Analyse makroökonomischer Berichte:

Für Dienstag sind relativ wenige makroökonomische Veröffentlichungen geplant. Der einzige bemerkenswerte Bericht ist der JOLTs-Report zu offenen Stellen in den USA für Juni. Allerdings ist dieser Bericht aufgrund der zweimonatigen Verzögerung nicht mehr besonders relevant. Der JOLTs-Report könnte eine leichte Marktreaktion auslösen, wird das aktuelle technische Bild jedoch voraussichtlich nicht verändern. Die Korrektur könnte in beiden Währungspaaren noch mehrere Tage andauern. Wichtige Daten werden am Freitag veröffentlicht.
Analyse der fundamentalen Ereignisse:

Unter den fundamentalen Ereignissen am Dienstag gibt es absolut nichts Hervorhebenswertes. Es sind keine wichtigen Reden oder Termine für heute geplant. Dennoch gibt es für Trader genug zu bedenken. Zur Erinnerung: In der vergangenen Woche wurden Inflationsdaten aus der Eurozone veröffentlicht, die eine relativ hohe Wahrscheinlichkeit für eine zweite Erhöhung des Leitzinses durch die Europäische Zentralbank aufrechterhielten. Gleichzeitig hat sich die US-Wirtschaft im zweiten Quartal verlangsamt, und die Federal Reserve zeigte keinen echten und starken Willen, den Leitzins in naher Zukunft anzuheben. Damit verliert der US‑Dollar, den der Markt in den letzten Monaten aus verschiedenen Gründen verstärkt gekauft hat, zunehmend an Unterstützung.
Der geopolitische Hintergrund bleibt ebenfalls alles andere als zufriedenstellend. Eine weitere Waffenruhe wurde gebrochen, der Konflikt ist wieder aufgeflammt, und die USA und Iran tauschen weiterhin regelmäßig Schläge aus, während Verhandlungen nicht stattfinden. Die Straße von Hormus bleibt ganz oder teilweise gesperrt, die jemenitischen Huthi haben eine Blockade gegen Saudi-Arabien ausgerufen, und Teheran hat damit gedroht, die Bab-al-Mandab-Straße vollständig zu schließen, falls Washington den Druck auf das Land weiter erhöht. Die Lage verbessert sich nicht, was die Ölpreise anhaltend hoch hält. Diese wiederum führen zu einer erneuten Beschleunigung der Inflation.
Allgemeine Schlussfolgerungen:
Am zweiten Handelstag der Woche können beide Währungspaare ihre Korrektur fortsetzen, und die Volatilität könnte auch heute wieder gering ausfallen. Der Euro kann heute aus dem Bereich von 1,1527–1,1531 gehandelt werden, während das Britische Pfund aus dem Bereich von 1,3456–1,3476 gehandelt werden kann. Die wichtigsten Ereignisse dieser Woche stehen für Freitag auf dem Kalender.
Wichtigste Regeln des Handelssystems:
- Die Stärke des Signals wird anhand der Zeit beurteilt, die für seine Bildung (Abprall oder Durchbruch eines Niveaus) benötigt wurde. Je weniger Zeit dafür erforderlich ist, desto stärker ist das Signal.
- Wenn rund um ein bestimmtes Niveau aufgrund von Fehlsignalen zwei oder mehr Trades eröffnet wurden, sollten alle nachfolgenden Signale von diesem Niveau ignoriert werden.
- In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar eine Vielzahl von Fehlsignalen oder auch gar keine Signale ausbilden. Technische Niveaus können dann vernachlässigt werden.
- Im Stunden-Chart ist es vorzuziehen, Signale des MACD‑Indikators nur zu handeln, wenn eine gute Volatilität herrscht und ein Trend vorliegt, der durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt ist.
- Wenn zwei Niveaus zu dicht beieinander liegen (von 5 bis 20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- oder Widerstandszone betrachtet werden.
- Nach einer Bewegung von 15 Pips in die richtige Richtung sollte der Stop Loss auf Break-even gesetzt werden.
Was die Charts zeigen:
Unterstützungs- und Widerstands-Preisniveaus (Zonen) sind die Ziele beim Öffnen von Kauf- oder Verkaufspositionen oder dienen als Signalquellen. Rote Linien kennzeichnen Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend widerspiegeln und anzeigen, in welche Richtung der Handel derzeit bevorzugt wird. Der MACD‑Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Veröffentlichungen (wie im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares maßgeblich beeinflussen. Daher sollte man zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung mit höchster Vorsicht handeln oder den Markt verlassen, um plötzliche Kursumkehrungen gegen die vorangegangene Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Handel sollten sich bewusst sein, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Eine klare Strategie und ein konsequentes Money-Management sind entscheidend für langfristigen Erfolg im Handel.