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FX.co ★ EUR/USD: Schwacher Dollar und europäische Risiken – wer setzt sich durch?

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Analysen:::2026-08-17T22:49:10

EUR/USD: Schwacher Dollar und europäische Risiken – wer setzt sich durch?

Der Start in die neue Woche am Devisenmarkt ist von einem Euro geprägt, der sich in der Nähe von Zwei-Monats-Hochs hält. Der Haupttreiber bleibt die Schwäche des US-Dollar vor dem Hintergrund enttäuschender makroökonomischer Daten; allerdings steht auch die europäische Wirtschaft vor eigenen Herausforderungen, die das Wachstum des EUR/USD begrenzen könnten.

Die jüngsten Daten zeichnen ein gemischtes Bild. Einerseits zeigt die Wirtschaft der Eurozone Anzeichen einer Belebung – das BIP für das zweite Quartal übertraf die Erwartungen mit einem Wachstum von 0,4 % gegenüber dem Vorquartal und 1,0 % im Jahresvergleich. Gleichzeitig hat sich die Geschäftstätigkeit im Juli beschleunigt (der zusammengesetzte PMI wurde auf 52,0 nach oben revidiert), und der Index für das wirtschaftliche Sentiment stieg auf 96,9 und verzeichnete damit den dritten Monat in Folge eine Verbesserung.

EUR/USD: Schwacher Dollar und europäische Risiken – wer setzt sich durch?

Die Wirtschaft der Eurozone bleibt jedoch äußerst anfällig für externe Schocks, und im August hat der Druck in mehreren Bereichen zugenommen. Dazu gehören beispiellose extreme Hitze sowie steigende Inflationsrisiken, die weiterhin die Kaufkraft der privaten Haushalte untergraben.

Eine Blockade oder ernsthafte Störung der Schifffahrt in der Straße von Hormus wäre wohl das gefährlichste Szenario für die europäische Wirtschaft, die Nettoenergieimporteur ist. Laut einer Studie der EZB könnte ein geopolitisch bedingter Ölpreisschock das BIP-Wachstum der Eurozone im ersten Jahr nach dem Schock um 0,4 % verringern. Sollte der Konflikt auch den Gasmarkt betreffen, wären die Folgen noch gravierender.

Verschärft sich die Lage in der Meerenge, wird die europäische Wirtschaft mit einer neuen Welle stagflationären Drucks konfrontiert sein, was einen äußerst negativen Faktor für den Euro darstellen würde.

Die EZB steht vor einem Dilemma – die hohe Inflation hält an und erfordert eine straffere Geldpolitik, während Anzeichen einer Wachstumsabkühlung und geopolitische Risiken zu vorsichtigem Handeln mahnen. Eine Zinserhöhung im September gilt als nahezu sicher, und ein weiterer Schritt im Jahr 2026 ist ebenfalls wahrscheinlich. Einige Banken, wie etwa UBS, rechnen mit zwei Erhöhungen um jeweils 25 Basispunkte vor September.

Schwache Konjunkturdaten aus den USA wirken zugunsten des Euro; strukturelle Probleme der europäischen Wirtschaft und ihre Abhängigkeit von Energieimporten schaffen jedoch erhebliche Risiken.

Die Netto-Short-Position im Euro hat sich in der Berichtswoche nur leicht auf -8,52 Mrd. US-Dollar verändert, wobei der berechnete Kurs über dem langfristigen Durchschnitt liegt, was eher für Aufwärts- als für Abwärtsbewegungen spricht.

EUR/USD: Schwacher Dollar und europäische Risiken – wer setzt sich durch?

Das Währungspaar EUR/USD konsolidiert sich, nachdem es infolge schwächerer US-Arbeitsmarktdaten gestiegen ist. Auf dem Tageschart hat sich der Kurs über dem 100-Tage-Durchschnitt etabliert, was ein positives Signal darstellt. Das Hauptszenario deutet auf einen Versuch hin, den Widerstand bei 1,1600 zu durchbrechen und den Bereich 1,1625/30 auf seine Stärke zu testen. Allerdings bestehen nach wie vor Abwärtsrisiken: Negative Nachrichten zur Lage in der Straße von Hormus, steigende Energiepreise oder sich verschlechternde Konjunkturdaten aus der Eurozone könnten eine Korrektur bis zu den Unterstützungsniveaus bei 1,1480/1,1500 auslösen.

Analyst InstaForex
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