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FX.co ★ Dollar fällt aufgrund neuer, QE-ähnlicher Maßnahmen des Finanzministeriums

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Analysen:::2026-08-20T09:53:53

Dollar fällt aufgrund neuer, QE-ähnlicher Maßnahmen des Finanzministeriums

Der Dollar gab deutlich nach, nachdem das US-Finanzministerium Maßnahmen zur Unterstützung des Marktes für Staatsanleihen angekündigt hatte, was an den Märkten als Signal für eine Rückkehr der Risikobereitschaft gewertet wurde. Ab dem 9. September wird das Finanzministerium das Volumen seiner Käufe von Staatsanleihen mit längeren Laufzeiten verdoppeln: Die Obergrenze für die Segmente mit 10–20 Jahren und 20–30 Jahren Laufzeit wird pro Operation von 2 Milliarden auf 4 Milliarden US-Dollar angehoben.

Dollar fällt aufgrund neuer, QE-ähnlicher Maßnahmen des Finanzministeriums

Die Mechanik dieser Entscheidung ist eindeutig und wirkt sich gleichzeitig auf mehrere Bereiche aus. Das Treasury erzeugt zusätzliche Nachfrage nach US-Staatsanleihen, stützt damit direkt den Markt für Staatsanleihen und drückt die Renditen nach unten. Niedrigere Renditen auf langfristige Papiere lockern die Finanzierungsbedingungen und nehmen den Druck vom Aktienmarkt, da die erhöhten Treasury-Renditen in den vergangenen Tagen einer der wichtigsten negativen Faktoren für Aktien geblieben sind.

Für den Dollar ist all dies sehr negativ, auch wenn das US Treasury zugesagt hat, die Maßnahme nicht durch eine Ausweitung der Liquidität, sondern durch die Emission zusätzlicher kurzfristiger Bills durchzuführen. Die Auswirkungen auf Risikoanlagen liegen ebenfalls auf der Hand. Niedrigere Renditen bedeuten weniger Konkurrenz um Kapital seitens risikofreier Instrumente, was sich positiv auf den Euro, das Pfund und andere Risikoanlagen auswirkt. Ein weiterer Effekt ist die höhere Liquidität am Markt für Staatsanleihen: Das Treasury nimmt weniger liquide, ältere Emissionen aus dem Markt und entlastet damit die Bilanzen der Marktteilnehmer.

Genau der Umfang und die Struktur dieser Maßnahme haben Marktteilnehmer dazu veranlasst, die Entscheidung als „neues QE“ zu bezeichnen. Streng genommen handelt es sich dabei nicht um Quantitative Easing im traditionellen Sinne, da die Käufe vom Treasury und nicht von der Federal Reserve durchgeführt werden und die Operation nicht mit der Schaffung neuen Geldes einhergeht, sondern mit dem Austausch eines Wertpapiersets durch ein anderes im Rahmen des Schuldenmanagements. Dennoch ist die Wirkung auf Renditen und Liquidität ähnlich, weshalb sich der Vergleich durchgesetzt hat und starken Druck auf den US-Dollar ausübt.

Fallende Renditen von US-Staatsanleihen verringern für internationale Investoren die Zinsattraktivität von in Dollar denominierten Anlagen, was den starken Rückgang der Währung zusätzlich erklärt. Ein weiterer Belastungsfaktor für den Dollar ist der Rückgang der Erwartungen an eine Zinserhöhung durch die Fed: Nach einer Reihe schwacher Konjunkturdaten schätzen Händler die Wahrscheinlichkeit einer Straffung im September derzeit auf rund 30 %, gegenüber 50 % noch vor zwei Wochen.

Was das aktuelle technische Bild in EUR/USD betrifft, müssen Käufer nun herausfinden, wie sie den Bereich um 1,1690 überwinden können. Erst dann können sie einen Test von 1,1720 ins Auge fassen. Von dort aus könnte sich das Paar in Richtung 1,1745 bewegen, wobei dieses Ziel ohne Unterstützung durch größere Marktteilnehmer nur schwer zu erreichen sein dürfte. Sollte das Instrument fallen, rechne ich mit nennenswerten Aktivitäten großer Käufer erst im Bereich um 1,1660. Bleibt dort das Kaufinteresse aus, wäre es sinnvoller, auf einen erneuten Test des Tiefs bei 1,1638 zu warten oder Long-Positionen erst ab 1,1615 in Erwägung zu ziehen.

Was das aktuelle technische Bild in GBP/USD betrifft, müssen Pfund-Käufer zunächst den nächstgelegenen Widerstand bei 1,3630 durchbrechen. Nur dann können sie 1,3649 anvisieren, oberhalb dessen ein weiterer Ausbruch recht schwierig werden dürfte. Das nächste, weiter entfernte Ziel liegt im Bereich von 1,3675. Fällt das Paar, werden die Bären versuchen, bei 1,3590 wieder die Kontrolle zu übernehmen. Gelingt dies, würde ein Durchbruch unter diese Spanne einen schweren Schlag für die Bullen bedeuten und GBP/USD in Richtung des Tiefs bei 1,3570 drücken, mit Potenzial für einen weiteren Rückgang bis 1,3545.

Analyst InstaForex
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