Handelsanalyse und Tipps für die Währung Euro
Der Preistest bei 1,1441 erfolgte zu einem Zeitpunkt, als der MACD-Indikator deutlich unter die Nulllinie gefallen war und damit das Abwärtspotenzial des Währungspaares begrenzte. Aus diesem Grund habe ich den Euro nicht verkauft.
Am vergangenen Freitag war die Handelsaktivität an den Märkten aufgrund der Feierlichkeiten zum Independence Day in den Vereinigten Staaten rückläufig. Bereits am Vortag des Feiertags war eine gedämpfte Volatilität zu beobachten, sodass es bei den meisten wichtigen Währungspaaren, darunter auch beim US-Dollar gegenüber dem Euro, nur zu wenigen nennenswerten Kursbewegungen kam.
Heute dürfte es deutlich ereignisreicher werden. Zu den am stärksten erwarteten Veröffentlichungen gehören die Zahlen zu den Industrieaufträgen in Deutschland, einem wichtigen Gradmesser für die größte Volkswirtschaft der Eurozone. Starke Daten in diesem Bereich würden auf eine Erholung der industriellen Aktivität hindeuten und die Position des Euro stärken. Neben den deutschen Aufträgen richten Anleger ihr Augenmerk auch auf den Erzeugerpreisindex (PPI) der Eurozone. Dieser Indikator spiegelt die Inflationserwartungen wider und kann einen erheblichen Einfluss auf die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank haben. Ein Anstieg des PPI könnte Händler dazu veranlassen, den Euro als attraktiveren Kaufwert zu betrachten. Zudem werden Daten zu den Veränderungen im Einzelhandelsumsatz in der Eurozone erwartet. Diese Kennzahl zeigt die Konsumnachfrage und die allgemeine wirtschaftliche Aktivität an. Ein Anstieg der Einzelhandelsumsätze würde auf eine robuste Verfassung des Konsumsektors hinweisen und sich positiv auf die Perspektiven des Euro auswirken.
Für die Intraday-Strategie werde ich mich in erster Linie auf die Umsetzung der Szenarien Nr. 1 und Nr. 2 stützen.

Kaufszenarien
- Szenario Nr. 1: Kaufen Sie den Euro heute, wenn der Kurs etwa 1,1435 erreicht (grüne Linie im Chart), mit einem Kursziel bei 1,1455. Bei 1,1455 plane ich, den Markt zu verlassen und gleichzeitig Euro in die Gegenrichtung zu verkaufen, mit dem Ziel einer Bewegung von 30–35 Pips vom Einstiegspunkt. Mit einem Anstieg des Euro ist erst nach guten Konjunkturdaten aus der Eurozone zu rechnen. Wichtig! Stellen Sie vor dem Kauf sicher, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und gerade beginnt, von dort anzusteigen.
- Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, den Euro heute zu kaufen, wenn der Kurs 1,1422 zweimal in Folge testet und sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Das wird das Abwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Aufwärtsumkehr am Markt führen. Zu erwarten ist ein Anstieg in Richtung der Widerstandsbereiche bei 1,1435 und 1,1455.
Verkaufsszenarien
- Szenario Nr. 1: Ich plane, den Euro zu verkaufen, nachdem das Niveau von 1,1422 (rote Linie im Chart) erreicht wurde. Das Kursziel liegt bei 1,1399, wo ich den Markt verlassen und sofort in die Gegenrichtung kaufen möchte (mit dem Ziel einer Gegenbewegung von 20–25 Pips von diesem Niveau). Druck auf das Währungspaar wird heute nur dann zurückkehren, wenn die Konjunkturdaten schlecht ausfallen. Wichtig! Stellen Sie vor dem Verkauf sicher, dass der MACD-Indikator unter der Nulllinie liegt und gerade beginnt, von dort abzufallen.
- Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, den Euro heute zu verkaufen, wenn der Kurs 1,1435 zweimal in Folge testet und sich der MACD-Indikator im überkauften Bereich befindet. Das wird das Aufwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Abwärtsumkehr am Markt führen. Zu erwarten ist ein Rückgang zu den Unterstützungsbereichen bei 1,1422 und 1,1399.

Was das Diagramm zeigt:
- Die dünne grüne Linie stellt den Einstiegskurs für den Kauf des Handelsinstruments dar;
- Die dicke grüne Linie ist der geschätzte Kurs, bei dem der Take Profit gesetzt oder Gewinne gesichert werden sollten, da eine weitere Aufwärtsbewegung oberhalb dieses Niveaus unwahrscheinlich ist;
- Die dünne rote Linie ist der Einstiegskurs für den Verkauf des Handelsinstruments;
- Die dicke rote Linie ist der geschätzte Kurs, bei dem der Take Profit gesetzt oder Gewinne gesichert werden sollten, da eine weitere Abwärtsbewegung unterhalb dieses Niveaus unwahrscheinlich ist;
- Der MACD-Indikator. Es ist wichtig, Markteintritte auf überkauften und überverkauften Zonen zu basieren.
Wichtig: Einsteiger im Forex-Markt müssen Einstiegsentscheidungen sehr vorsichtig treffen. Vor der Veröffentlichung bedeutender fundamentaler Berichte ist es am besten, sich aus dem Markt herauszuhalten, um plötzliche Kursschwankungen zu vermeiden. Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, setzen Sie unbedingt Stop-Orders, um Verluste zu minimieren. Ohne Stop-Orders können Sie Ihr gesamtes Guthaben sehr schnell verlieren, insbesondere wenn Sie kein Money Management anwenden und mit großen Volumen handeln.
Und denken Sie daran: Für erfolgreiches Trading ist ein klarer Handelsplan erforderlich, ähnlich dem, den ich oben vorgestellt habe. Spontane Handelsentscheidungen auf Basis der aktuellen Marktsituation zu treffen, ist für Intraday-Händler grundsätzlich eine verlustreiche Strategie.