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FX.co ★ Die größte Bedrohung für Bitcoin ist nicht die Strategie, sondern die privaten Blockchains der Banken

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Crypto Analysis:::2026-07-10T07:30:36

Die größte Bedrohung für Bitcoin ist nicht die Strategie, sondern die privaten Blockchains der Banken

Gestern hat JPMorgan einen interessanten Bericht veröffentlicht, der den gewohnten Marktalarm auf den Kopf stellt.

Die größte Bedrohung für Bitcoin ist nicht die Strategie, sondern die privaten Blockchains der Banken

Nach ihrer Einschätzung können die Bitcoin-Verkäufe durch das Unternehmen Strategy, das etwa 4 % des umlaufenden Angebots kontrolliert, zwar immer wieder zu Verkaufsdruck führen, sie stellen jedoch nicht die wichtigste strukturelle Bedrohung für Bitcoin dar. „Wir betrachten Strategy nicht als die primäre strukturelle Bedrohung für Bitcoin“, heißt es in dem Bericht. Ein deutlich größeres Risiko gehe vielmehr davon aus, dass das traditionelle Finanzsystem seine eigene Blockchain-Infrastruktur weiterentwickelt, die öffentliche, permissionless Netzwerke de facto umgeht.

Das Argument lautet, dass Banken und große Institutionen sich zunehmend für geschlossene, permissioned Blockchain-Infrastrukturen entscheiden, anstatt für öffentliche Netzwerke wie Ethereum, Solana oder Avalanche. Der Grund ist einfach und pragmatisch: Permissioned-Systeme bieten integrierte KYC- und AML-Verfahren, Datenschutz, Steuerbarkeit und klare rechtliche Verantwortlichkeiten – genau die Merkmale, die öffentlichen Blockchains derzeit für einen wirklich institutionellen Maßstab fehlen. JPMorgan untermauert diesen Punkt mit einem Beispiel aus dem eigenen Haus: Die Kinexys-Plattform der Bank, die auf einem geschlossenen, permissioned Netzwerk läuft, hat bereits Transaktionen im Wert von über 4 Billionen US‑Dollar abgewickelt. Der Bericht verweist außerdem auf die Bank for International Settlements, die zuvor vor der Nutzung öffentlicher, permissionless Blockchains für systemrelevante Finanzinfrastrukturen gewarnt hat – aufgrund von Problemen bei Skalierbarkeit, Governance, rechtlicher Verantwortung und finaler Abwicklung. Diese These haben wir kürzlich im Zusammenhang mit dem Jahresbericht der BIS ausführlich analysiert.

Bemerkenswerterweise kommt JPMorgan zu dem Schluss, dass der CLARITY Act das Problem paradoxerweise eher verschärfen als lösen könnte. Regulatorische Klarheit könnte Banken dazu ermutigen, verstärkt eigene tokenisierte Einlagen zu emittieren, was bestehende Finanzinstitute stärkt und gleichzeitig die Nachfrage nach Stablecoins auf öffentlichen Blockchains verringert. „In einem solchen Szenario besteht das Risiko, dass sich die Tokenisierung von Real-World Assets innerhalb des traditionellen Finanzsystems verfestigt, während öffentliche Blockchains von einer primären Abwicklungsinfrastruktur auf die Rolle eines bloßen Kanals für Distribution und Sekundärhandel zurückgestuft würden – was die Kapital- und Liquiditätszuflüsse in das gesamte öffentliche Krypto-Ökosystem strukturell verringern würde“, heißt es in dem Bericht.

JPMorgan räumt offen die Grenzen seiner Prognose ein: Sie könnte sich nicht bewahrheiten, wenn sich ein Hybridmodell durchsetzt, in dem sich öffentliche und private Blockchains parallel weiterentwickeln, wenn der Stablecoin-Markt unter günstigen regulatorischen Rahmenbedingungen weiter wächst oder wenn Bitcoin seine Rolle als „digitales Gold“ unabhängig vom Schicksal der breiteren öffentlichen Blockchain-Infrastruktur bewahrt.

Handelsempfehlungen

Die größte Bedrohung für Bitcoin ist nicht die Strategie, sondern die privaten Blockchains der Banken

Bitcoin

Die Käufer versuchen derzeit, die Marke von 63.900 US-Dollar zurückzuerobern. Dies würde einen direkten Weg in Richtung 65.600 US-Dollar und anschließend in Richtung 67.700 US-Dollar eröffnen – ein Ausbruch über letztere Marke würde auf Versuche hindeuten, den Bullenmarkt wiederzubeleben. Auf der Unterseite erwarte ich Käufer im Bereich von 62.000 US-Dollar. Fällt das Instrument wieder unter diese Zone, könnte BTC rasch in Richtung 60.600 US-Dollar gedrückt werden. Das entfernteste Abwärtsziel läge bei etwa 58.700 US-Dollar.

Die größte Bedrohung für Bitcoin ist nicht die Strategie, sondern die privaten Blockchains der Banken

Ethereum

Ein klarer Halt oberhalb von 1.784 $ öffnet den Weg in Richtung 1.838 $. Das weiter entfernte Ziel ist das Hoch nahe 1.901 $; ein Ausbruch darüber würde auf eine stärkere bullische Stimmung und eine Rückkehr des Käuferinteresses hindeuten. Auf der Unterseite rechne ich mit Käufern bei 1.725 $. Ein Rückfall unter diesen Bereich könnte ETH schnell in Richtung 1.650 $ drücken. Das entfernteste Abwärtsziel läge bei etwa 1.573 $.

Was im Chart zu sehen ist

  • Die roten Linien stellen Support- und Resistance-Level dar, an denen der Kurs voraussichtlich pausiert oder stark reagiert.
  • Die grüne Linie zeigt den 50‑Tage‑Moving Average.
  • Die blaue Linie ist der 100‑Tage‑Moving Average.
  • Die neonfarbene Linie ist der 200‑Tage‑Moving Average.

Wenn der Kurs eine dieser Moving Averages testet oder durchbricht, stoppt das häufig die aktuelle Bewegung oder bringt frischen Schwung in den Markt.

Analyst InstaForex
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