Handelsanalyse für Dienstag:
1-Stunden-Chart des EUR/USD-Paares

Das Währungspaar EUR/USD zeigte am Dienstag während des gesamten Handelsverlaufes keinerlei Bewegung. Im Laufe des Tages ereignete sich kein einziges wichtiges Ereignis, und es gab nicht einmal neue Meldungen zum Konflikt im Nahen Osten. Donald Trump beharrt weiterhin darauf, dass die Straße von Hormus frei passierbar sei; Iran sieht dies anders und fordert von den USA die Erfüllung mehrerer Bedingungen, um die Blockade aufzuheben. Die USA akzeptieren die vorgeschlagenen Bedingungen nicht und stellen ihrerseits Gegenforderungen, die Iran nicht zu erfüllen bereit ist. Faktisch bleibt die Straße von Hormus blockiert, mit nur minimalem Schiffsverkehr. Die Ölpreise steigen erneut, was eine naheliegende Annahme zulässt – bis Ende August könnte die Inflation sowohl in der EU als auch in den USA wieder anziehen. Während die Europäische Zentralbank im September jedoch durchaus eine zweite geldpolitische Straffung vornehmen könnte, ist dies bei der Federal Reserve eher unwahrscheinlich, da sich der US-Arbeitsmarkt erneut abschwächt, wie der jüngste Nonfarm-Payrolls-Bericht zeigt.
5-Minuten-Chart des EUR/USD-Paares

Im 5-Minuten-Chart wurde am Dienstag trotz der absolut seitwärts gerichteten Bewegung über den gesamten Tag hinweg formal nur ein einziges Kaufsignal gebildet. Dennoch kann man sagen, dass der Kurs während der europäischen Sitzung mit minimaler Abweichung vom Bereich 1,1527–1,1531 nach oben abgeprallt ist. Heute könnten wir eine Aufwärtsbewegung sehen. Allerdings wird heute alles vom US-Inflationsbericht abhängen ...
Wie man am Mittwoch handelt:
Im Stundenchart hat der Kurs den seitwärts gerichteten Kanal, in dem er sich einen Monat lang bewegte, nach oben verlassen und bildet nun einen neuen Aufwärtstrend aus. Unter Berücksichtigung aller Ereignisse der letzten Monate sind wir der Meinung, dass der Euro seinen Anstieg zuversichtlich fortsetzen sollte. In den vergangenen Monaten hat der Markt viele Faktoren zugunsten des Euro konsequent ignoriert, weshalb wir weiterhin mit einer Aufwärtsbewegung der Gemeinschaftswährung rechnen, da sie unterbewertet ist.
Am Mittwoch können Anfänger Short-Positionen mit Kursziel 1,1461–1,1474 eröffnen, falls sich der Kurs unterhalb des Bereichs 1,1527–1,1531 festigt. Long-Positionen können nach dem gestrigen Abprall vom Bereich 1,1527–1,1531 mit Ziel 1,1584–1,1594 beibehalten bzw. eröffnet werden.
Im 5-Minuten-Chart sollten die Niveaus 1,1267–1,1275, 1,1366–1,1377, 1,1461–1,1474, 1,1527–1,1531, 1,1584–1,1594, 1,1655–1,1666, 1,1745–1,1754 berücksichtigt werden. Am Mittwoch sind in der Europäischen Union keine wichtigen Ereignisse terminiert, während in den USA heute der „Bericht der Woche“ – der Inflationsbericht für Juli – veröffentlicht wird. Höchstwahrscheinlich wird sich die Inflation leicht verlangsamen, was jedoch nicht bedeutet, dass sie im August nicht wieder anziehen kann.
Hauptregeln des Handelssystems:
- Die Stärke des Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Bildung (Abprall oder Durchbruch eines Niveaus) benötigt wird. Je weniger Zeit erforderlich ist, desto stärker ist das Signal.
- Wenn rund um ein Niveau aufgrund von Fehlsignalen zwei oder mehr Trades eröffnet wurden, sollten alle nachfolgenden Signale von diesem Niveau ignoriert werden.
- In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar eine Vielzahl von Fehlsignalen generieren oder überhaupt keine. Technische Niveaus können dann außer Acht gelassen werden.
- Beim Handel auf Basis von MACD-Signalen im Stundenchart ist es ratsam, dies nur bei hoher Volatilität und in Übereinstimmung mit einer Trendlinie oder einem Kanal zu tun, der den Trend bestätigt.
- Wenn zwei Niveaus zu dicht beieinander liegen (5 bis 20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone betrachtet werden.
- Nach einer Kursbewegung von 15 Pips in die richtige Richtung sollte der Stop Loss auf Break-even nachgezogen werden.
Was die Charts zeigen:
Unterstützungs- und Widerstandsniveaus (Zonen) dienen als Kursziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufsorders oder als Signalquellen.
Rote Linien kennzeichnen Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend widerspiegeln und anzeigen, in welche Richtung der Handel derzeit bevorzugt wird.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Berichte (wie im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares maßgeblich beeinflussen. Daher sollte man während ihrer Veröffentlichung mit äußerster Vorsicht handeln oder den Markt verlassen, um plötzliche Kursumkehrungen gegen die vorangegangene Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Handel sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Eine klare Strategie und ein solides Risikomanagement sind entscheidend für langfristigen Erfolg im Handel.