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FX.co ★ EUR/USD Analyse – 24. Juli: Euro fällt im Rahmen der Erwartungen

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Analysen:::2026-07-23T17:00:08

EUR/USD Analyse – 24. Juli: Euro fällt im Rahmen der Erwartungen

EUR/USD Analyse – 24. Juli: Euro fällt im Rahmen der Erwartungen

Die Elliott-Wellen-Struktur im 4-Stunden-Chart für EUR/USD wird zunehmend komplex. Es gibt nach wie vor keinen Hinweis darauf, dass der seit Januar vergangenen Jahres laufende Aufwärtstrendabschnitt (im unteren Chart dargestellt) aufgehoben wäre. Allerdings hat die aktuelle Wellenstruktur einen korrektiven Charakter angenommen.

Aus langfristiger Sicht ist weiterhin die Ausbildung der Welle C zu erwarten, deren Tief idealerweise unter dem Tief der Welle A liegen sollte. Aktuell hat das Tief der Welle C bereits das Tief der Welle A unterschritten, sodass die Welle C jederzeit abgeschlossen sein könnte. Sollte sich jedoch das fundamentale Umfeld zugunsten des US-Dollar verbessern, könnte sich diese Welle weiter ausdehnen.

In der niedrigeren Zeitebene lässt sich eine klassische fünfteilige Abwärtsstruktur erkennen. Trifft diese Annahme zu, befindet sich derzeit Welle 4 in der Entwicklung, während Welle 3 eine fünfwellige Struktur ausgebildet hat. Sobald diese Struktur vollständig ist, könnte das Währungspaar beginnen, eine neue Aufwärtswellen-Sequenz zu bilden.

Nach der aktuellen Zählung ist jedoch noch eine weitere Abwärtswelle – Welle 5 – zu erwarten. Entsprechend könnte der Euro in Richtung 1,1300 oder sogar darunter fallen.

EZB überrascht den Markt nicht

EUR/USD fiel am Donnerstag um 50 Basispunkte, und aus Sicht der Nachrichtenlage ist diese Bewegung nur schwer nachzuvollziehen. Die EZB beschloss, die Leitzinsen unverändert zu lassen und bis zur nächsten Sitzung abzuwarten, um die Entwicklungen im Nahost-Konflikt, bei den Öl- und Gaspreisen sowie den Inflationstrends neu zu bewerten.

Diese Entscheidung entsprach genau den Erwartungen der Marktteilnehmer, sodass die europäische Notenbank keine Überraschung lieferte. Der starke Rückgang des Euro war folglich nicht durch die EZB-Sitzung ausgelöst. Auch sonst gab es im Tagesverlauf keine bedeutenden Ereignisse.

Was ist also passiert?

Ich habe bereits früher darauf hingewiesen, dass die Wellenanalyse häufig mit fundamentalen Entwicklungen kollidiert. Manchmal dominieren die Nachrichten, manchmal setzen sich die technischen Strukturen durch. Leider ist es nie möglich, sich eines bestimmten Szenarios vollständig sicher zu sein.

Heute lässt sich mit einiger Sicherheit sagen, dass sich die Wellen durchgesetzt haben. EUR/USD hat seinen Rückgang abrupt wieder aufgenommen und könnte schon bald das Tief der projizierten Welle 3 von C nach unten durchbrechen. Danach würde die Abwärtstrendstruktur einen abgeschlossenen Charakter annehmen.

Das Tief der Welle 5 von C muss dabei nicht zwingend deutlich unter dem Tief der Welle 3 von C liegen. Es könnte nur einige Dutzend Punkte darunter enden. Angesichts dessen, dass das fundamentale Umfeld für den Euro nicht katastrophal und für den Dollar nicht außergewöhnlich positiv ist, kann ich nicht ausschließen, dass sich das Ende des Euro-Rückgangs bereits nähert.

Bestätigt sich dieses Szenario, könnte sich vom Bereich um 1,1300 aus ein neuer Aufwärtstrendabschnitt ausbilden. Zunächst wäre diese Bewegung als korrektiv einzustufen, aber jede Korrekturstruktur kann sich im weiteren Verlauf zu einem impulsiven Trend entwickeln.

Viel wird von der geopolitischen Lage abhängen. Sollte sich der Konflikt im Nahen Osten hinziehen und sollten beide wichtigen Schifffahrtsrouten blockiert bleiben, könnten Marktteilnehmer zu dem Schluss kommen, dass der US-Dollar erneut verstärkte Kaufnachfrage verdient.

EUR/USD Analyse – 24. Juli: Euro fällt im Rahmen der Erwartungen

Allgemeine Schlussfolgerungen

Auf Basis der Analyse von EUR/USD komme ich zu dem Ergebnis, dass sich das Paar weiterhin innerhalb der übergeordneten Aufwärtstrendstruktur (im unteren Chart dargestellt) befindet, während es kurzfristig in einer Abwärtskorrektur verharrt.

Meiner Einschätzung nach könnten die aktuellen Niveaus bereits eine Gelegenheit bieten, erste Long-Positionen in Betracht zu ziehen. Allerdings kann das Paar im Rahmen der Welle 5 von C noch in Richtung 1,1300 fallen. Wellenanalysen führen oft zu unerwarteten Ergebnissen, daher würde ich mich bereits jetzt auf mögliche Kaufchancen vorbereiten.

Im höheren Zeitrahmen bleibt die Aufwärtstrendstruktur sichtbar, auf die sich eine korrektive Wellen-Sequenz anschließt. In der näheren Zukunft ist die Ausbildung der Welle C zu erwarten, mit Zielen im Bereich von 1,1352, was etwa dem 38,2%-Fibonacci-Retracement entspricht.

Nach Abschluss der A-B-C-Korrekturstruktur könnte ein neuer langfristiger Aufwärtstrend einsetzen.

Grundprinzipien meiner Analyse

  1. Wellenstrukturen sollten einfach und klar bleiben. Komplexe Strukturen sind schwer handelbar und ändern sich häufig.
  2. Besteht keine ausreichende Sicherheit in der Einschätzung der Marktlage, ist es besser, dem Markt fernzubleiben.
  3. Es gibt nie – und kann nie – 100%ige Sicherheit bezüglich der Marktrichtung geben. Denken Sie stets daran, Schutz-Stop-Loss-Orders zu verwenden.
  4. Die Wellenanalyse lässt sich mit anderen Analyseformen und Handelsstrategien kombinieren.

Analyst InstaForex
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