Handelsanalyse und Tipps für den Handel mit dem japanischen Yen
Der Preistest bei 157,02 erfolgte, als der MACD-Indikator deutlich über die Nulllinie gestiegen war, was das Aufwärtspotenzial des Währungspaares begrenzte. Aus diesem Grund habe ich den Dollar nicht gekauft. Der zweite Test bei 157,02 führte zur Umsetzung von Verkaufs‑Szenario #2 für den Dollar, was einen Rückgang des Paares um 20 Pips zur Folge hatte.
Der Anstieg des Dollars gegenüber dem Yen setzte sich jedoch fort, nachdem ein starker ISM-Bericht eine Beschleunigung der US-Industrieproduktion auf den höchsten Stand seit über vier Jahren gezeigt hatte. Der Index stieg von 53,3 Prozent im Juni auf 55,6 Prozent und übertraf damit die Konsensprognose von rund 54 Prozent; ein Wert von über 50 Punkten bestätigte die Expansion des Sektors. Die robusten Daten stärkten die Erwartungen an eine restriktive Geldpolitik der Federal Reserve und sorgten für steigende Renditen US-amerikanischer Anleihen, was den Dollar zusätzlich unterstützte. Der japanische Yen spürte diesen Druck besonders stark, da er am empfindlichsten auf Zinsdifferenzen reagiert. Ein derart rascher Anstieg des Währungspaares hat erneut die Diskussion über mögliche Währungsinterventionen angefacht, da die starke Abwertung der Landeswährung die Bank of Japan wiederholt zu stützenden Eingriffen am Markt gezwungen hat.
Bezüglich der Intraday-Strategie werde ich mich verstärkt auf die Umsetzung der Szenarien #1 und #2 konzentrieren.

Kaufszenarien
Szenario Nr. 1: Ich plane, heute USD/JPY zu einem Einstiegskurs um 157,91 zu kaufen (grüne Linie im Chart), mit einem Ziel bei 158,37 (dickere grüne Linie im Chart). Im Bereich von 158,37 plane ich, die Long-Positionen zu schließen und Short-Positionen in die Gegenrichtung zu eröffnen (ich rechne von diesem Niveau aus mit einer Bewegung von 30–35 Pips in die Gegenrichtung). Am besten kehrt man während Korrekturen und deutlicher Rücksetzer von USD/JPY zum Kauf des Währungspaares zurück. Wichtig! Vor dem Kauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und sich von dort aus gerade nach oben zu bewegen beginnt.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, heute USD/JPY zu kaufen, falls es zu zwei aufeinanderfolgenden Tests der Marke von 157,57 kommt und sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Dies wird das Abwärtspotenzial des Paares begrenzen und zu einer Aufwärtskorrektur am Markt führen. Ein Anstieg ist in Richtung der Gegenniveaus bei 157,91 und 158,37 zu erwarten.
Verkaufsszenarien
Szenario Nr. 1: Ich plane, heute USD/JPY erst nach einem Ausbruch unter 157,57 (rote Linie im Chart) zu verkaufen, was einen schnellen Rückgang des Paares auslösen dürfte. Das zentrale Ziel für Verkäufer wird der Bereich um 157,07 sein, wo ich plane, die Short-Positionen zu schließen und sofort eine Long-Position in die Gegenrichtung zu eröffnen (ich rechne von diesem Niveau aus mit einer Bewegung von 20–25 Pips in die Gegenrichtung). Verkäufer werden jederzeit wieder auftauchen; alles, was es dafür braucht, ist ein Hinweis der Zentralbank. Wichtig! Vor dem Verkauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator unter der Nulllinie liegt und sich von dort aus gerade nach unten zu bewegen beginnt.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, heute USD/JPY zu verkaufen, falls es zu zwei aufeinanderfolgenden Tests des Kursniveaus von 158,37 kommt und sich der MACD-Indikator im überkauften Bereich befindet. Dies wird das Aufwärtspotenzial des Paares begrenzen und zu einer Abwärtskorrektur am Markt führen. Ein Rückgang ist in Richtung der Gegenniveaus bei 157,57 und 157,07 zu erwarten.

Was das Chart zeigt:
- Dünne grüne Linie – Einstiegskurs für den Kauf des Handelsinstruments;
- Breite grüne Linie – geschätzter Kurs, auf dessen Niveau ein Take-Profit gesetzt werden kann bzw. der Gewinn realisiert werden kann, da ein weiteres Wachstum über dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;
- Dünne rote Linie – Einstiegskurs für den Verkauf des Handelsinstruments;
- Breite rote Linie – geschätzter Kurs, auf dessen Niveau ein Take-Profit gesetzt werden kann bzw. der Gewinn realisiert werden kann, da ein weiterer Rückgang unter dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;
- MACD-Indikator. Beim Markteintritt ist es wichtig, sich an überkauften und überverkauften Zonen zu orientieren.
Wichtig: Anfänger im Forex-Handel sollten Einstiegsentscheidungen mit großer Vorsicht treffen. Vor der Veröffentlichung wichtiger fundamentaler Daten ist es am besten, dem Markt fernzubleiben, um starke Kursschwankungen zu vermeiden. Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, setzen Sie unbedingt Stop-Orders, um Verluste zu begrenzen. Ohne Stop-Orders können Sie Ihr gesamtes Guthaben sehr schnell verlieren, insbesondere wenn Sie kein Money Management betreiben und mit großen Volumina handeln.
Und denken Sie daran: Für erfolgreiches Trading ist ein klarer, im Voraus festgelegter Handelsplan erforderlich, wie oben beschrieben. Spontane Handelsentscheidungen, die nur auf der aktuellen Marktsituation basieren, sind für Intraday-Händler grundsätzlich eine verlustträchtige Strategie.