Analyse des Montagshandels:
1-Stunden-Chart des GBP/USD-Paares

Das Währungspaar GBP/USD notierte am Montag niedriger und konnte sich damit unterhalb der zweiwöchigen aufwärtsgerichteten Trendlinie konsolidieren. Im Grunde könnte derzeit nur die Geopolitik eine Stärkung des US-Dollars auslösen, da die USA und Iran erneut auf einen langfristigen Konflikt zusteuern, anstatt auf Verhandlungen und dauerhaften Frieden. Der Ölpreis steigt wieder, was die Federal Reserve über die Inflationskennzahlen näher an eine Straffung der Geldpolitik heranrückt. Heute wird ein neuer Inflationsbericht für die USA veröffentlicht, doch vor dem Hintergrund der jüngsten Ereignisse im Nahen Osten lassen sich daraus keine belastbaren Schlüsse ziehen. Für Juni könnte die Inflation auf 3,8 % zurückgehen, doch falls die Straße von Hormus blockiert bleibt, ist kaum damit zu rechnen, dass der Verbraucherpreisindex weiter sinkt. Das bedeutet, dass die Fed den Leitzins tatsächlich anheben muss. Angesichts der Tatsache, dass der Markt im Jahr 2026 dem Dollar sehr wohlgesonnen ist, ist ein weiterer Anstieg der US-Währung durchaus möglich. Viel wird heute vom Inflationsbericht und der Rede von Kevin Warsh abhängen.
5-Minuten-Chart des GBP/USD-Paares

Im 5-Minuten-Chart wurden am Montag mehrere Handelssignale generiert. Der Kurs prallte wiederholt von dem Bereich 1,3380–1,3386 nach unten ab, durchbrach ihn anschließend, um dann von unten erneut abzuprachen. Viele Signale wiederholten sich gegenseitig. Daher konnten Einsteiger insgesamt zwei Trades eröffnen. Der erste war ein Kauf, der mit Verlust geschlossen wurde, während der zweite ein Verkauf war, der einen kleinen Gewinn einbrachte.
Handel am Dienstag:
Im Stundenchart könnte das Währungspaar GBP/USD einen neuen Abwärtstrend beginnen. Der Konflikt im Nahen Osten befindet sich in einer Pause, aber Iran und die USA steuern auf eine neue Eskalation und eine langfristige Konfrontation zu. Selbst wenn der US‑Dollar keinen neuen Trend ausbildet, wird es für das britische Pfund und den Euro in nächster Zeit deutlich schwieriger, zu steigen – insbesondere, wenn die Fed ihre Bereitschaft bekräftigt, die Geldpolitik zu straffen und die Inflation in den USA nur geringfügig oder gar nicht zurückgeht.
Am Dienstag können Einsteiger Short-Positionen eröffnen, wenn sich der Kurs unterhalb des Bereichs 1,3319–1,3331 festigt oder wenn er vom Bereich 1,3380–1,3386 nach unten abprallt. Ein Kursanstieg über den Bereich 1,3380–1,3386 oder ein Abprall von dem Bereich 1,3319–1,3331 nach oben würde Long-Positionen ermöglichen.
Im 5-Minuten-Chart sind folgende Kursmarken für den Handel relevant: 1,3043, 1,3096–1,3107, 1,3175–1,3180, 1,3259–1,3267, 1,3319–1,3331, 1,3380–1,3386, 1,3456–1,3476, 1,3587–1,3598, 1,3631–1,3641 und 1,3695. Am Dienstag ist in Großbritannien eine Rede des Bank of England‑Vorsitzenden Andrew Bailey angekündigt, während in den USA Kevin Warsh spricht und der Inflationsbericht veröffentlicht wird. Alle drei Ereignisse gelten als wichtig.
Grundregeln des Handelssystems:
- Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Bildung benötigt wird (Abprall oder Ausbruch). Je weniger Zeit vergeht, desto stärker ist das Signal.
- Wenn an einem bestimmten Level aufgrund von Fehlsignalen zwei oder mehr Trades eröffnet wurden, sollten nachfolgende Signale von diesem Level ignoriert werden.
- In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale oder auch gar keine Signale ausbilden. Technische Marken können dann vernachlässigt werden.
- Im Stundenchart sollten Handelssignale des MACD‑Indikators nur umgesetzt werden, wenn die Volatilität ausreichend hoch ist und ein Trend durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt wird.
- Wenn zwei Levels sehr nah beieinander liegen (5 bis 20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- oder Widerstandszone betrachtet werden.
- Nachdem sich der Kurs 15 Pips in die richtige Richtung bewegt hat, sollte der Stop-Loss auf Break-even nachgezogen werden.
Erklärungen zu den Charts:
Kursmarken (Bereiche) von Unterstützung und Widerstand dienen als Ziele beim Eröffnen von Long- oder Short-Positionen oder als Ausgangspunkt für Handelssignale.
Rote Linien kennzeichnen Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend darstellen und die bevorzugte Handelsrichtung anzeigen.
Der MACD‑Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein ergänzender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Veröffentlichungen (im Wirtschaftskalender) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit größter Vorsicht gehandelt werden, oder man verlässt den Markt, um plötzliche Umkehrbewegungen gegen den vorangegangenen Trend zu vermeiden.
Einsteiger im Forex-Markt sollten sich bewusst sein, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Eine klare Handelsstrategie sowie ein diszipliniertes Risiko- und Money-Management sind entscheidend für langfristigen Erfolg im Trading.