Analyse der Trades und Handelstipps für den Euro
Der Test des Niveaus von 1,1580 erfolgte, als der MACD-Indikator bereits deutlich über die Nulllinie angestiegen war, was das Aufwärtspotenzial des Währungspaares begrenzte. Aus diesem Grund habe ich den Euro nicht gekauft.
Der positive ZEW-Bericht konnte die Gemeinschaftswährung nicht stützen, und der Euro reagierte kaum auf den Anstieg der deutschen Indizes. Der Indikator für die konjunkturellen Erwartungen stieg im August auf 34,2, während die Einschätzung der aktuellen Lage um 16,5 Punkte zulegte. Der Index basiert auf Umfragen unter Analysten und spiegelt deren Einschätzung der wirtschaftlichen Perspektiven wider; der entscheidende Faktor für den Markt war jedoch die Diskrepanz zwischen Erwartungen und Realität, da die aktuelle Lage trotz der deutlichen Verbesserung mit -61,1 weiterhin äußerst schwach blieb. Eine ähnliche Situation zeigte sich im Euroraum: Die Erwartungen stiegen um 8,0 Punkte auf 31,4, während die Einschätzung der aktuellen Lage um 16,2 Punkte zunahm, aber mit -21,5 negativ blieb.
Im weiteren Verlauf wird der Euro die zweite Tageshälfte auf einen umfangreichen Block an US-Konjunkturdaten warten, der neuen Druck auf die Gemeinschaftswährung ausüben könnte. Veröffentlicht werden unter anderem Baugenehmigungen, Wohnungsbaubeginne, die Industrieproduktion sowie die Kapazitätsauslastung. Die Baudaten geben Aufschluss über die Perspektiven des Immobiliensektors, da Genehmigungen und Baubeginne Hinweise auf die künftige Aktivität liefern, während die Industrieproduktion zusammen mit der Kapazitätsauslastung den Zustand der Realwirtschaft widerspiegelt und die Erwartungen in Bezug auf die Fed-Politik beeinflusst. Der Ausblick für die Gemeinschaftswährung bleibt verhalten. Fallen die Daten so robust aus wie gestern, wird die Nachfrage nach dem Dollar zunehmen und Druck auf EUR/USD ausüben, während schwächere Zahlen den Euro stützen würden.
Für die Intraday-Strategie werde ich mich stärker auf die Umsetzung der Szenarien Nr. 1 und Nr. 2 konzentrieren.

Kaufsignal
Szenario Nr. 1: Heute kann der Euro gekauft werden, wenn der Preis den Bereich von 1,1583 erreicht (die grüne Linie im Chart), mit einem Kursziel bei 1,1609. Bei 1,1609 plane ich, den Markt zu verlassen und den Euro in die Gegenrichtung zu verkaufen, in Erwartung einer Bewegung von 30–35 Punkten vom Einstiegskurs. Mit einem Anstieg des Euro ist heute nur nach schwachen US-Konjunkturdaten zu rechnen. Wichtig: Vor dem Kauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und sich gerade erst von dort nach oben zu bewegen beginnt.
Szenario Nr. 2: Ich plane heute ebenfalls, den Euro zu kaufen, wenn das Niveau von 1,1571 zweimal in Folge getestet wird und sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Dies begrenzt das Abwärtspotenzial des Währungspaares und führt zu einer Aufwärtsumkehr des Marktes. Ein Anstieg in Richtung der gegenüberliegenden Niveaus von 1,1583 und 1,1609 ist zu erwarten.
Verkaufssignal
Szenario Nr. 1: Ich plane, den Euro zu verkaufen, nachdem der Kurs das Niveau von 1,1571 erreicht hat (die rote Linie im Chart). Das Ziel liegt beim Niveau von 1,1553, wo ich plane, den Markt zu verlassen und sofort in die Gegenrichtung zu kaufen (in Erwartung einer Bewegung von 20–25 Punkten in die Gegenrichtung vom Niveau). Der Druck auf das Währungspaar dürfte zurückkehren, wenn die Konjunkturdaten stark ausfallen. Wichtig: Vor dem Verkauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator unter der Nulllinie liegt und sich gerade erst von dort nach unten zu bewegen beginnt.
Szenario Nr. 2: Ich plane heute ebenfalls, den Euro zu verkaufen, wenn das Niveau von 1,1583 zweimal in Folge getestet wird und sich der MACD-Indikator im überkauften Bereich befindet. Dies begrenzt das Aufwärtspotenzial des Währungspaares und führt zu einer Abwärtsumkehr des Marktes. Ein Rückgang in Richtung der gegenüberliegenden Niveaus von 1,1571 und 1,1553 ist zu erwarten.

Erklärung der Chart-Markierungen:
- Dünne grüne Linie – der Einstiegskurs, zu dem das Handelsinstrument gekauft werden kann.
- Breite grüne Linie – das erwartete Kursniveau, an dem Take-Profit-Orders platziert oder Gewinne manuell mitgenommen werden können, da ein weiteres Wachstum oberhalb dieses Niveaus eher unwahrscheinlich ist.
- Dünne rote Linie – der Einstiegskurs, zu dem das Handelsinstrument verkauft werden kann.
- Breite red line – das erwartete Kursniveau, an dem Take-Profit-Orders platziert oder Gewinne manuell mitgenommen werden können, da ein weiterer Rückgang unter dieses Niveau eher unwahrscheinlich ist.
- MACD-Indikator. Beim Markteintritt ist es wichtig, überkaufte und überverkaufte Zonen zu berücksichtigen.
Wichtig: Einsteiger im Forex-Handel sollten Einstiegsentscheidungen äußerst sorgfältig treffen. Vor der Veröffentlichung wichtiger fundamentaler Berichte ist es am besten, dem Markt fernzubleiben, um nicht von starken Kursschwankungen überrascht zu werden. Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, setzen Sie unbedingt Stop-Orders, um Verluste zu minimieren. Ohne Stop-Orders können Sie Ihr gesamtes Guthaben sehr schnell verlieren, insbesondere wenn Sie kein angemessenes Money Management anwenden und mit großen Volumina handeln.
Denken Sie daran, dass erfolgreicher Handel einen klaren Trading-Plan erfordert, wie den oben dargestellten. Spontane Handelsentscheidungen, die allein auf der aktuellen Marktsituation basieren, sind für einen Intraday-Händler von Anfang an eine verlustreiche Strategie.