Bullen gewinnen wieder an Momentum

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Analysen:::2026-07-02T16:22:45

GBP/USD – Smart-Money-Analyse: Bullen gewinnen wieder an Momentum

GBP/USD – Smart-Money-Analyse: Bullen gewinnen wieder an Momentum

GBP/USD hat zugunsten des britischen Pfunds gedreht und eine recht kräftige Aufwärtsbewegung begonnen, die den Beginn eines breiteren Aufwärtstrends markieren könnte. Meiner Ansicht nach ist die jüngste Aufwertung des US‑Dollars durch die fundamentale Lage der vergangenen Wochen nicht vollständig gerechtfertigt.

Der geopolitische Konflikt im Nahen Osten ist beendet, und doch war es genau dieser Faktor, der 2026 der Haupttreiber der Dollar-Stärke war. Daher wirkt es widersprüchlich, dass der Dollar zunächst wegen des Konflikts aufwertet und anschließend nach dessen Ende weiter zulegt. Die FOMC-Sitzung und der restriktive Ton der Fed mögen den Dollar anfangs gestützt haben, doch die Rally hält länger an, als es die Fundamentaldaten nahelegen würden.

Das FOMC hat mit einer Straffung der Geldpolitik noch nicht begonnen, und falls sich die Inflation weiter verlangsamt, könnte eine zusätzliche Straffung überflüssig sein. Auch Kevin Warshs Rede gestern lieferte keine klare Antwort darauf, ob die Federal Reserve die Zinsen im Juli oder im September anheben will. Der FOMC-Vorsitzende betonte zwar erneut die Notwendigkeit, die Inflation zu senken, gab jedoch keinen Hinweis auf eine unmittelbar bevorstehende Änderung der Geldpolitik.

Die heutigen Daten vom US‑Arbeitsmarkt waren allerdings so schwach, dass Käufer deutlich aggressiver in den Markt eingestiegen sind. Infolgedessen wurde Bearish Imbalance 21 nun vollständig bereinigt, und die zentrale Frage lautet, ob der aktuelle Aufwärtsschub anhalten wird. In EUR/USD wie auch in GBP/USD haben die Verkäufer die Kontrolle nicht vollständig abgegeben – sie haben sich lediglich vorübergehend zurückgezogen. Eine Invalidierung von Imbalance 21 würde die lokale bärische Marktstruktur brechen.

Aus technischer Sicht ließ das Chartbild einen Anstieg in Richtung 1,3322 zu – exakt dieses Szenario hat sich heute realisiert. Die Reaktion auf Bearish Imbalance 22 fiel vergleichsweise schwach aus. Vor der heutigen Rally wurden zunächst die Liquidität unter dem Tief vom 6. April und anschließend unter dem Tief vom 31. März abgeholt. Diese Liquiditätsabgriffe deuteten darauf hin, dass das britische Pfund Erholungspotenzial hatte. Ohne den heutigen schwachen Nonfarm-Payrolls-Bericht wäre eine solche Bewegung allerdings möglicherweise nicht zustande gekommen.

Angesichts der Tatsache, dass dem US‑Dollar weiterhin überzeugende langfristige Aufwärtstreiber fehlen und er im Jahr 2026 bereits deutliche Gewinne verzeichnet hat, dürften es die Verkäufer schwer haben, die laufende Rally noch stark auszudehnen. Dennoch sollte die technische Analyse der wichtigste Leitfaden bleiben. Solange keine bullischen Formationen oder Bestätigungssignale auftreten, wäre es verfrüht, Long-Positionen zu eröffnen. In diesem Fall sollten Trader zunächst abwarten, wie der Markt im Bereich von Imbalance 21 reagiert.

Der Markt bleibt derzeit in Bezug auf die Vereinbarung zwischen Iran und den Vereinigten Staaten vorsichtig. Dennoch lässt sich inzwischen sagen, dass die aktive Phase des Konflikts offiziell beendet ist. Die Geldpolitik der Federal Reserve hat die kräftige Rally des US‑Dollars unterstützt, doch es ist unklar, auf welche zusätzlichen Katalysatoren sich die Verkäufer stützen könnten, um den Dollar weiter nach oben zu treiben. Allein die Erwartung weiterer FOMC‑Straffung dürfte dafür nicht ausreichen.

Das aktuelle technische Bild stellt sich wie folgt dar: In der vergangenen Woche reagierte der Kurs auf Imbalance 22, doch die Reaktion blieb schwach, was die Hoffnung nährt, dass der bärische Impuls seinem Ende entgegengehen könnte. Die Liquiditätsabgriffe unter den beiden jüngsten Tiefs (gekennzeichnet durch die roten Linien) weisen auf eine mögliche bullische Aufwärtsbewegung hin. Eine vollständige Invalidierung von Imbalance 21 würde die Strategie der Verkäufer faktisch außer Kraft setzen.

Das makroökonomische Umfeld am Donnerstag spielte klar den Käufern in die Hände. Ein einziger Nonfarm-Payrolls-Bericht reichte aus, um den US‑Dollar um rund 100 Punkte nach unten zu drücken. Am Freitag wird mit einem vergleichsweise ruhigen Handel gerechnet, da in den Vereinigten Staaten der Independence Day gefeiert wird. Infolgedessen dürfte die Handelsaktivität vor allem in der zweiten Tageshälfte verhalten bleiben.

Aus einer übergeordneten Perspektive gehe ich weiterhin davon aus, dass der langfristige Ausblick einen schwächeren US‑Dollar begünstigt. Weder der Konflikt zwischen Iran und den Vereinigten Staaten noch die Möglichkeit von Zinserhöhungen der Federal Reserve im Jahr 2026 haben diese Einschätzung grundlegend verändert. Die geopolitischen Spannungen haben Anleger lediglich vorübergehend an den Status des Dollars als sicheren Hafen erinnert, doch der Konflikt ist beendet – oder steht zumindest kurz davor.

Die Federal Reserve könnte im Laufe des Jahres 2026 die Zinsen anheben, was den Dollar zweifellos stützen würde. Eine straffere Geldpolitik würde jedoch zugleich die US‑Wirtschaft bremsen. Zudem sollte man sich daran erinnern, dass Kevin Warsh von Präsident Donald Trump zum FOMC‑Vorsitzenden ernannt wurde – mit der Erwartung, dass er letztlich eine stärker akkommodierende Geldpolitik verfolgen würde, um das Wirtschaftswachstum zu stimulieren, etwas, das Trump Jerome Powell nicht zutraute.

Aus diesem Grund rechne ich nicht damit, dass eine mögliche künftige Straffung durch die Fed in einen längeren Straffungszyklus mündet. Meiner Meinung nach dürfte jede weitere Aufwertung des US‑Dollars eher vorübergehender Natur sein, als den Beginn eines nachhaltigen, langfristigen Aufwärtstrends zu markieren.

Wirtschaftskalender für die Vereinigten Staaten und das Vereinigte Königreich:

  • Vereinigtes Königreich – Rede von Bank of England‑Gouverneur Andrew Bailey (15:00 UTC)

Der Wirtschaftskalender für den 3. Juli enthält nur einen geplanten Termin. Da Andrew Bailey jedoch bereits früher in dieser Woche gesprochen hat, erwarte ich nicht, dass die heutige Rede nennenswerte Marktbewegungen auslöst. Folglich dürfte der makroökonomische Hintergrund am Freitag nur geringen oder gar keinen Einfluss auf die Marktstimmung haben.

GBP/USD‑Prognose und Trading‑Tipps

Der längerfristige Ausblick für GBP/USD bleibt bullisch, während die Reaktion auf Bearish Imbalance 22 lediglich zu einer moderaten bärischen Korrektur geführt hat. Dadurch haben Käufer die Chance, die Kontrolle über den Markt zurückzugewinnen.

Das britische Pfund könnte seine Abwärtsbewegung in Richtung der Invalidation‑Marke des Aufwärtstrends bei 1,3007 zwar jederzeit wieder aufnehmen, doch hierfür wären neue bärische Bestätigungssignale erforderlich. Ein neues Verkaufssignal könnte sich erst innerhalb von Imbalance 21 herausbilden.

Für das bullische Szenario sprechen die beiden jüngsten Liquiditätsabgriffe. Zudem dürfte sich, sofern der Kurs am Freitag keinen starken Rückgang verzeichnet, bis zum Sitzungsende ein bullischer Imbalance‑Bereich ausbilden. Sollte sich ein solches bullisches Muster entwickeln, hätten Käufer eine deutlich stärkere technische Grundlage, um die Rally fortzusetzen. Die nächsten Aufwärtsziele wären dann die Hochs vom 1. Mai und 27. Januar bei 1,3656 beziehungsweise 1,3867.

Analyst InstaForex
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