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FX.co ★ EUR/USD – 7. September: Der Euro bereitet sich auf eine Straffung der EZB vor

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Analysen:::2026-09-07T09:58:20

EUR/USD – 7. September: Der Euro bereitet sich auf eine Straffung der EZB vor

Das Währungspaar EUR/USD konsolidierte am Freitag unter dem Korrekturlevel von 100,0 % bei 1,1620, doch bleibt weiterhin offen, ob es den Bären gelingen wird, ihre Abwärtsbewegung fortzusetzen. Am Freitag erhielten sie etwas Unterstützung durch den Nonfarm Payrolls Report, doch derart günstige Entwicklungen werden nicht häufig auftreten. Eine Konsolidierung oberhalb von 1,1620 würde die europäische Währung begünstigen und eine Wiederaufnahme des Anstiegs in Richtung des Korrekturlevels von 127,2 % bei 1,1700 unterstützen.

EUR/USD – 7. September: Der Euro bereitet sich auf eine Straffung der EZB vor

Die Wellenstruktur im Stundenchart bleibt trotz des zweiwöchigen Rückgangs „bullisch“. Die letzte abgeschlossene Aufwärtswelle hat das vorherige Hoch überschritten, während die jüngste Abwärtswelle das vorherige Tief nicht unterschritten hat. Die geopolitischen Entwicklungen bleiben durchweg negativ: Zwischen Iran und den Vereinigten Staaten finden keine Verhandlungen statt, und die Blockade der Straße von Hormus besteht weiter. Für den Dollar ist derzeit die Haltung des FOMC wichtiger, doch sie bleibt widersprüchlich.

Der Nachrichtenhintergrund hat am Freitag die Bären unterstützt, doch sie agierten etwas vorsichtig, als würden sie bereits die Sitzungen der Fed und der ECB sowie den US-Inflationsbericht einkalkulieren. In dieser Woche könnte die ECB ihre zweite geldpolitische Straffung im Jahr 2026 vornehmen, was eine starke Unterstützung für weitere Kursgewinne der europäischen Währung darstellen würde. Zur Erinnerung: Die Straffung der Fed-Politik bleibt eine offene Frage. Es ist keineswegs sicher, dass die Fed ihren Leitzins im September anheben wird. Daher beeilen sich die Händler nicht, voreilige Schlüsse zu ziehen. Der US-Inflationsbericht wird in dieser Woche veröffentlicht und sollte zusätzliche Hinweise im Hinblick auf die FOMC-Sitzung im September liefern. Derzeit geht der Markt jedoch davon aus, dass die ECB ihre Zinsen mit hoher Wahrscheinlichkeit anheben wird, während ein Zinsschritt der Fed ungewiss bleibt. Somit hat die europäische Währung bis zur Veröffentlichung des Inflationsberichts am Freitag einen Vorteil. Entscheidend ist, dass die Bullen diesen Vorteil nutzen. Ich rechne mit der Fortsetzung des Aufwärtstrends, selbst wenn die Fed letztlich ihre Geldpolitik strafft. Die jüngsten Arbeitsmarktberichte waren zu schwach, und ein einzelner Bericht für August ändert das Gesamtbild noch nicht.

EUR/USD – 7. September: Der Euro bereitet sich auf eine Straffung der EZB vor

Im 4-Stunden-Chart ist das Paar vom 50,0%-Korrekturlevel bei 1,1588 nach oben abgeprallt, was auf eine Umkehr zugunsten der europäischen Währung hindeutet. Damit könnte der Euro kurzfristig wieder in Richtung 1,1649 steigen. Ein Abprall von diesem Niveau würde nach einem Ausbruch aus dem steigenden Trendkanal einen weiteren Vorstoß der Bären ermöglichen. Eine Konsolidierung oberhalb von 1,1649 würde weiteres Wachstum in Richtung des nächsten Fibonacci-Levels von 76,4% bei 1,1726 eröffnen. Derzeit zeigen sich auf keinem der Indikatoren neue Divergenzen.

Commitments of Traders (COT) Report:

EUR/USD – 7. September: Der Euro bereitet sich auf eine Straffung der EZB vor

In der jüngsten Berichtswoche eröffneten professionelle Händler 4.558 Long-Positionen und schlossen 6.869 Short-Positionen. In den sieben Wochen im Februar und März ist der überwältigende Vorteil der Bullen infolge des Krieges im Iran verpufft, während sich die Lage in den vergangenen dreiundzwanzig Wochen vor dem Hintergrund eines vermeintlichen Waffenstillstands und der Markthoffnungen auf ein Ende des Krieges ausgeglichen hat. Die Gesamtzahl der von Spekulanten gehaltenen Long-Positionen beläuft sich derzeit auf 203.000, während die Zahl der Short-Positionen bei 228.000 liegt. Die Bären liegen weiterhin vorn, doch ihr Vorsprung schrumpft rasch.

Insgesamt zeigen große Marktteilnehmer langfristig weiterhin ein starkes Interesse am Euro. Offensichtlich beeinflussen die zahlreichen Ereignisse rund um den Globus, die es in den vergangenen Jahren reichlich gegeben hat, die Stimmung der Investoren. Der Markt verfolgt derzeit insbesondere die Lage im Nahen Osten aufmerksam, wo der Krieg abwechselnd zu Ende zu gehen scheint und dann doch wieder aufflammt. Allerdings bestimmt die Geopolitik das Schicksal des Dollars nicht mehr allein.

Wirtschaftskalender für die Vereinigten Staaten und die Europäische Union:

  • Deutschland – Veränderung der Industrieproduktion (06:00 UTC).
  • Europäische Union – Veränderung des BIP im zweiten Quartal (09:00 UTC).

Am 7. September weist der Wirtschaftskalender zwei Termine aus, von denen keiner von besonderem Interesse ist. Der Einfluss des wirtschaftlichen Umfelds auf die Marktstimmung könnte am Montag gering oder gar nicht vorhanden sein.

EUR/USD-Prognose und Trading-Tipps:

Käufe des Währungspaares sind nach einem Schlusskurs oberhalb von 1,1620 im Stundenchart mit einem Ziel bei 1,1700 möglich. Verkäufe des Währungspaares sind nach einer Konsolidierung unterhalb von 1,1620 im Stundenchart mit einem Ziel bei 1,1551 möglich.

Die Fibonacci-Niveaus werden im Stundenchart von 1,1620 bis 1,1325 und im 4‑Stunden-Chart von 1,1849 bis 1,1325 eingezeichnet.

Analyst InstaForex
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