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FX.co ★ EUR/USD – Smart-Money-Analyse: Unabhängigkeitstag brachte keine bedeutenden Entwicklungen

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Analysen:::2026-07-03T16:15:52

EUR/USD – Smart-Money-Analyse: Unabhängigkeitstag brachte keine bedeutenden Entwicklungen

EUR/USD – Smart-Money-Analyse: Unabhängigkeitstag brachte keine bedeutenden Entwicklungen

Das Währungspaar EUR/USD bleibt innerhalb eines lokalen bärischen Impulses, doch die Bullen haben in der vergangenen Woche einige Chancen erhalten. In dieser Woche traten beim internationalen Wirtschaftsforum in Portugal Christine Lagarde und Kevin Warsh als Redner auf. Meiner Ansicht nach schlug Christine Lagarde in der Geldpolitik einen zurückhaltenderen, eher dovishen und vorsichtigen Ton an, während Kevin Warsh die Notwendigkeit höherer Zinsen bekräftigte, aber nicht klarstellte, ob die Federal Reserve die Inflation durch eine straffere Geldpolitik senken will oder davon ausgeht, dass der Preisauftrieb von selbst nachlässt, wenn die Energiepreise zurückgehen. Da der Markt darauf keine eindeutige Antwort erhielt, muss er sich nun auf die kommenden Inflationsdaten konzentrieren.

Gleichzeitig hat der gestrige Tag gezeigt, dass die Inflation nicht der einzige Indikator ist, der Beachtung verdient. Der US-Arbeitsmarkt beginnt sich erneut abzuschwächen, und in den vergangenen drei Monaten blieb das Beschäftigungswachstum außerhalb der Landwirtschaft (Nonfarm Payrolls) um mehr als 100.000 Stellen hinter den Markterwartungen zurück. Infolgedessen könnte die Abschwächung des US-Arbeitsmarktes das FOMC dazu zwingen, jede Entscheidung über eine weitere Straffung der Geldpolitik deutlich vorsichtiger abzuwägen. Der nächste Inflationsbericht dürfte den Tradern einen besseren Hinweis darauf liefern, ob in naher Zukunft eine Zinserhöhung der Fed wahrscheinlich ist.

Der Mittwoch endete mit einer weiteren Aufwärtsbewegung des US-Dollar, was mich zu dem Schluss veranlasste, dass der Markt die Äußerungen Warshs als „hawkish“ interpretiert hat. Am Donnerstag jedoch geriet der Dollar nach der Veröffentlichung der Nonfarm-Payrolls-Zahlen unter Druck. Dieser bullische Impuls reichte aus, um die bärische Imbalance 18 zu invalidieren, sodass die Trader ihren Fokus nun auf Imbalance 17 richten können. Solange Imbalance 17 intakt bleibt, bleibt auch der bärische Impuls bestehen. Ich würde jedoch eine Ausbildung eines neuen bullischen Impulses bevorzugen. So oder so haben die Bullen eine Chance erhalten. Die Frage ist, ob sie sie nutzen können.

Die Geopolitik ist in den vergangenen Wochen etwas in den Hintergrund getreten, weil sich der Markt auf die Fed konzentrierte, könnte aber jederzeit wieder in den Vordergrund rücken. Teheran und Washington haben ein Memorandum of Understanding unterzeichnet, den Waffenstillstand um weitere 60 Tage verlängert und damit begonnen, an einer vollständigen Wiedereröffnung der Straße von Hormus und an einem neuen Nuklearabkommen zu arbeiten. Trotz der nachlassenden geopolitischen Spannungen hat sich der Dollar nicht wie von vielen erwartet abgeschwächt, und der Euro hat sich nach der geldpolitischen Straffung durch die EZB ebenfalls nicht verstärkt. Tatsächlich ist das Gegenteil eingetreten. Die Bären behielten trotz der fundamentalen und geopolitischen Rahmenbedingungen die Oberhand. Nun enttäuschen die geopolitischen Entwicklungen den Markt erneut, sodass ein wiederaufflammender bärischer Druck nicht überraschen würde. Dennoch halte ich die Position der Bullen nicht für so schwach, dass ein weiterer Rückzug gerechtfertigt wäre.

Die aktuelle Chartstruktur signalisiert weiterhin eine Fortsetzung des bärischen Impulses, der am 17. April begonnen hat. Die bärische Imbalance 17 ist noch nicht vollständig abgearbeitet, während Imbalance 18 durch die schwachen US-Arbeitsmarktdaten invalidiert wurde. Bislang haben sich keine bullischen Formationen herausgebildet, und in den nächsten Tagen ist auch nicht damit zu rechnen. Daher könnten die Bullen ihre Korrekturbewegung in Richtung Imbalance 17 fortsetzen, doch aktuell gibt es für diesen Move keine technische Grundlage für ein Engagement. Ich möchte außerdem darauf hinweisen, dass die Liquidität in der vergangenen Woche möglicherweise unterhalb des Tiefs vom 1. August des Vorjahres abgeholt wurde.

Am Freitag gab es keine nennenswerten Konjunkturveröffentlichungen. In Europa standen außer einer weiteren Rede von Christine Lagarde, die ihre wichtigsten Botschaften bereits am Mittwoch formuliert hatte, keine wichtigen Ereignisse an. In den Vereinigten Staaten blieben die Märkte aufgrund des Feiertags zum Independence Day geschlossen.

Die Bullen haben auch im Jahr 2026 weiterhin zahlreiche Gründe, aktiv zu bleiben, und das Ende des Konflikts im Nahen Osten hat daran nichts geändert. Strukturell und fundamental haben sich Trumps Maßnahmen – die im vergangenen Jahr einen starken Rückgang des US-Dollar ausgelöst haben – nicht verändert. Aus aktueller Sicht sehe ich trotz der „hawkishen“ Haltung des FOMC keine nennenswerte langfristige Unterstützung für den Dollar. EUR/USD hat sich einer Reihe wichtiger Tiefs und Swing-Punkte angenähert, an denen Liquidität abgeholt werden könnte, was potenziell das Ende des laufenden bärischen Impulses signalisieren würde.

Wirtschaftskalender für die USA und die Eurozone:

  • Eurozone: Einzelhandelsumsätze (09:00 UTC)
  • Vereinigte Staaten: ISM Services PMI (14:00 UTC)
  • Eurozone: Rede von EZB-Präsidentin Christine Lagarde (16:00 UTC)

Der Wirtschaftskalender für den 6. Juli umfasst drei anstehende Termine, wobei der ISM Services PMI als der wichtigste hervorsticht. Das makroökonomische Umfeld dürfte die Marktstimmung vor allem in der zweiten Hälfte der Handelssitzung am Montag beeinflussen.

EUR/USD-Prognose und Trading-Empfehlungen:

Meiner Meinung nach befindet sich das Währungspaar weiterhin in der Phase der Ausbildung eines Aufwärtstrends. Das fundamentale Umfeld hat sich vor vier Monaten deutlich zugunsten der Bären verschoben, doch der übergeordnete Trend kann noch nicht als gebrochen oder abgeschlossen gelten. Daher könnten die Bullen nach dem Abholen der Liquidität unterhalb der wichtigsten Tiefs einen weiteren Aufwärtsimpuls starten. Long-Positionen einzugehen, ist in dieser Phase allerdings nicht ratsam. Trader sollten zunächst auf die Ausbildung bullischer Chartmuster warten.

Derzeit beobachten Trader zwei bärische Imbalances, von denen eine bereits invalidiert wurde. Gleichzeitig möchte ich auf die Nähe von vier markanten Swing-Tiefs hinweisen, die als Liquiditätsziele dienen könnten, sowie auf die zunehmend fragwürdigen Fundamentaldaten, welche die Stärke des US-Dollar stützen. Daher rechne ich weiterhin mit einer Aufwärtsbewegung, möchte dafür aber zunächst zumindest eine gewisse technische Bestätigung sehen. Andernfalls sollten Trader abwarten, bis sich innerhalb von Imbalance 17 ein Verkaufssignal ausbildet.

Analyst InstaForex
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