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FX.co ★ Die Politik von Strategy weckt kein Vertrauen in Bitcoin

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Crypto Analysis:::2026-07-20T09:38:18

Die Politik von Strategy weckt kein Vertrauen in Bitcoin

Bitcoin und Ethereum notieren weiterhin in der Nähe ihrer Jahrestiefs und befinden sich nach wie vor in einer Korrekturphase. In den vergangenen drei Wochen konnten ETH und BTC zwar eine leichte Erholung verzeichnen, doch es gibt weiterhin keine Anzeichen für ein Ende des Abwärtstrends, der im vergangenen Jahr begonnen hat. Das fundamentale Umfeld für den Kryptomarkt bleibt schwach; dies zeigt sich vor allem in einer geringen Spot-Nachfrage, Kapitalabflüssen in den KI-Sektor sowie in der Entschlossenheit der Fed, die Inflation wieder auf 2 % zu bringen, was mindestens eine Fortsetzung der straffen Geldpolitik impliziert. Entsprechend sehen wir nach wie vor keine Grundlage für eine nachhaltige Rally bei Bitcoin oder Ethereum.

Unterdessen beobachtet der Markt weiterhin sehr genau die Schritte des größten BTC-haltenden Unternehmens, Strategy. Lange Zeit diente die Strategie von Michael Saylors Unternehmen als Stimmungsbarometer für Privatanleger und institutionelle Investoren: Solange Strategy weiter kaufte, galt das als Signal, dass das Unternehmen wusste, was es tat. Kürzlich hat Strategy jedoch aufgrund von Liquiditätsproblemen erstmals Bitcoin verkauft. Der Preis des „digitalen Goldes“ liegt weiterhin unter den Produktionskosten (Mining-Kosten) und unter dem durchschnittlichen Einstandspreis von Strategy. CryptoQuant erklärte, die Entscheidung von Strategy, Bitcoin zu verkaufen, sei richtig gewesen, die Gesamtstrategie des Unternehmens sei jedoch noch weit von optimal entfernt. Die Analysten von CryptoQuant merkten an, dass Michael Saylor keine klaren Regeln dafür hat, wann Bitcoin zur Aufstockung der Reserven gekauft und wann zur Erhöhung der Liquidität für Dividendenzahlungen auf Stamm- und Vorzugsaktien verkauft werden soll. Kurz gesagt: Die Trades von Strategy sind chaotisch – worauf wir Händler bereits mehrfach hingewiesen haben.

Gleichzeitig erklärten Experten von Grayscale, dass die Bitcoin-Verkäufe von Strategy zur Ausbildung eines Markt-„Bodens“ beitragen könnten. Dieser Schritt dürfte dazu beitragen, das Vertrauen der Anleger in die Aktie des Unternehmens wiederherzustellen. Nach unserer Einschätzung gilt allerdings: Je häufiger Strategy zu Bitcoin-Verkäufen greift, desto mehr wird sich der Markt in der Überzeugung bestärkt sehen, dass die langfristige Strategie des Unternehmens fehlerhaft ist. Michael Saylors Unternehmen hatte sich über einen langen Zeitraum dem Prinzip „Bitcoin niemals verkaufen“ verschrieben und hat diese Regel im Jahr 2026 gebrochen – ein Hinweis auf eine Fehlentscheidung. In der Folge ist davon auszugehen, dass Investoren künftig vorsichtiger agieren und Käufe von „digitalem Gold“ mit größerer Umsicht tätigen werden.

Die Politik von Strategy weckt kein Vertrauen in Bitcoin

Handelsempfehlungen für BTC/USD

Bitcoin setzt die Ausbildung eines ausgeprägten Abwärtstrends fort. Wir rechnen weiterhin mit einem Rückgang in Richtung 57.500 USD (61,8 %-Fibonacci-Retracement des dreijährigen Aufwärtstrends), auch wenn dieses Niveau im Grunde bereits getestet wurde. Wir gehen jedoch nicht davon aus, dass der Abwärtstrend dort endet. Das letzte bearish FVG wurde im Bereich von 68.000–70.700 USD im Tageschart gebildet, sodass diese Zone in den kommenden Wochen als POI für Short-Positionen fungiert. Im 4-Stunden-Chart befindet sich Bitcoin in der zweiten Welle seiner Korrektur, doch bleiben Short-Trades attraktiver, da jede Erholung a priori lediglich als Korrektur innerhalb des Abwärtstrends zu werten ist.

Die Politik von Strategy weckt kein Vertrauen in Bitcoin

Handelsempfehlungen für ETH/USD

Im Tageschart setzt sich der Abwärtstrend, der im August des vergangenen Jahres begonnen hat, weiter fort. Das zentrale Verkaufssignal bleibt der bearish Order Block im Wochenchart. Wir gehen nicht davon aus, dass der aktuelle Abwärtstrend bereits beendet ist, da es weder bei Bitcoin noch bei Ether Anzeichen für eine Trendwende gibt. Der Kurs hat die Seitwärtsrange nach unten verlassen, sodass die vorherige Konsolidierungsphase als abgeschlossen gilt. Ein Ausbruch über die obere Begrenzung dieser Seitwärtsrange blieb aus, sodass es keine Grundlage für die Eröffnung von Short-Positionen aus dieser Struktur heraus gab. Eine neue Korrekturwelle ist zu erwarten, nachdem im 4-Stunden-Chart ein Kaufsignal entstanden ist. Im Tageschart raten wir dazu, das Ende der Korrektur abzuwarten, anstatt gegen den vorherrschenden Trend zu handeln.

Erläuterungen zu den Charts

CHOCH steht für Change of Character (Veränderung der Marktdynamik) bzw. Bruch der Trendstruktur. Liquidity bezeichnet die Stop-Loss-Orders der Trader, die von Market Makern genutzt werden, um ihre eigenen Positionen aufzubauen. FVG steht für Fair Value Gap (Bereich der Preisineffizienz). Der Kurs durchläuft solche Zonen häufig sehr schnell, was auf das Fehlen einer Marktseite hinweist. In der Folge tendiert der Preis dazu, in diese Bereiche zurückzukehren und dort zu reagieren. IFVG ist ein Inverted Fair Value Gap. Nach der Rückkehr in eine solche Zone reagiert der Preis nicht mit einer Umkehr, sondern bricht sie impulsiv und testet sie anschließend von der Gegenseite.

OB bedeutet Order Block. Das ist die Kerze, in der ein Market Maker eine Position eröffnet hat, um zunächst Liquidität einzusammeln und anschließend seine eigene entgegengesetzte Position aufzubauen.

Analyst InstaForex
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