Handelsanalyse und Tipps für den Handel mit dem Japanischen Yen
Der Test des Kursniveaus bei 155,69 erfolgte, als der MACD-Indikator bereits deutlich unter die Nulllinie gefallen war, was das Abwärtspotenzial des Währungspaars begrenzte. Aus diesem Grund habe ich den Dollar nicht verkauft. Der zweite Test von 155,69 fiel mit einem MACD im überverkauften Bereich zusammen, was zur Umsetzung von Szenario Nr. 2 für den Dollar-Kauf führte. Allerdings gelang es dem Paar nicht, zu steigen, sodass die Position mit Verlust geschlossen wurde.
Im Chart ist klar zu erkennen, dass der Yen sich weiterhin deutlich gegenüber dem Dollar stärkt, wobei die anhaltenden Währungsinterventionen der wichtigste Treiber bleiben. Dabei handelt es sich nicht mehr um eine einmalige Episode, sondern um eine dauerhafte Unterstützung der Landeswährung, die meines Erachtens das Kräfteverhältnis im USD/JPY grundlegend verändert. Ein weiterer Faktor zugunsten des Yen ist heute das Ausbleiben der US-Session aufgrund des Labor-Day-Feiertags in den Vereinigten Staaten. Ohne die großen Marktteilnehmer fehlt es an relevanten Dollar-Kaufinteressen, die dem Druck der Behörden etwas entgegensetzen könnten. Unter diesen Bedingungen gehe ich davon aus, dass der Rückgang von USD/JPY anhalten kann, da Dollar-Käufer das reale Risiko weiterer Interventionen einpreisen müssen und sich scheuen, gegen den vorherrschenden Trend zu handeln. Solange die Behörden ihre Interventionsbereitschaft demonstrieren und der Markt dünn bleibt, behält der Yen einen klaren Vorteil. Ich bin weiterhin der Meinung, dass alle Versuche des Währungspaars, nach oben zu drehen, auf Widerstand stoßen werden, solange die Interventionen andauern. Daher rechne ich kurzfristig mit weiterem Druck auf den Dollar gegenüber der japanischen Währung.
Was die Intraday-Strategie betrifft, werde ich mich stärker auf die Umsetzung von Szenario Nr. 1 und Szenario Nr. 2 konzentrieren.

Kaufsignal
Szenario #1: Heute plane ich, USD/JPY zu kaufen, wenn der Einstiegspunkt bei etwa 154,86 erreicht wird (die grüne Linie im Chart), mit einem Kursziel von 155,34 (die dickere grüne Linie im Chart). Im Bereich von 155,34 werde ich die Long-Position schließen und eine Short-Position in Gegenrichtung eröffnen, mit dem Ziel einer Bewegung von 30–35 Punkten in die Gegenrichtung von diesem Niveau aus. Ein Anstieg des Währungspaares ist heute zu erwarten, die Perspektiven sind jedoch eher begrenzt. Wichtig! Vor dem Kauf unbedingt sicherstellen, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und gerade beginnt, sich von dort nach oben zu bewegen.
Szenario #2: Heute plane ich außerdem, USD/JPY zu kaufen, falls der Kurs die Marke von 154,58 zweimal hintereinander testet und sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Dies wird das Abwärtspotenzial des Paares begrenzen und zu einer Marktdrehung nach oben führen. Ein Anstieg in Richtung der gegenüberliegenden Niveaus von 154,86 und 155,34 kann erwartet werden.
Verkaufssignal
Szenario #1: Heute plane ich, USD/JPY zu verkaufen, nachdem der Kurs die Marke von 154,58 (die rote Linie im Chart) nach unten durchbrochen hat, was zu einem schnellen Rückgang des Paares führen dürfte. Das wichtigste Kursziel für Verkäufer wird 154,15 sein. Dort werde ich die Short-Position schließen und sofort eine Long-Position in Gegenrichtung eröffnen, mit dem Ziel einer Bewegung von 20–25 Punkten in die Gegenrichtung von diesem Niveau aus. Der Verkaufsdruck auf das Paar dürfte zurückkehren, falls die Zentralbank interveniert. Wichtig! Vor dem Verkauf unbedingt sicherstellen, dass der MACD-Indikator unter der Nulllinie liegt und gerade beginnt, sich von dort nach unten zu bewegen.
Szenario #2: Heute plane ich außerdem, USD/JPY zu verkaufen, falls der Kurs die Marke von 154,86 zweimal hintereinander testet und sich der MACD-Indikator im überkauften Bereich befindet. Dies wird das Aufwärtspotenzial des Paares begrenzen und zu einer Marktdrehung nach unten führen. Ein Rückgang in Richtung der gegenüberliegenden Niveaus von 154,58 und 154,15 kann erwartet werden.

Was im Chart angezeigt wird:
- Dünne grüne Linie – der Einstiegskurs, zu dem das Handelsinstrument gekauft werden kann;
- Dicke grüne Linie – der geschätzte Kurs, auf dessen Niveau Take Profit platziert oder Gewinne manuell realisiert werden können, da ein weiteres Wachstum über dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;
- Dünne rote Linie – der Einstiegskurs, zu dem das Handelsinstrument verkauft werden kann;
- Dicke rote Linie – der geschätzte Kurs, auf dessen Niveau Take Profit platziert oder Gewinne manuell realisiert werden können, da ein weiterer Rückgang unter dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;
- MACD-Indikator. Beim Markteintritt ist es wichtig, überkaufte und überverkaufte Bereiche zu berücksichtigen.
Wichtig. Anfänger im Forex-Handel sollten bei Entscheidungen über den Markteintritt äußerst vorsichtig sein. Vor der Veröffentlichung wichtiger fundamentaler Berichte ist es am besten, dem Markt fernzubleiben, um plötzliche Wechselkursausschläge zu vermeiden. Wenn Sie sich entscheiden, während der Veröffentlichung von Wirtschaftsdaten zu handeln, platzieren Sie immer Stop-Orders, um Verluste zu minimieren. Ohne Stop-Orders können Sie Ihr gesamtes Handelskonto sehr schnell verlieren, insbesondere wenn Sie kein geeignetes Money-Management anwenden und mit großen Positionsgrößen handeln.
Und denken Sie daran, dass erfolgreicher Handel einen klaren Trading-Plan erfordert, wie den oben dargestellten. Spontane Handelsentscheidungen, die nur auf der aktuellen Marktsituation beruhen, sind für einen Intraday-Händler grundsätzlich eine verlustbringende Strategie.