Einbruch in Korea und Brent-Sprung nähren die Unsicherheit vor der Fed-Entscheidung

Gestern schlossen die Märkte uneinheitlich: S&P 500 +0,21 %, Nasdaq 100 ?0,22 %, Dow Jones +1,03 %. Heute hat sich der Ausverkauf in Asien verstärkt: Der südkoreanische KOSPI brach um 6,5 % ein, nachdem er im Tagesverlauf zeitweise bis zu 13 % gefallen war; die Aktien von SK Hynix stürzten trotz eines Quartalsgewinns, der im Jahresvergleich um 557 % zulegte, um rund 10 % ab, und Samsung verlor 6,6 %. Der Ausverkauf zog den MSCI Asia Pacific um etwa 1 % nach unten, und der US‑Techsektor verzeichnete seine fünfte Verlustsitzung in Folge – seine längste Verlustserie in diesem Jahr.
Die europäischen Börsen dürften im Zuge der Bankengewinne etwas schwächer eröffnen, während Anleger durch einen kräftigen Anstieg von Brent um 3,5 % auf über 87 USD/Fass nach einem vorherigen dreitägigen Rückgang verunsichert wurden. Die Bewegung folgte auf Berichte über einen abgefangenen iranischen Angriff und einen US‑Vergeltungsschlag. Das wieder aufkommende Risiko rund um die Straße von Hormus schürt Ängste vor Angebotsunterbrechungen und Inflation im Vorfeld der Fed‑Entscheidung, verstärkt die Unsicherheit zusätzlich und beschleunigt die Kapitalabflüsse aus Tech‑Aktien. Folgen Sie dem Link für weitere Details.
USA greifen iranische Ziele nach nächtlichem IRGC‑Angriff an

US-Streitkräfte haben Angriffe auf iranische Ziele gestartet, nachdem die Islamischen Revolutionsgarden (Islamic Revolutionary Guard Corps) in der Nacht einen Raketenangriff auf einen US-Stützpunkt und ein CENTCOM-Kommandozentrum in Jordanien durchgeführt hatten. Die jordanische Luftabwehr schoss nach Angaben von CENTCOM fünf Raketen ab, und das Pentagon setzte eine intensive Luftoffensive ein, die nach Berichten des Wall Street Journal bis zu zwei Wochen andauern könnte. Über das Ausmaß einer möglichen Eskalation entscheidet letztlich das Weiße Haus.
US-Präsident Donald Trump erklärte, Iran habe formelle Entschuldigungen übermittelt und darum gebeten, eine Eskalation zu vermeiden. Washington habe dennoch mit Nachdruck zurückgeschlagen, um Teheran zu bestrafen, zugleich aber die Kanäle für Diplomatie offenzuhalten. Unabhängig davon führten die USA und Saudi-Arabien eine gemeinsame Operation gegen von Iran unterstützte Milizen im Irak durch – eine Operation, so Trump, die vollständig mit Bagdad abgestimmt gewesen sei. Folgen Sie dem Link für weitere Details.
Microsoft sorgt für frühe Aufwärtsbewegung an den Futures-Märkten, doch Geopolitik und Fed begrenzen die Kursgewinne

Die US-Index-Futures legten zunächst nach starken Quartalsergebnissen von Microsoft zu, gaben die Gewinne jedoch rasch wieder ab, belastet durch die erneute Zuspitzung der Spannungen zwischen den USA und Iran sowie durch restriktive Signale der Fed. Am Morgen lag der S&P 500 etwa 0,1 % im Plus, die Nasdaq rund 0,4 %, während der Dow nahezu unverändert notierte. Zusätzliche Nervosität löste ein kräftiger Kursrückgang bei Meta sowie die Kursschwankungen in Asien (KOSPI) über das Wochenende aus, was den Rahmen für einen vorsichtigen und uneinheitlichen Handel an der Wall Street setzte.
Der Haupttreiber der anfänglichen Zuversicht war Microsoft. Die Aktie sprang im nachbörslichen Handel um nahezu 9 % nach oben, nachdem das Unternehmen ein starkes Quartal vorgelegt hatte, das von Wachstum bei Azure und einer hohen Nachfrage nach KI-Lösungen geprägt war. Zudem hob Microsoft seine Prognose für Umsatz und Cloud-Geschäft an. Gleichzeitig senkte das Unternehmen seine Investitionsprognose (Capex) für das Gesamtjahr 2026 von 190 Mrd. USD auf 175 Mrd. USD, und die Capex im ersten Quartal fielen mit rund 50 Mrd. USD etwas niedriger als erwartet aus – ein Ton, den Anleger vor dem Hintergrund von Sorgen über KI-bezogene Ausgaben positiv aufnahmen. Folgen Sie dem Link für weitere Details.
Gold unter Druck nach Äußerungen des Fed-Vorsitzenden und geopolitischen Risiken

Der Goldpreis gab wieder nach, nachdem die Märkte die Botschaft von Fed-Chair Kevin Warsh verarbeitet hatten: Eine Pause bei den Zinsschritten sorgte zwar kurzzeitig für Auftrieb bei den Edelmetallen, doch seine erneute Bekräftigung des Ziels, die Inflation wieder auf 2 % zu bringen, zusammen mit einem festeren US-Dollar und einem Anstieg der Renditen von US-Staatsanleihen, führte zu neuem Verkaufsdruck. XAU/USD gab um etwa 0,4 % auf 4.049,99 $ nach, nachdem zuvor ein Wochenhoch bei 4.100,42 $ markiert worden war. Gold-Futures schlossen bei rund 4.047,20 $ (+0,3 %) und Silber bei etwa 57,32 $ (?0,6 %).
Gleichzeitig erhöhte das gestiegene geopolitische Risiko – neue US-Luftangriffe auf den Iran und Washingtons Drohungen mit weiteren Maßnahmen – die Unsicherheit im Vorfeld eines wichtigen US-Inflationsberichts und anstehender Entscheidungen anderer Zentralbanken. Diese Faktoren, zusammen mit den Markterwartungen, begrenzen derzeit die Kursgewinne bei Edelmetallen und erhöhen die Volatilität der kurzfristigen Kursentwicklung. Folgen Sie dem Link für weitere Details.