Analyse der Mittwochstrades:
1-Stunden-Chart des GBP/USD-Paares

Das Währungspaar GBP/USD setzte seinen Abwärtstrend am Mittwoch fort, der nun die Form eines voll ausgeprägten Trends angenommen hat. Die aufsteigende Trendlinie wurde durchbrochen, und eine neue abwärtsgerichtete Trendlinie hat sich etabliert. Damit könnte das britische Pfund seinen Rückgang kurzfristig aus technischen Gründen fortsetzen. Gestern wurde in Großbritannien der wichtigste Bericht der Woche veröffentlicht – die Inflationsdaten für den Juni. Doch ausgerechnet an diesem Tag blieben nennenswerte Marktbewegungen praktisch aus. Entweder hat der Markt den Rückgang der britischen Inflation bereits im Vorfeld eingepreist, oder er handelt weiterhin nach eigenen Regeln, die mit der fundamentalen und makroökonomischen Analyse wenig zu tun haben. In jedem Fall bleibt der Abwärtstrend intakt; das Pfund Sterling tritt – anders als der Euro – nicht auf der Stelle, sodass wir weiterhin mit guten Bewegungen rechnen können. Unserer Einschätzung nach wird das britische Pfund nach Abschluss der aktuellen Korrektur nach unten den Bereich von 1,3700–1,3800 ins Visier nehmen, der die obere Begrenzung der Seitwärtsrange im Wochenchart darstellt.
5-Minuten-Chart des GBP/USD-Paares

Im 5-Minuten-Chart wurden am Mittwoch zwei Verkaufssignale generiert. Der Kurs prallte zweimal vom Bereich 1,3380–1,3386 ab, schaffte es jedoch in beiden Fällen nicht, auch nur 20 Pips nach unten zu laufen. Die Tagesvolatilität betrug „unwirkliche“ 40 Pips.
Wie man am Donnerstag handelt:
Im Stundenchart hat das GBP/USD-Paar einen neuen Abwärtstrend begonnen. Nach drei Wochen Anstieg war eine Korrektur notwendig. Es ist schwer zu sagen, wie lange das britische Pfund fallen wird, aber Händler haben derzeit eine gute Orientierung in Form der Trendlinie. Solange sich der Kurs nicht oberhalb dieser Linie festsetzt, bleibt der Abwärtstrend intakt.
Am Donnerstag können Anfänger Short-Positionen eröffnen, wenn der Kurs vom Bereich 1,3380–1,3386 nach unten abprallt, mit Ziel 1,3319–1,3331. Ein Ausbruch und eine Konsolidierung oberhalb des Bereichs 1,3380–1,3386 ermöglichen die Eröffnung von Long-Positionen mit Ziel 1,3456–1,3476.
Im 5-Minuten-Chart können aktuell die folgenden Levels gehandelt werden: 1,3096–1,3107, 1,3175–1,3180, 1,3259–1,3267, 1,3319–1,3331, 1,3380–1,3386, 1,3456–1,3476, 1,3587–1,3598, 1,3631–1,3641, 1,3695. Am Donnerstag stehen weder in Großbritannien noch in den USA wichtige Ereignisse auf dem Kalender, doch ausgerechnet an diesem Tag könnte das Paar ordentliche Bewegungen zeigen. Der gestrige Inflationsbericht für das Vereinigte Königreich wurde vom Markt einfach ignoriert. Heute fehlt der makroökonomische Hintergrund, aber das britische Pfund ist in den letzten Wochen nicht in einer Seitwärtsbewegung verharrt – anders als der Euro.
Grundregeln des Handelssystems:
- Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Bildung erforderlich ist (Abpraller oder Ausbruch). Je weniger Zeit benötigt wird, desto stärker ist das Signal.
- Wenn an einem bestimmten Level aufgrund von Fehlsignalen zwei oder mehr Trades eröffnet wurden, sollten nachfolgende Signale von diesem Level ignoriert werden.
- In einem Seitwärtsmarkt kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale oder überhaupt keine Signale generieren. Technische Levels können in solchen Phasen an Aussagekraft verlieren.
- Im Stundenchart sollten Handelssignale des MACD-Indikators nur umgesetzt werden, wenn die Volatilität ausreichend ist und ein Trend durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt wird.
- Wenn zwei Levels zu dicht beieinander liegen (5 bis 20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone betrachtet werden.
- Nachdem sich der Kurs 15 Pips in die richtige Richtung bewegt hat, sollte der Stop Loss auf Breakeven (Einstandspreis) nachgezogen werden.
Was auf den Charts zu sehen ist:
Kurslevels (Bereiche) von Unterstützung und Widerstand dienen als Kursziele bei der Eröffnung von Long- oder Short-Positionen oder als Quellen für Handelssignale.
Rote Linien markieren Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend anzeigen und die bevorzugte Handelsrichtung signalisieren.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein ergänzender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Berichte (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Deshalb sollte während ihrer Veröffentlichung mit größter Vorsicht gehandelt werden, oder man verlässt den Markt vorübergehend, um plötzliche, scharfe Umkehrbewegungen gegen den vorangegangenen Trend zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Markt sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Handelsstrategie und konsequentes Money-Management sind der Schlüssel zu langfristigem Erfolg im Trading.