Handelsanalyse für Mittwoch:
1-Stunden-Chart von EUR/USD

Das Währungspaar EUR/USD legte am Mittwoch zu und konnte damit erstmals seit drei Wochen den Seitwärtskanal bei 1,1377–1,1461 nach oben verlassen. Damit könnte die Seitwärtsphase beendet sein, und der Euro hat nun die Chance, nach einer längeren Pause wieder einen Trend auszubilden. Zur Erinnerung: Das britische Pfund hat in den vergangenen drei Wochen deutlich zugelegt, was wir für völlig gerechtfertigt halten. In den letzten Monaten hat der Markt aufgehört, auf Fundamentaldaten, Geopolitik und Makroökonomie zu achten, was zu einem ungerechtfertigten Anstieg des Dollars geführt hat. Dies konnte jedoch nicht unbegrenzt so weitergehen. Auf längere Sicht bleiben die Aufwärtstrends sowohl für den Euro als auch für das Pfund intakt, sodass jeder Rückgang als Korrektur in höheren Zeitrahmen betrachtet wird. Der Euro tut sich nach wie vor schwer mit nachhaltigen Aufwärtsbewegungen, aber alle großen Entwicklungen beginnen klein. Die Marke von 1,1461 fungiert nun als Unterstützung für den Euro. Gestern bestätigte der US-Erzeugerpreisindex die Verlangsamung der allgemeinen Inflation und verringerte damit die Wahrscheinlichkeit einer kurzfristigen Anhebung des Leitzinses durch die Federal Reserve.
5M-Chart von EUR/USD

Im 5-Minuten-Chart entstand am Mittwoch nur ein einziges Handelssignal, leider ganz am Ende der Bewegung. Gegen Tagesende durchbrach das Paar den Bereich von 1,1461–1,1466, der als obere Grenze der Seitwärtsrange betrachtet werden kann. Damit könnte die Aufwärtsbewegung heute anhalten und den Tradern einen guten Bereich bieten, um sowohl Long- als auch Short-Positionen einzugehen.
Wie man am Donnerstag handelt:
Im Stundenchart wurden beide Trendlinien durchbrochen und sind damit nicht mehr relevant. Die Seitwärtsphase könnte beendet sein, da das Paar die Marke von 1,1461 überschritten hat. Unter Berücksichtigung aller Ereignisse und Marktbewegungen der letzten Monate gehen wir davon aus, dass der Euro weiter steigen sollte. Auch mittelfristig erwarten wir eine Aufwärtsbewegung.
Am Donnerstag können Anfänger Short-Positionen mit Ziel im Bereich 1,1363–1,1377 eröffnen, falls sich der Kurs unterhalb des Bereichs 1,1461–1,1466 festigt. Long-Positionen können mit Ziel bei 1,1527–1,1531 gehalten werden, da sich der Kurs oberhalb des Bereichs 1,1461–1,1466 etabliert hat.
Im 5-Minuten-Chart sind die folgenden Marken zu beachten: 1,1267–1,1275, 1,1363–1,1377, 1,1461–1,1466, 1,1527–1,1531, 1,1584–1,1594, 1,1655–1,1666 und 1,1745–1,1754. Am Donnerstag sind in der Europäischen Union keine wichtigen Veröffentlichungen geplant, während in den USA Daten zu den Einzelhandelsumsätzen und den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe veröffentlicht werden. Wir rechnen nicht mit einer starken Marktreaktion auf diese Berichte.
Grundregeln des Handelssystems:
- Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die für seine Entstehung (Abprall oder Ausbruch) benötigt wird. Je kürzer die Dauer, desto stärker das Signal.
- Wenn an einem bestimmten Level zwei oder mehr Trades aufgrund von Fehlsignalen eröffnet wurden, sollten alle weiteren Signale von diesem Level ignoriert werden.
- In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale oder auch gar keine bilden. Technische Levels können dann ignoriert werden.
- Im Stundenchart sollten Handelssignale des MACD-Indikators nur umgesetzt werden, wenn die Volatilität ausreichend hoch ist und ein Trend durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt wird.
- Wenn zwei Levels zu dicht beieinander liegen (5 bis 20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone betrachtet werden.
- Nachdem sich der Kurs 15 Pips in die richtige Richtung bewegt hat, sollte der Stop-Loss auf Break-even nachgezogen werden.
Was auf den Charts zu sehen ist:
Kursniveaus (Zonen) von Unterstützung und Widerstand dienen als Ziele beim Eröffnen von Long- oder Short-Positionen oder als Quellen von Signalen.
Rote Linien markieren Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend anzeigen und die bevorzugte Handelsrichtung erkennen lassen.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein ergänzender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Veröffentlichungen (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit größter Vorsicht gehandelt werden, oder man verlässt den Markt, um plötzliche Umkehrbewegungen gegen den vorausgegangenen Trend zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Handel sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und konsequentes Money-Management sind entscheidend für langfristigen Erfolg im Trading.