Handelsanalyse und Tipps für die Euro-Währung
Der Test des Kurses bei 1,1388 fiel mit dem Moment zusammen, als der MACD-Indikator begann, sich von der Nulllinie nach unten zu bewegen – ein Signal, das einen passenden Einstieg in Short-Positionen im Euro bestätigte. In der Folge fiel das Währungspaar allerdings nur um 10 Pips.
Das unerwartet dovishe Ergebnis der Federal-Reserve-Sitzung sorgte gestern für einen Einbruch des Dollars und stärkte damit die Gemeinschaftswährung. Die Zentralbank ließ den Leitzins unverändert, während ein Teil des Marktes mit einer Anhebung gerechnet hatte. Diese Diskrepanz zwischen Erwartungen und Realität löste die entsprechende Marktreaktion aus. Zusätzliche Brisanz erhielt die Entscheidung durch das Abstimmungsergebnis: Die Zinspause wurde lediglich mit neun zu drei Stimmen beschlossen, wobei Hammack, Kashkari und Logan für eine sofortige Anhebung um 25 Basispunkte plädierten. Diese Spaltung zeigt, dass weitere Straffungsschritte nach wie vor auf der Agenda stehen, sich jedoch vorerst die Geduld durchgesetzt hat. Der Euro nutzte die Schwäche des Dollars. Während sich der Markt auf das stärker als erwartet dovishe Signal einstellte, legte das Währungspaar EUR/USD deutlich zu.
Heute startet der Euro in den Handelstag mit Blick auf einen randvollen europäischen Terminkalender, der seine weitere Richtung maßgeblich bestimmen dürfte. Am Morgen werden die Daten zum deutschen BIP und zur Verbraucherpreisinflation veröffentlicht, gefolgt von den BIP-Zahlen der Eurozone und der Arbeitslosenquote der Währungsunion. Das BIP zeigt, wie solide das Wirtschaftswachstum ausfällt, die Inflationsdaten geben Hinweise darauf, ob die Europäische Zentralbank weiter unter Druck steht, an einem straffen Kurs festzuhalten, und die Arbeitsmarktdaten runden das Bild zur Lage am Arbeitsmarkt ab. Für den Markt sind dabei vor allem Abweichungen von den Prognosen entscheidend. Ein nachhaltiger Anstieg des Euro ist nur zu erwarten, wenn alle Schlüsselindikatoren klar positive Werte liefern. Kräftiges Wachstum und stabile Inflation würden dem Währungspaar EUR/USD eine Grundlage für eine bullishe Stimmung bis zum Ende der europäischen Sitzung geben. Schwache Daten hingegen würden das Interesse am Euro rasch dämpfen.
Für die Intraday-Strategie werde ich mich in erster Linie auf Szenario #1 und Szenario #2 konzentrieren.

Kaufszenarien
Szenario Nr. 1: Ich plane, heute Euro zu einem Kurs um 1,1462 (grüne Linie im Chart) zu kaufen, mit einem Kursziel bei 1,1505. Bei 1,1505 beabsichtige ich, meine Long-Position zu schließen und unmittelbar danach in die Gegenrichtung zu verkaufen (in Erwartung einer Bewegung von 30–35 Pips in die Gegenrichtung von diesem Niveau). Mit einem Anstieg des Euro ist erst nach starken Konjunkturdaten zu rechnen. Wichtig! Vor dem Kauf vergewissern Sie sich, dass der MACD-Indikator oberhalb der Nulllinie liegt und sich gerade von dort nach oben zu bewegen beginnt.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, heute Euro zu kaufen, falls der Kurs 1,1442 zweimal hintereinander testet, während sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Dies wird das Abwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Aufwärtskorrektur am Markt führen. Ein Anstieg zu den gegenüberliegenden Niveaus von 1,1462 und 1,1505 ist dann zu erwarten.
Verkaufsszenarien
Szenario Nr. 1: Ich plane, Euro zu verkaufen, sobald der Kurs 1,1442 erreicht (rote Linie im Chart). Das Kursziel liegt bei 1,1417, wo ich beabsichtige, die Short-Position zu schließen und unmittelbar danach in die Gegenrichtung zu kaufen (in Erwartung einer Bewegung von 20–25 Pips in die Gegenrichtung von diesem Niveau). Der Druck auf das Währungspaar wird heute im Falle schwacher Konjunkturdaten zurückkehren. Wichtig! Vor dem Verkauf vergewissern Sie sich, dass der MACD-Indikator unterhalb der Nulllinie liegt und sich gerade von dort nach unten zu bewegen beginnt.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, heute Euro zu verkaufen, falls der Kurs 1,1462 zweimal hintereinander testet, während sich der MACD-Indikator im überkauften Bereich befindet. Dies wird das Aufwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Abwärtskorrektur am Markt führen. Ein Rückgang zu den gegenüberliegenden Niveaus von 1,1442 und 1,1417 ist dann zu erwarten.

Was im Chart zu sehen ist:
- Dünne grüne Linie – Einstiegskurs für den Kauf des Handelsinstruments;
- Dicke grüne Linie – geschätzter Kurs für das Platzieren von Take Profit oder das manuelle Sichern von Gewinnen, da ein weiteres Wachstum oberhalb dieses Niveaus unwahrscheinlich ist;
- Dünne rote Linie – Einstiegskurs für den Verkauf des Handelsinstruments;
- Dicke rote Linie – geschätzter Kurs für das Platzieren von Take Profit oder das manuelle Sichern von Gewinnen, da ein weiterer Rückgang unterhalb dieses Niveaus unwahrscheinlich ist;
- MACD-Indikator. Beim Markteintritt ist es wichtig, sich an überkauften und überverkauften Zonen zu orientieren.
Wichtig: Neue Trader am Forex-Markt sollten Entscheidungen über den Markteintritt äußerst vorsichtig treffen. Vor der Veröffentlichung wichtiger fundamentaler Berichte ist es am besten, außerhalb des Marktes zu bleiben, um starke Kursschwankungen zu vermeiden. Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, setzen Sie immer Stop-Orders, um Verluste zu minimieren. Ohne das Setzen von Stop-Orders können Sie Ihr gesamtes Guthaben sehr schnell verlieren, insbesondere wenn Sie kein Money Management einsetzen und mit großen Volumina handeln.
Und denken Sie daran: Für erfolgreichen Handel ist ein klarer Trading-Plan, wie der oben skizzierte, unerlässlich. Spontane Handelsentscheidungen, die nur auf der aktuellen Marktsituation beruhen, sind für Intraday-Trader von vornherein eine Verluststrategie.