Handelsanalyse für Montag:
1-Stunden-Chart des EUR/USD-Paares

Das Währungspaar EUR/USD konnte die am Freitag begonnene Abwärtskorrektur bzw. den Abwärtstrend im Handel am Montag nicht fortsetzen. Insgesamt hatten wir darauf hingewiesen, dass am Montag keine starken Bewegungen zu erwarten waren. Der makroökonomische Hintergrund war sehr schwach, und es gab keine weiteren bedeutenden Ereignisse. Gestern wurde lediglich der Inflationsbericht Deutschlands für den August veröffentlicht, und dieser fiel eher enttäuschend als ermutigend aus. Die Inflation ist zwar gestiegen, jedoch weniger stark, als es die Marktteilnehmer erwartet hatten. Damit steigen einerseits mit der zunehmenden Inflation die Chancen auf eine zweite Straffung der Geldpolitik durch die Europäische Zentralbank. Andererseits könnte das Tempo des Inflationsanstiegs so gering sein, dass es die EZB nicht zu aggressiven Maßnahmen veranlasst. In jedem Fall werden endgültige Schlüsse erst nach der heutigen Veröffentlichung der Inflationsdaten für die Eurozone gezogen. Es ist wichtig, sich vor Augen zu halten, dass Deutschland nur eines von 27 Ländern in der Eurozone ist. Daher ist die deutsche Inflation kein abschließender Indikator. In den USA werden in dieser Woche eine Reihe wichtiger Daten veröffentlicht, weshalb wir im weiteren Wochenverlauf deutlich stärkere Kursbewegungen erwarten als am Montag.
5-Minuten-Chart des EUR/USD-Paares

Im 5-Minuten-Chart wurde am Montag ein Kaufsignal gebildet. Während der europäischen Handelssession prallte der Kurs vom Bereich 1,1584–1,1594 ab, wodurch Einsteiger eine relativ einfache, klar strukturierte Long-Position eröffnen konnten. Die Aufwertung der europäischen Währung kann sich heute fortsetzen, jedoch ist es wichtig, die makroökonomischen Ereignisse im Blick zu behalten, die die Bewegung des Währungspaares beeinflussen könnten.
Wie man am Dienstag handelt:
Im Stundenchart ist das Währungspaar EUR/USD nach einem Monat des Anstiegs in eine Korrektur übergegangen. Unter Berücksichtigung aller Ereignisse der letzten Monate gehen wir davon aus, dass die europäische Währung ihren stetigen Aufwärtstrend auch ohne lokale Unterstützung fortsetzen sollte. Für die amerikanische Währung gibt es derzeit keine Faktoren, die für Wachstum sprechen, daher rechnen wir weiterhin mit einer Aufwärtsbewegung.
Am Dienstag können Einsteiger Short-Positionen mit einem Ziel bei 1,1527–1,1531 in Betracht ziehen, sofern sich der Kurs unterhalb des Bereichs 1,1584–1,1594 festsetzt. Long-Positionen können nach einem erneuten Abprall vom Bereich 1,1584–1,1594 mit einem Ziel bei 1,1655–1,1665 gehalten werden.
Im 5-Minuten-Chart sollten die folgenden Niveaus berücksichtigt werden: 1,1366–1,1377, 1,1461–1,1474, 1,1527–1,1531, 1,1584–1,1594, 1,1655–1,1665, 1,1745–1,1754, 1,1830–1,1837. Am Dienstag werden in der Eurozone die Inflationsdaten für August veröffentlicht, und in den USA erscheinen die JOLTS- und ISM-Berichte für das verarbeitende Gewerbe. Entsprechend können Marktreaktionen auf diese Daten erwartet werden.
Wichtige Regeln des Handelssystems:
- Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Bildung (Abprall oder Ausbruch) benötigt wird. Je kürzer die benötigte Zeit, desto stärker das Signal.
- Wenn an einem bestimmten Level aufgrund von Fehlsignalen zwei oder mehr Transaktionen eröffnet wurden, sollten alle weiteren Signale von diesem Level ignoriert werden.
- In einer Seitwärtsphase (Flat) kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale generieren oder auch gar keine. Technische Levels können in solchen Phasen an Aussagekraft verlieren.
- Im Stundenchart sollten Handelssignale des MACD-Indikators nur dann umgesetzt werden, wenn die Volatilität hoch ist und eine Trendlinie oder ein Trendkanal den Trend bestätigt.
- Wenn zwei Levels zu dicht beieinander liegen (innerhalb von 5–20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone betrachtet werden.
- Nach einer Bewegung von 15 Pips in die richtige Richtung sollte der Stop-Loss auf Break-even nachgezogen werden.
Was auf den Charts zu beachten ist:
Kursniveaus (Zonen) von Unterstützung und Widerstand sind Levels, die als Ziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufspositionen oder als Quellen von Signalen dienen.
Rote Linien kennzeichnen Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend veranschaulichen und die bevorzugte Handelsrichtung zum jeweiligen Zeitpunkt anzeigen.
Der MACD-Indikator (14,22,3) — Histogramm und Signallinie — ist ein Hilfsindikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Veröffentlichungen (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung von Währungspaaren erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit äußerster Vorsicht gehandelt werden, oder Trader sollten den Markt verlassen, um plötzliche Umkehrbewegungen gegen den vorangegangenen Trend zu vermeiden. Anfänger im Forex-Handel sollten sich bewusst sein, dass nicht jede Transaktion profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Handelsstrategie und konsequentes Risikomanagement sind der Schlüssel für langfristigen Erfolg im Trading.