Handelsanalyse und Tipps für den Handel mit der europäischen Währung
Die von mir am Freitag angegebenen Niveaus wurden nicht getestet.
Der schwache Einzelhandelsbericht lastete auf dem Dollar, da die US-Umsätze im Juli um 0,6 % zurückgingen und damit die schlechteste Dynamik seit über einem Jahr verzeichneten. Da die Einzelhandelsumsätze als wichtiger Gradmesser für die Verbrauchernachfrage gelten und eine Abkühlung die Erwartungen an eine eher dovishe Geldpolitik der Federal Reserve verstärkt, geriet die US-Währung unter Druck.
Heute startet der Euro in die erste Tageshälfte mit einem dünnen Terminkalender, in dem lediglich eine Rede des Vertreters der European Central Bank, Philip Lane, steht. Reden von Mitgliedern der Zentralbank finden traditionell Beachtung, da schon kleinste Hinweise auf den künftigen Zinspfad die Währung bewegen können. In diesem Fall ist jedoch kaum zu erwarten, dass Lanes Kommentare das Kräfteverhältnis verändern. Der Markt rechnet nicht mit neuen Signalen von ihm; daher ist keine spürbare Reaktion des Euro zu erwarten. Bei einer derart schwachen Agenda bleibt die Initiative beim Euro auf Seiten der Käufer.
Für die Intraday-Strategie werde ich mich daher stärker auf die Umsetzung der Szenarien Nr. 1 und Nr. 2 stützen.

Kaufszenarien
Szenario Nr. 1: Heute kann ich Euro kaufen, wenn der Kurs etwa 1,1601 erreicht (grüne Linie im Chart), mit einem Kursziel bei 1,1626. Bei 1,1626 plane ich, den Markt zu verlassen und den Euro in Gegenrichtung zu verkaufen, in Erwartung einer Bewegung von 30–35 Pips vom Einstiegspunkt aus. Mit einer Fortsetzung des Euro-Anstiegs im Einklang mit dem Trend ist zu rechnen. Wichtig! Vor dem Kauf unbedingt sicherstellen, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und seinen Anstieg von dort gerade erst beginnt.
Szenario Nr. 2: Ich plane heute außerdem Euro zu kaufen, falls es zu zwei aufeinanderfolgenden Tests des Kurses bei 1,1583 kommt, während sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Dies begrenzt das Abwärtspotenzial des Währungspaares und führt zu einer Aufwärtswende am Markt. Ein Kursanstieg in Richtung der gegenüberliegenden Niveaus von 1,1601 und 1,1626 ist zu erwarten.
Verkaufsszenarien
Szenario Nr. 1: Ich plane, Euro zu verkaufen, sobald der Kurs 1,1583 erreicht (rote Linie im Chart). Das Kursziel liegt bei 1,1564, wo ich beabsichtige, den Markt zu verlassen und sofort in Gegenrichtung zu kaufen (in Erwartung einer Bewegung von 20–25 Pips in die Gegenrichtung von diesem Niveau aus). Der Druck auf das Währungspaar wird heute mit einem dovishen Ton der Vertreter der EZB zurückkehren. Wichtig! Vor dem Verkauf unbedingt sicherstellen, dass der MACD-Indikator unter der Nulllinie liegt und seinen Abstieg von dort gerade erst beginnt.
Szenario Nr. 2: Ich plane heute außerdem, Euro zu verkaufen, falls es zu zwei aufeinanderfolgenden Tests des Kurses bei 1,1601 kommt, während sich der MACD-Indikator im überkauften Bereich befindet. Dies begrenzt das Aufwärtspotenzial des Währungspaares und führt zu einer Abwärtswende am Markt. Ein Rückgang in Richtung der gegenüberliegenden Niveaus von 1,1583 und 1,1564 ist zu erwarten.
Was der Chart zeigt:
- Dünne grüne Linie – Einstiegskurs für den Kauf des Handelsinstruments;
- Fette grüne Linie – geschätzter Kurs, bei dem Take Profit gesetzt oder der Gewinn realisiert werden kann, da ein weiterer Anstieg über dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;
- Dünne rote Linie – Einstiegskurs für den Verkauf des Handelsinstruments;
- Fette rote Linie – geschätzter Kurs, bei dem Take Profit gesetzt oder der Gewinn realisiert werden kann, da ein weiterer Rückgang unter dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;
- MACD-Indikator. Beim Markteintritt ist es wichtig, sich an überkauften und überverkauften Zonen zu orientieren.
Wichtig: Unerfahrene Forex-Trader sollten ihre Einstiegsentscheidungen mit großer Vorsicht treffen. Vor der Veröffentlichung wichtiger fundamentaler Daten ist es am besten, dem Markt fernzubleiben, um starke Kursschwankungen zu vermeiden. Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, setzen Sie unbedingt Stop-Orders, um Verluste zu begrenzen. Ohne Stop-Orders können Sie Ihr gesamtes Konto sehr schnell verlieren, insbesondere wenn Sie kein Money Management anwenden und mit hohen Volumina handeln.
Und denken Sie daran: Erfolgreiches Trading erfordert einen klaren Handelsplan, wie oben dargestellt. Spontane Handelsentscheidungen, die nur auf der aktuellen Marktsituation basieren, sind für Intraday-Trader grundsätzlich eine verlustreiche Strategie.