
Das Währungspaar GBP/USD verharrte am Mittwoch weitgehend auf der Stelle. Die Daten zum US-BIP und zu den Auftragseingängen für langlebige Güter sorgten nur für leichte Bewegung am Markt, insgesamt blieb die Volatilität des Paares jedoch gering. Wir werden die US-Daten in separaten Artikeln näher beleuchten. Vorerst lässt sich nur sagen: Der Markt schläft und wartet auf ein Ereignis mit großem „E“. Dieses Ereignis könnten die jährlichen Non-Farm Payrolls sein. Es könnte eine Rede von Kevin Warsh sein. Oder vielleicht Trumps neuer Krieg.
Glücklicherweise handelt es sich diesmal nur um einen Sanktionskrieg. Zur Erinnerung: Der US-Präsident versucht, Iran nicht mit neuen Raketenangriffen, sondern mithilfe einer Wirtschaftsblockade zu schwächen. Vereinfacht gesagt: Wenn Iran die Ressourcen zum Überleben ausgehen, wird das Land schnell kapitulieren und alle notwendigen Papiere zur Aufgabe seiner nuklearen Waffen unterzeichnen. Zumindest glaubt Trump das. Übrigens: Kommt Ihnen „Iranian Economic Blockade“ bekannt vor? Vor einem Jahr war Trump sehr darauf erpicht, den Konflikt zwischen der Ukraine und Russland zu beenden, indem er sämtliche möglichen Sanktionen gegen den Kreml verhängte, um den Energieverkauf zu blockieren und eine Fortführung des Krieges unmöglich zu machen. Was ist daraus geworden? Nichts. Wahrscheinlich wird Trump mit Iran ein ähnliches Szenario erleben.
Hinzu kommt, dass der US-Präsident sich nicht zu einem Zeitplan für die neue Operation gegen Iran geäußert hat. Zur Erinnerung: Operation „Epic Fury“ sollte zwei Wochen dauern. Inzwischen sind sechs Monate vergangen. Jetzt hat Trump sich die wirtschaftliche Isolation Irans ausgedacht. Wie lange soll diese andauern? Außerdem muss Trump die Blockade der iranischen Häfen und der Straße von Hormus aufrechterhalten, um eine vollständige Unterbrechung der Öl- und sonstigen Energielieferungen Irans in die Außenwelt zu erreichen.
Versetzen wir uns nun in die Lage Irans. Sie stehen unter vollständiger Blockade, es geht ums Überleben. Was werden Sie tun? Wir gehen davon aus, dass Iran versuchen wird, die Blockade mit Gewalt zu durchbrechen, wie Teheran Washington bereits gewarnt hat. Folglich scheint eine neue militärische Konfrontation zwischen den USA und Iran unausweichlich. Was die wirtschaftlichen Beschränkungen betrifft, so will Trump sie nicht direkt gegen Iran verhängen, sondern gegen Länder, die mit Iran Geschäfte machen. Nun, wir können nur abwarten, wie Trump mit Sanktionen gegen die Türkei oder China umgehen will. Die USA würden umgehend ähnliche Sanktionen und Beschränkungen als Antwort erhalten, was sich zwangsläufig auf ihre Wirtschaft auswirken würde, die sich zuletzt ohnehin nicht in Bestform präsentiert. Insgesamt richtet Trump derzeit mehr Schaden nicht bei Iran, sondern bei Amerika an. Bei nur noch 2,5 Monaten bis zu den Kongresswahlen stellt sich schon jetzt die Frage, wie viele Sitze die Republikaner im Repräsentantenhaus und im Senat verlieren werden. Vermutlich viele ...

Die durchschnittliche Volatilität des GBP/USD-Paares beträgt in den letzten 5 Handelstagen 52 Pips. Für das Pfund/US-Dollar-Paar gilt dieser Wert als „niedrig“. Am Donnerstag, dem 27. August, erwarten wir eine Bewegung in der Spanne zwischen 1,3535 und 1,3639. Der obere lineare Regressionskanal hat sich nach oben verschoben, was auf eine Fortsetzung des Aufwärtstrends hindeutet. Der CCI-Indikator ist dreimal in den überkauften Bereich eingetreten und warnt damit vor einer möglichen Korrektur.
Nächste Unterstützungsniveaus:
S1 – 1,3550
S2 – 1,3489
S3 – 1,3428
Nächste Widerstandsniveaus:
R1 – 1,3611
R2 – 1,3672
R3 – 1,3733
Handelsempfehlungen:
Das Währungspaar GBP/USD befindet sich weiterhin in einem Aufwärtstrend. Die Politik von Trump wird weiterhin Druck auf die US-Wirtschaft ausüben, daher erwarten wir kein langfristiges Wachstum des US-Dollars. Das Jahr 2026 gestaltet sich aufgrund geopolitischer Faktoren äußerst positiv für den Dollar, doch jedes Märchen geht einmal zu Ende. Im Wochenchart hält sich die Seitwärtsphase zwischen 1,3150 und 1,3780 innerhalb eines vierjährigen Aufwärtstrends und stützt damit die Erwartung eines anhaltenden Anstiegs der britischen Währung im mittleren Zeithorizont.
Long-Positionen mit Kurszielen bei 1,3672 und 1,3733 können in Betracht gezogen werden, wenn sich der Kurs oberhalb des gleitenden Durchschnitts befindet. Liegt der Kurs unterhalb der Linie des gleitenden Durchschnitts, kann auf der Short-Seite mit Zielen bei 1,3550 und 1,3535 gehandelt werden.
Erläuterungen zu den Abbildungen:
- Lineare Regressionskanäle helfen, den aktuellen Trend zu bestimmen. Wenn beide in dieselbe Richtung zeigen, ist der Trend stark.
- Die Linie des gleitenden Durchschnitts (Einstellungen: 20, 0, smoothed) definiert den kurzfristigen Trend und die Richtung, in die aktuell gehandelt werden sollte.
- Murray-Level sind Zielzonen für Bewegungen und Korrekturen.
- Volatilitätsniveaus (rote Linien) zeigen den wahrscheinlichen Preiskorridor an, in dem sich das Paar am nächsten Tag auf Basis der aktuellen Volatilität bewegen wird.
- Der CCI-Indikator – sein Eintritt in den überkauften Bereich (über +250) oder in den überverkauften Bereich (unter -250) weist darauf hin, dass eine Trendumkehr in die entgegengesetzte Richtung näher rückt.