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FX.co ★ Inflation beschleunigt sich, Yen fällt: Bank of Japan in der Zwickmühle

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Analysen:::2026-07-29T22:53:46

Inflation beschleunigt sich, Yen fällt: Bank of Japan in der Zwickmühle

Die Verbraucherpreise stiegen im Juni stärker an, liegen jedoch den fünften Monat in Folge weiterhin unter dem Inflationsziel der Bank of Japan. Der Kernindex verzeichnete einen Anstieg von 1,6 % gegenüber dem Vorjahr, der zweite Kernindex lag mit etwas mehr als 1,7 % leicht darüber, und auch der Gesamtindex erreichte 1,7 %.

Inflation beschleunigt sich, Yen fällt: Bank of Japan in der Zwickmühle

Zwei Faktoren spielen hier eine Rolle: die steigenden Energiekosten infolge des Krieges in Kombination mit dem fallenden Yen, der Importe zusätzlich verteuert. Japan gehört zu den verwundbarsten Ländern, was Lieferunterbrechungen aus der Region des Persischen Golfs betrifft, da über 90 % seiner Ölimporte von dort stammen. Der Krieg, der die Straße von Hormus faktisch blockiert hat, bringt die japanische Wirtschaft in eine schwierige Lage. Sollte sich der Konflikt in die Länge ziehen, drohen Japan sinkende reale Haushaltseinkommen, ein physischer Mangel an Rohstoffen und in der Folge Fabrikschließungen, rückläufige Exporte, ein logistischer Kollaps und eine schrumpfende Binnennachfrage. Dieses Szenario deutet auf einen raschen Eintritt in eine Rezession hin.

Die Regierung von Premierminister Fumio Kishida versucht derzeit, Mittel zu mobilisieren, um mit Subventionen für Kraftstoffe und Strom die Folgen für die Wirtschaft und die Geldbörsen der Verbraucher abzufedern, doch solche Maßnahmen belasten den Staatshaushalt erheblich.

Am 30. und 31. Juli tritt die Bank of Japan zu einer Sitzung zusammen, bei der der Markt einhellig damit rechnet, dass der Leitzins bei 1 % bleibt. Im Mittelpunkt stehen werden mögliche Änderungen der vierteljährlichen BIP-Prognose und die Rhetorik Uedas, die den Rückgang des Yen bremsen könnte, falls er seine Bereitschaft signalisiert, die Zinsen bis zum Jahresende anzuheben.

Die Netto-Short-Position im Yen ist in der Berichts­woche um weitere 2,2 Mrd. US‑Dollar auf -11,65 Mrd. US‑Dollar angestiegen. Die spekulativen Positionierungen bleiben klar bärisch, und der prognostizierte Kurs schießt in die Höhe.

Inflation beschleunigt sich, Yen fällt: Bank of Japan in der Zwickmühle

Technische Oszillatoren deuten aufgrund der extrem überkauften Situation zwar auf eine bärische Umkehr hin, doch das erwartete Kursverhalten spricht dagegen, dass dieses Szenario eintritt. Sollte Ueda auf der BoJ-Sitzung ein klares Signal für eine bevorstehende Zinserhöhung geben, könnte sich der Yen in den Bereich von 161–162 korrigieren. Bleibt hingegen alles unverändert, rechnen wir mit einer Bewegung in Richtung 165.

Genau dieses Niveau betrachtet der Markt derzeit als rote Linie, jenseits derer es zu Währungsinterventionen kommen könnte – allerdings dürfte auch diese nur einen kurzfristigen Effekt haben. In jedem Fall wurden die Versuche, den Rückgang des Yen im April und Mai zu stoppen, vom Markt rasch absorbiert.

Analyst InstaForex
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