Handelsanalyse und Tipps für den Handel mit dem Britischen Pfund
Der Preistest bei 1,3447 fiel mit dem Moment zusammen, in dem der MACD-Indikator begann, sich von der Nulllinie nach oben zu bewegen, was den richtigen Einstiegspunkt für Käufe des Pfunds bestätigte; ein deutlicher Anstieg des Währungspaares blieb jedoch aus.
Enttäuschende US-Konjunkturdaten bestimmten gestern das Handelsgeschehen und ließen den Dollar ohne Unterstützung. Der Arbeitsmarkt zeigte im Juni keine Überraschungen, da der JOLTs-Bericht stabile Werte von 7,4 Millionen offenen Stellen, 5,3 Millionen Einstellungen und 5,4 Millionen Abgängen auswies. Ein derartiges Gleichgewicht, ohne Anzeichen einer Überhitzung oder Abkühlung, lieferte der Federal Reserve keine Argumente für eine schärfere Rhetorik und schwächte damit die US-Währung. Das Britische Pfund nutzte diese Schwäche und legte gegenüber dem Dollar zu. Die Industriedaten verstärkten das Gefühl der Unsicherheit zusätzlich, da die neuen Aufträge um 0,3 % zurückgingen.
Heute Vormittag wird die Richtung des Pfunds durch die Daten zum Aktivitätsindex des britischen Dienstleistungssektors und zum Composite PMI vorgegeben. Diese Indizes basieren auf Umfragen unter Einkaufsmanagern und spiegeln den Stand der Geschäftstätigkeit wider, wobei Werte über 50 auf Wachstum und Werte darunter auf einen Rückgang hindeuten. Dem Dienstleistungssektor kommt ein besonderes Gewicht zu, da er einen großen Teil der britischen Wirtschaft ausmacht; seine Kennzahlen dienen daher als wichtiger Gradmesser für ihren Zustand und beeinflussen unmittelbar die Erwartungen in Bezug auf den Leitzins der Bank of England. Aus diesem Grund können starke Daten das weitere Wachstum des Pfunds gegenüber dem Dollar unterstützen. Eine robuste Aktivität im Dienstleistungssektor stärkt das Vertrauen in die Widerstandsfähigkeit der Wirtschaft und stützt die britische Währung, sodass das Währungspaar GBP/USD seine jüngste Aufwärtsbewegung fortsetzen kann.
Hinsichtlich der Intraday-Strategie werde ich mich eher auf die Umsetzung von Szenario #1 und Szenario #2 stützen.

Kaufszenarien
Szenario Nr. 1: Heute plane ich, das Pfund zu kaufen, sobald ein Einstiegspunkt im Bereich von 1,3459 (grüne Linie im Chart) erreicht wird, mit einem Zielanstieg bis auf das Niveau von 1,3473 (dickere grüne Linie im Chart). Im Bereich von 1,3473 plane ich, aus dem Markt auszusteigen und in die entgegengesetzte Richtung zu verkaufen (in Erwartung einer Bewegung von 30–35 Pips in die Gegenrichtung von diesem Niveau aus). Mit einem Anstieg des Pfunds ist heute nur nach guten Konjunkturdaten zu rechnen. Wichtig! Vor einem Kauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator oberhalb der Nulllinie liegt und sich gerade von dort nach oben zu bewegen beginnt.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, das Pfund heute zu kaufen, falls es zu zwei aufeinanderfolgenden Tests von 1,3446 kommt und sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Das wird das Abwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Umkehr nach oben führen. Ein Anstieg kann in Richtung der gegenüberliegenden Niveaus von 1,3459 und 1,3473 erwartet werden.
Verkaufsszenarien
Szenario Nr. 1: Ich plane, das Pfund heute zu verkaufen, nachdem das Niveau von 1,3446 (rote Linie im Chart) aktualisiert wurde, was einen schnellen Rückgang des Paares auslösen dürfte. Das Hauptziel der Verkäufer wird 1,3428 sein, wo ich plane, die Short-Position zu schließen und sofort in die Gegenrichtung zu kaufen (in Erwartung einer Bewegung von 20–25 Pips in die Gegenrichtung von diesem Niveau aus). Schlechte Nachrichten werden den Druck auf das Pfund zurückbringen. Wichtig! Vor einem Verkauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator unterhalb der Nulllinie liegt und sich gerade von dort nach unten zu bewegen beginnt.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, das Pfund heute zu verkaufen, falls es zu zwei aufeinanderfolgenden Tests von 1,3459 kommt und sich der MACD-Indikator im überkauften Bereich befindet. Das wird das Aufwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Umkehr nach unten führen. Ein Rückgang kann in Richtung der gegenüberliegenden Niveaus von 1,3446 und 1,3428 erwartet werden.

Was das Chart zeigt:
- Dünne grüne Linie – Einstiegskurs für den Kauf des Handelsinstruments;
- Dicke grüne Linie – geschätzter Kurs, auf dessen Niveau Take Profit gesetzt oder der Gewinn realisiert werden kann, da ein weiteres Wachstum über dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;
- Dünne rote Linie – Einstiegskurs für den Verkauf des Handelsinstruments;
- Dicke rote Linie – geschätzter Kurs, auf dessen Niveau Take Profit gesetzt oder der Gewinn realisiert werden kann, da ein weiterer Rückgang unter dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;
- MACD-Indikator. Beim Markteintritt ist es wichtig, sich an überkauften und überverkauften Zonen zu orientieren.
Wichtig: Anfänger im Forex-Handel sollten Einstiegsentscheidungen sehr vorsichtig treffen. Vor der Veröffentlichung wichtiger fundamentaler Berichte ist es am besten, außerhalb des Marktes zu bleiben, um starke Kursschwankungen zu vermeiden. Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, setzen Sie unbedingt Stop-Orders, um Verluste zu minimieren. Ohne Stop-Orders können Sie sehr schnell Ihre gesamte Einlage verlieren, insbesondere wenn Sie kein Money Management betreiben und mit großen Volumina handeln.
Und denken Sie daran: Erfolgreiches Trading erfordert einen klaren Handelsplan, wie oben beschrieben. Spontane Handelsentscheidungen, die nur auf der aktuellen Marktsituation basieren, sind für Intraday-Händler von vornherein eine verlustreiche Strategie.