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FX.co ★ Bitcoin steigt wie verrückt, aber ...

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Crypto Analysis:::2026-08-25T07:59:50

Bitcoin steigt wie verrückt, aber ...

Bitcoin und Ethereum legten zu Wochenbeginn rasant zu und setzten ihre Gewinne fort. Die Entscheidung des Treasury, den Umfang der Anleiherückkäufe zu erhöhen, löste einen Kurssprung am Kryptomarkt aus. Dennoch stellen wir uns seit mehreren Tagen die Frage, wie lange diese Bewegung angesichts nur eines einzigen unterstützenden Faktors anhalten kann. Im Kern handelte es sich um einen „Schwarzen Schwan“, der zu einem völlig unerwarteten Zeitpunkt eintraf. Trotz der kräftigen Kursgewinne beider Kryptowährungen gehen wir nicht davon aus, dass der Abwärtstrend bereits beendet ist. Das fundamentale Umfeld für den Kryptomarkt bleibt schwach. Wir sehen nach wie vor keine Grundlage für eine nachhaltige Aufwärtsbewegung bei Bitcoin und Ethereum. Der Ausblick für die Kryptoindustrie ist zwar deutlich optimistischer geworden, doch wir warnen Trader: Es könnte sich um einen Pump oder um Manipulation handeln.

Einige unabhängige Experten zweifeln ebenfalls daran, dass Bitcoin am Beginn eines neuen Bullenmarktes steht. So wird beispielsweise darauf hingewiesen, dass der August und der September traditionell „rote“ Monate für Bitcoin sind. Die aktuelle Umkehr und der schnelle Anstieg könnten Teil eines übergeordneten Abwärtstrends sein, was insbesondere im Wochenchart deutlich wird. Experten heben hervor, dass dieses Mal das Markt‑„Tief“ (sofern es sich tatsächlich um ein Tief handelt) ungewöhnlich schnell im Vergleich zu früheren Zyklen ausgebildet wurde. Außerdem sei im Monatschart ein Dreiecksmuster entstanden; in früheren Zyklen führte ein Bruch unter die untere Begrenzung zu Rückgängen von mindestens 50 %, während der Rückgang diesmal nur etwa 30 % betrug. In höheren Zeitebenen lässt sich zudem eine fallende Trendlinie einzeichnen, die bislang nicht durchbrochen wurde, was darauf hindeutet, dass der Trend weiterhin abwärtsgerichtet ist.

Analysten identifizieren außerdem zwei Zonen mit hoher Liquiditätskonzentration. Schwebende Verkaufsorders bündeln sich im Bereich von 80.000–90.000 US‑Dollar, während schwebende Kauforders im Bereich von 48.000–60.000 US‑Dollar liegen. Beide Zonen wirken wie Magneten auf den Preis. Ein Ausbruch aus einer dieser Zonen würde die Bewegung verstärken. Ergänzend würden wir anmerken, dass sich im Tageschart ein Seitwärtskanal zwischen 60.000 und 83.000 US‑Dollar ausbilden könnte. In diesem Fall wären die Tiefs vom Juni als Ausreißer an der Untergrenze des Kanals zu werten, und über das weitere Schicksal von Bitcoin würde sich in der Nähe der oberen Begrenzung entscheiden – in der Nähe der CHOCH‑Trendbruch‑Linie bei 83.000 US‑Dollar. Ein Liquidity Grab von diesem Niveau und vom Hoch wäre als Abweichung zu interpretieren und könnte einen ebenso kräftigen Rückgang zurück auf 60.000 US‑Dollar oder tiefer auslösen.

Bitcoin steigt wie verrückt, aber ...

Handelsempfehlungen für BTC/USD

Bitcoin bildet trotz des starken Anstiegs in dieser Woche weiterhin einen Abwärtstrend aus. Wir rechnen nach wie vor mit einem Rückgang in Richtung 57.500 US‑Dollar (dem 61,8‑%‑Fibonacci‑Niveau des dreijährigen Aufwärtstrends), auch wenn dieses Niveau im Grunde bereits getestet wurde. Wir gehen nicht davon aus, dass der Abwärtstrend beendet ist. Die jüngste bärische FVG wurde ungültig, und POI‑Zonen für Short‑Positionen in höheren Zeitebenen sind praktisch verschwunden. Im Wochenchart kann der aktuelle Anstieg jedoch weiterhin als Korrektur eingestuft werden. Uns ist bewusst, dass die aktuelle Rallye der Leitwährung kaum wie eine Korrektur aussieht, doch das allein ist kein ausreichender Grund, Long‑Positionen zu eröffnen. Die derzeitige Bewegung erinnert eher an einen Pump ohne klare Musterbildung oder Signale. Jeder Trader muss für sich selbst entscheiden, ob er Positionen „in der Luft“ eröffnet.

Bitcoin steigt wie verrückt, aber ...

Handelsempfehlungen für ETH/USD

Im Tageschart hat sich das technische Bild innerhalb weniger Tage komplett verändert. Ether könnte nun einen neuen Aufwärtstrend beginnen, doch auf dem 4‑Stunden‑ und dem Tageschart sind keine gültigen bullischen Muster erkennbar. De facto können sich Trader nur auf den Wochenchart stützen, in dem Ethereum Potenzial in Richtung 4.800 US‑Dollar zeigt – die obere Begrenzung eines seit fünf Jahren bestehenden Seitwärtskanals. In jedem Fall muss sich der Markt zunächst beruhigen und neue, klare Muster ausbilden, bevor Positionen eröffnet werden. Im Tageschart wurde die nächstgelegene bärische FVG abgearbeitet, allerdings gehört diese FVG zum vorherigen Trend; falls sie eine Marktreaktion auslöst, dürfte diese eher korrektiver Natur sein. Zu beachten ist außerdem ein mögliches Liquidity Grab vom Hoch vom 17. April. Bitcoin könnte demnächst ebenfalls die Liquidität über dem offensichtlichen Hoch abräumen und sich mit gewisser Wahrscheinlichkeit in einem Seitwärtskanal festfahren.

Anmerkungen zu den Charts

CHOCH steht für Change of Character / Bruch der Trendstruktur. Liquidity bezeichnet die Stop‑Loss‑Orders der Trader, die Market‑Maker zum Aufbau ihrer Positionen nutzen. FVG steht für Fair Value Gap (Bereich ineffizienter Preisbildung). Der Kurs durchläuft solche Bereiche häufig sehr schnell, was auf das Fehlen einer Marktseite hindeutet. Später kehrt der Preis in der Regel in diese Zonen zurück und reagiert darauf. IFVG ist ein Inverted Fair Value Gap. Nach einer Rückkehr in eine solche Zone reagiert der Kurs nicht, sondern bricht sie impulsiv und testet sie anschließend von der anderen Seite.

OB bedeutet Order Block. Eine Kerze, auf der ein Market‑Maker eine Position eröffnet hat, um Liquidität einzusammeln und anschließend seine eigene Position in die Gegenrichtung aufzubauen.

Analyst InstaForex
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